Die Äbtissin Ottilie (Odilia), die Priorin Jutta (Guda) und der Konvent des Benediktinerinnenklosters Schmerlenbach (conventus monasterii sanctimonialium in Smerlenbach ordinis sancti Benedicti) bekennen: Sie sind verpflichtet, dem Pfarrer (plebanus) Werner in der Pfarrkirche zu Hösbach (Hostebach) bei Aschaffenburg, für die ihrem Kloster das Patronats- oder Präsentationsrecht (ius patronatus sive ius presentandi) zusteht, und allen seinen Nachfolgern als Pfarrer dort die folgenden jährlichen Einkünfte als Pfründe (nomine prebende) zu liefern. Die Höhe dieser Abgaben wurde von Heilmann [Schwab], Scholaster des Stifts Aschaffenburg, und Walter [von Hersfeld], Kustos des Stifts Aschaffenburg, im Auftrag und mit Bewilligung des Stiftspropstes Johann [von Trier] festgelegt, wie dies die darüber ausgestellte Urkunde vom 4. März 1339 belegt. Es handelt sich dabei um 24 Malter Roggen (siligo) und 6 Malter Hafer Aschaffenburger Maß, die jedes Jahr zwischen dem 15. August und dem 8. September (infra duo Assumptionis et Nativitatis beate Marie virginis duo festa) auf Kosten des Klosters von dessen Getreidespeicher in Schmerlenbach in einen Speicher in Hösbach zu liefern sind, sowie um 3 Pfund Heller, die jeweils am 11. November (in festo beati Martini hiemalis) zu bezahlen sind. Die Nonnen verpflichten sich, diese Abgaben dem Pfarrer Werner und allen seinen Nachfolgern in Hösbach jedes Jahr fristgerecht zu entrichten. Von dieser Verpflichtung können weder Mißernten (sterilitas), Hagel, Kriegszüge noch irgendwelche Rechtsmittel sie entbinden.

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Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg