Der Ulmer Bürger und Vorgesetzte der Gärtnerzunft Johann Jakob Beiselen verkauft dem Ulmer Metzger und Bürger Johann Murdel Haus und Hofstatt in Ulm im Vettergässlein [heute Kohl- und Rabengasse] anstoßend an den Schuhmacher Johann Schlecht und den Garten der Ehefrau des Alfons Maximilian Besserer von Thalfingen [Obertalfingen Stadt Ulm]. Davon sind jährlich 22 Kreuzer und 6 Heller an den Rat der Stadt Ulm zu entrichten. Außerdem ist das Anwesen als Pfand für mehrere Darlehen eingetragen. Der Käufer hat die Entrichtung des Zinses sowie die Rückzahlung der Darlehen übernommen und noch zusätzlich 42 Gulden und 30 Kreuzer bar bezahlt. Daher verzichtet der Verkäufer auf alle Recht, die ihm bisher an dem Anwesen zustanden und übernimmt die Gewährleistung für den Verkauf.
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Der Ulmer Bürger und Vorgesetzte der Gärtnerzunft Johann Jakob Beiselen verkauft dem Ulmer Metzger und Bürger Johann Murdel Haus und Hofstatt in Ulm im Vettergässlein [heute Kohl- und Rabengasse] anstoßend an den Schuhmacher Johann Schlecht und den Garten der Ehefrau des Alfons Maximilian Besserer von Thalfingen [Obertalfingen Stadt Ulm]. Davon sind jährlich 22 Kreuzer und 6 Heller an den Rat der Stadt Ulm zu entrichten. Außerdem ist das Anwesen als Pfand für mehrere Darlehen eingetragen. Der Käufer hat die Entrichtung des Zinses sowie die Rückzahlung der Darlehen übernommen und noch zusätzlich 42 Gulden und 30 Kreuzer bar bezahlt. Daher verzichtet der Verkäufer auf alle Recht, die ihm bisher an dem Anwesen zustanden und übernimmt die Gewährleistung für den Verkauf.
E Schad Urkunden, 134
H 4 Lade 5; E Schad Urkunden 2, Nr. 134
E Schad Urkunden Patrizierarchiv Schad Urkunden
Patrizierarchiv Schad Urkunden >> 07. Grund- und Lehenbesitz >> 07.18. Ulm >> 07.18.01. Hausbesitz am Münsterplatz
1738 Mai 22.
Archivale
Siegler: Heinrich Friedrich Besserer von Thalfingen (1) und Georg Ludwig Bürglen (2), beide geheime Räte, Oberrichter, Kriegsräte, Herrschaftspfleger und Religionsherren in Ulm, auf Bitte des Verkäufers
Sprache: Deutsch
Überlieferung: Orig.
Beschreibstoff: Perg.
Siegelbefund: Zwei an Pergamentstreifen anhängende Siegel: 1 rotes Wachs in Holzkapsel und unbeschädigt, 2 verloren
Rückvermerke: Inhaltsangabe (18. Jh.); Vermerke über Weiterverkäufe und Belastungen (1760-1833)
Anmerkungen: Entnommen aus E Schad Akten Nr. 1567
Datum: Der geben ist donnerstags den zweyundzwanzigsten monathstag maii 1738
Sprache: Deutsch
Überlieferung: Orig.
Beschreibstoff: Perg.
Siegelbefund: Zwei an Pergamentstreifen anhängende Siegel: 1 rotes Wachs in Holzkapsel und unbeschädigt, 2 verloren
Rückvermerke: Inhaltsangabe (18. Jh.); Vermerke über Weiterverkäufe und Belastungen (1760-1833)
Anmerkungen: Entnommen aus E Schad Akten Nr. 1567
Datum: Der geben ist donnerstags den zweyundzwanzigsten monathstag maii 1738
Mürdel, Johann - Ulm
Beiselen, Johann Jacob - Ulm
Holder, Johannes - Ulm
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:15 MESZ
Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International