Firma Dietrich Bastein/Hagenah (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
NLA ST, Rep. 303/8
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.2 Firmen- und Kammerarchive
1953-1970
Bestandsgeschichte: Das Gemischtwarengeschäft in Hagenah (Nr. 60) war von Günter Dietrich am 15. Dezember 1950 gegründet worden. Bereits elf Monate später verunglückte er bei einem Verkehrsunfall, so dass seine Witwe Grete Dietrich, geb. Ahrens, aus Hollenbeck (Ldkr. Stade) das Geschäft mit einem Hilfsarbeiter neben einem elterlichen Bauernhof weiterführen musste. Drei Jahre später heiratete sie den Textilreisenden Hans Bastein, geb. am 22.09.1930 in Augustendorf, der sein Reisetätigkeit als Kaufmann für Kurzwaren und Textilien der Firma Seyd Söhne & Eisfeller aus Wuppertal-Elberfeld bzw. Nordeinkauf eGmbH aus Bremen bis 1958 weiterhin betrieb. Danach übernahm er das Geschäft und führte es unter seinem Namen weiter. Aufgrund des Wegzugs der Kaufkraft zu den Filialisten wurde er bereits 1968 Geschäftsführer des Zentralmarkts in Stade. Das Geschäft gab er nach Bemühungen um eine Verpachtung schließlich 1970 auf und wurde nach einer kurzzeitigen Betätigung als Mitarbeiter im Vertrieb der Firma Brennicke Senfsaaten in Hamburg-Waltershof 1971 Betriebsleiter in der Lebensmittelindustrie in Hamburg. Von 1980 an arbeitete er in die Personalabteilung des Krankenhauses Stade, bevor er acht Jahre später frühzeitig in Rente ging.
Der kleine Bestand an Geschäftsunterlagen wurden von ihm im September 2005 an das Staatsarchiv in Stade als Schenkung abgegeben und vom U. geordnet und verzeichnet. Eine weitere Ergänzung kam nach dem Tod der beiden früheren Geschäftsinhaber durch die Tochter Meike Duwald aus Stade im März 2021 hinzu. Sie betrafen neben weiteren Unterlagen zum Laden vor allem auch die vorherige Tätigkeit des Hans Bastein als reisender Vertreter für Textilien und Kurzwaren.
Stade, im April 2021
Dr. Thomas Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Der kleine Bestand an Geschäftsunterlagen wurden von ihm im September 2005 an das Staatsarchiv in Stade als Schenkung abgegeben und vom U. geordnet und verzeichnet. Eine weitere Ergänzung kam nach dem Tod der beiden früheren Geschäftsinhaber durch die Tochter Meike Duwald aus Stade im März 2021 hinzu. Sie betrafen neben weiteren Unterlagen zum Laden vor allem auch die vorherige Tätigkeit des Hans Bastein als reisender Vertreter für Textilien und Kurzwaren.
Stade, im April 2021
Dr. Thomas Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
0,4
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2026, 11:45 MESZ