Gespräch mit Freimaurern aus Stuttgart
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/006 D951046/101
C000000/000
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/006 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1995
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1995 >> September 1995
24. September 1995
Dem Freimaurertum, dieser weltbürgerlichen Vereinigung, haftet immer noch viel Geheimnisvolles an. Das mag auch an allerlei merkwürdigen Ritualen liegen: Freimaurer geben sich untereinander durch Wort und Griff zu erkennen. Sie benutzen Symbole wie Winkelmaß, Kelle, Hammer und Schurz. Sie führen besondere Redewendungen im Mund. Ihre Arbeitsstätten heißen "Tempel" oder "Bauhütte". Jeder Freimaurer verpflichtet sich, nach Wahrheit, Menschenliebe, Selbstkritik und Duldsamkeit zu streben, gegen Fanatismus, Totalitarismus, Aberglaube und Kastengeist zu kämpfen und für ein friedliches, sozial gerechtes Zusammenleben aller Weltenbürger einzutreten. In Stuttgart sind drei Freimaurer-Logen unter einem Dach vereinigt. In der großbürgerlichen Beschaulickeit einer geräumigen Villa treffen sich die Mitglieder zu Feiern, geselligen Zusammenkünften und - zur "Arbeit" im Tempel. Die beiden "Meister" Benno Kott und und Willi P. Schlichter erzählen von den Bemühungen der Mitglieder in verschiedene Erkenntnisstufen aufzusteigen: Vom Lehrling zum Gesellen über den Meister und weiter zu den Hochgraden. Sie berichten von der langen Vorbereitungszeit, die ein Anwärter vor sich hat, bevor er eines Tages vor seinen Brüdern den Treue-Eid ablegen muß, um danach mit verbundenen Augen in den Tempel geführt zu werden, wo eine Gemeinschaft auf Lebenszeit wartet. (aus: SDR-Magazin September/Oktober 1995, S. 9)
SDR 1
0:52:00; 0'52
Audio-Visuelle Medien
Kott, Benno
Schlichter, Willi P.
Stuttgart S; Freimaurer
Aberglaube
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Audiovisuelles Archiv (Tektonik)
- Mitgeschnittene Film- und Tondokumente (Tektonik)
- Mitgeschnittene Tondokumente des SDR, SWF und SWR (Tektonik)
- Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1995 (Bestand)
- September 1995 (Gliederung)