Es geht um die Kaufkraft der Mark. Interview mit Wirtschaftsminister Hermann Veit
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D601001/203
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1960 >> Januar
16. Januar 1960
(O-Ton) Hermann Veit, Dr., Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg: Produktionsfaktoren sind nicht beliebig, vor allem nicht kurzfristig vermehrbar / Preiserhöhungen entstehen, wenn erhöhte Nachfrage sich an den Grenzen der Produktionsfaktoren stößt / Der real gegebene unvollständige Wettbewerb bietet dagegen keine ausreichenden Möglichkeiten des Ausgleichs / Notwendigkeit des Exports: in der Folge stößt die Inlandsnachfrage auf ein beschränktes Güterangebot / Die Devisenerlöse des Exports erhöhen zusätzlich die Inlandsnachfrage / Die Hauptgefahr für die Stabilität der Währung liegt nicht in der Lohnentwicklung, vielmehr: im Anhalten der Investitionskonjunktur, in der Lageraufstockung, in der Unterlassung, die Preise trotz erhöhter Rendite zu senken, in einer unzureichenden Einfuhrpolitik / Die Bundesbank hat rasch reagiert, aber mit unzureichenden Mitteln / Die Bundesregierung war zu langsam / Empfehlungen zur Konjunkturpolitik: Preissenkung; keine Konjunkturdämpfung; eine Luxussteuer auf hochwertige Gebrauchsgüter würde die Nachfrage preistreibend auf Standardgüter umlenken; eine Steuerpolitik, die besondere Anreize zur Investition verhindert; Steigerung des Imports, um für die kaufkräftige Nachfrage ein Angebot zu schaffen; antizyklisches Verhalten der öffentlichen Hand; Verstärkung des Wettbewerbs zur Auflockerung der Preissituation / Der Verbraucher kann nur beschränkt Einfluss nehmen, er ist der faktisch Schwächste in der Wirtschaft / Ein Wirtschaftsministerium auf Landesebene ist unverzichtbar / Die Länder wirken auf die Wirtschaftspolitik des Bundes ein / Die Bonner Gesetze werden in den Ländern ausgeführt / (14'09)
0:15:23; 0'15
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
BRD: Bundesbank
Konjunktur: Hochkonjunktur
Konjunktur: Konjunkturpolitik
Marktwirtschaft
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:26 MEZ