Es wird bekundet: Zwischen dem verstorbenen Grafen Froben Christoph zu Zimmern, Herrn zu Wildenstein und Meßkirch, einerseits und Wilhelm von Arnsperg, Propst, und Konvent zu Beuron andererseits bestand sei etlichen Jahren Streit wegen des Zehnten auf dem Lengenfeld. Der Graf hat den Zehnten dort einsammeln lassen, worüber Propst und Konvent sich beschwert haben, da der Zehnt ihnen sei. Der eingesammelte Zehnt dieses Jahres ist in guter Nachbarschaft ausgedroschen, verkauft und das Geld beim Ammann zu Meßkirch hinterlegt worden. Seitdem hatte die Angelegenheit geruht. Graf Wilhelm zu Zimmern, Herr zu Wildenstein und Meßkirch, Rat und oberster Hofmarschall des Erzherzogs Ferdinand zu Österreich, und Propst Jakob zu Beuron haben jetzt einen Vergleich geschlossen: Der Zehnt auf dem Lengenfeld soll dem Grafen und dessen Erben bleiben. Der Graf soll das Lengenfeld als eigenes Gut nutzen. Das bei dem Ammann hinterlegte Geld soll dem Propst und Konvent zum Nutzen des Gotteshauses zukommen. Beuron verzichtet dafür auf seine Ansprüche. Zur Vermeidung weiterer Streitigkeiten werden die Grenzen des Lengenfelds angegeben. Es werden 2 gleichlautende Verträge ausgefertigt
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Es wird bekundet: Zwischen dem verstorbenen Grafen Froben Christoph zu Zimmern, Herrn zu Wildenstein und Meßkirch, einerseits und Wilhelm von Arnsperg, Propst, und Konvent zu Beuron andererseits bestand sei etlichen Jahren Streit wegen des Zehnten auf dem Lengenfeld. Der Graf hat den Zehnten dort einsammeln lassen, worüber Propst und Konvent sich beschwert haben, da der Zehnt ihnen sei. Der eingesammelte Zehnt dieses Jahres ist in guter Nachbarschaft ausgedroschen, verkauft und das Geld beim Ammann zu Meßkirch hinterlegt worden. Seitdem hatte die Angelegenheit geruht. Graf Wilhelm zu Zimmern, Herr zu Wildenstein und Meßkirch, Rat und oberster Hofmarschall des Erzherzogs Ferdinand zu Österreich, und Propst Jakob zu Beuron haben jetzt einen Vergleich geschlossen: Der Zehnt auf dem Lengenfeld soll dem Grafen und dessen Erben bleiben. Der Graf soll das Lengenfeld als eigenes Gut nutzen. Das bei dem Ammann hinterlegte Geld soll dem Propst und Konvent zum Nutzen des Gotteshauses zukommen. Beuron verzichtet dafür auf seine Ansprüche. Zur Vermeidung weiterer Streitigkeiten werden die Grenzen des Lengenfelds angegeben. Es werden 2 gleichlautende Verträge ausgefertigt
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 156 T 1 Nr. 33 (d)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 156 T 1 Kloster Beuron (Augustiner): Urkunden
Kloster Beuron (Augustiner): Urkunden >> 1. Urkunden
1574 Juli 24
Urkunden
Ausstellungsort: Meßkirch
Siegler: Siegelankündigung: Graf Wilhelm von Zimmern; Siegelankündigung: Propst Jakob zu Beuron; Siegelankündigung: Konvent zu Beuron
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: (abg.) Siegel mit Papierdecke
Vermerke: 2 Blatt||Dorsualvermerk: Lad XXVII; ad No. 3; ad fasc. 1
Beglaubigungs- und Notarzeichen: beglaubigt 1790 September 11 zu Beuron von der gotteshausischen Amtskanzlei durch (abg.) Siegel mit Papierdecke
Siegler: Siegelankündigung: Graf Wilhelm von Zimmern; Siegelankündigung: Propst Jakob zu Beuron; Siegelankündigung: Konvent zu Beuron
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: (abg.) Siegel mit Papierdecke
Vermerke: 2 Blatt||Dorsualvermerk: Lad XXVII; ad No. 3; ad fasc. 1
Beglaubigungs- und Notarzeichen: beglaubigt 1790 September 11 zu Beuron von der gotteshausischen Amtskanzlei durch (abg.) Siegel mit Papierdecke
Beuron, Jakob; Propst
Beuron, Wilhelm Armsperg; Propst
Meßkirch SIG
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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03.04.2025, 1:43 PM CEST
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