Karl [IV.], Römischer Kaiser und König von Böhmen, verleiht unter Berufung auf die Verdienste Herzog Rudolfs [II.] von Sachsen-[Wittenberg] diesem sowie dessen Bruder Wenzel und dessen Vetter Albrecht die Anwartschaft auf die Pfandschaft der Reichsstadt Duisburg mit allem Zubehör, einschließlich des Zolls auf dem Rhein für die Zeit nach dem Tod des Grafen Johann von Kleve. Die Herzöge von Sachsen[-Wittenberg] sollen die Pfandschaft in der gleichen Weise besitzen, wie vormals die Grafen Dietrich von Kleve und Adolf von Berg, bis vom Aussteller oder seinen Nachfolgern für die Pfandsumme von 30000 Mark lötiges Silber nach Kölner Gewicht eingelöst wird. Die Stadt Duisburg wird aufgefordert, im Fall des Antritts der Pfandschaft durch die Herzöge von Sachsen[-Wittenberg] diesen gegenüber ihre Pflichten zu erfüllen. Für Zuwiderhandlungen gegen die Festlegungen der Urkunde wird eine Strafe von 30 Mark lötigen Goldes festgelegt, die je zur Hälfte an die kaiserliche Kammer und an die Herzöge von Sachsen[-Wittenberg] fallen soll. - Siegel des Ausstellers angekündigt.
Vollständigen Titel anzeigen
Karl [IV.], Römischer Kaiser und König von Böhmen, verleiht unter Berufung auf die Verdienste Herzog Rudolfs [II.] von Sachsen-[Wittenberg] diesem sowie dessen Bruder Wenzel und dessen Vetter Albrecht die Anwartschaft auf die Pfandschaft der Reichsstadt Duisburg mit allem Zubehör, einschließlich des Zolls auf dem Rhein für die Zeit nach dem Tod des Grafen Johann von Kleve. Die Herzöge von Sachsen[-Wittenberg] sollen die Pfandschaft in der gleichen Weise besitzen, wie vormals die Grafen Dietrich von Kleve und Adolf von Berg, bis vom Aussteller oder seinen Nachfolgern für die Pfandsumme von 30000 Mark lötiges Silber nach Kölner Gewicht eingelöst wird. Die Stadt Duisburg wird aufgefordert, im Fall des Antritts der Pfandschaft durch die Herzöge von Sachsen[-Wittenberg] diesen gegenüber ihre Pflichten zu erfüllen. Für Zuwiderhandlungen gegen die Festlegungen der Urkunde wird eine Strafe von 30 Mark lötigen Goldes festgelegt, die je zur Hälfte an die kaiserliche Kammer und an die Herzöge von Sachsen[-Wittenberg] fallen soll. - Siegel des Ausstellers angekündigt.
10001 Ältere Urkunden, Nr. 03975[Transsumpt/Insert] (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
10001 Ältere Urkunden
10001 Ältere Urkunden >> 1. Weltliche Provenienzen >> 1.1. Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen, Kurfürsten und Herzöge von Sachsen, Könige von Polen >> 1.1.2. Kurfürsten und Herzöge von Sachsen (Askanier)
8. September 1362
Kurfürsten und Herzöge von Sachsen (Askanier)
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:07 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung)
- 01. Markgrafschaft Meißen, Albertinisches Herzogtum und Kurfürstentum / Königreich Sachsen bis 1831 (Tektonik)
- 01.01 Urkunden (Tektonik)
- Ältere Urkunden (Bestand)
- 1. Weltliche Provenienzen (Gliederung)
- 1.1. Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen, Kurfürsten und Herzöge von Sachsen, Könige von Polen (Gliederung)
- 1.1.2. Kurfürsten und Herzöge von Sachsen (Askanier) (Gliederung)