Landgericht ä.O. Waldsassen Justizakten (Bestand)
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Landgericht ä.O. Waldsassen Justizakten
Staatsarchiv Amberg (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Staatsarchivs Amberg >> II. Neuere Bestände (Behörden und Gerichte des 19. - 21. Jahrhunderts) >> B. Behörden des Königreichs Bayern und des Freistaats Bayern >> 2.) Justiz, Politische Befreiung >> 1. Gerichte vor 1879 >> Landgerichte älterer Ordnung (Justiz, 1802-1862/79) (II.B.2.1.111-212)
1803-1862
Vorwort: Mit Verordnung vom 24.3.1802 wurden im Kurfürstentum Bayern anstelle der bisherigen unterbehördlichen Landrichter- und Pflegämter einheitliche Landgerichte geschaffen (sog. Landgerichte älterer Ordnung; RBl 236-239, 249-262). Sie waren sowohl unterste staatliche Verwaltungsbehörde als auch Gerichtsbehörde erster Instanz.
Die Trennung der Aufgaben der Verwaltung und der Justiz, die bereits im Grundlagengesetz von 1848 in Aussicht gestellt war, wurde erst 1862 verwirklicht. Zum 1. Juli 1862 wurde der Verwaltungsbereich der bisherigen Landgerichte den neu geschaffenen Bezirksämtern zugewiesen (RBl 409-444). Zum gleichen Datum gingen die Aufgaben der freiwilligen Gerichtsbarkeit im Bereich des Beurkundungswesen an die neu errichteten Notariate über (GBl 129-206).
Seitdem waren die Landgerichte reine Justizbehörden. Im Zuge der Vereinheitlichung der Gerichtsverfassung im Deutschen Reich 1879 erfolgte die Umbenennung in "Amtsgericht".
Für die Landgerichte ab 1862 (sog. Landgerichte mittlerer Ordnung) werden im Staatsarchiv Amberg keine eigenen Fonds gebildet. Die dort erwachsenen Unterlagen werden den Beständen des jeweiligen Amtsgerichts zugewiesen.
Das Landgericht Waldsassen wurde zum 2.10.1804 durch Zusammenschluss der bisherigen Richterämter Waldsassen, Mitterteich, Konnersreuth, Hardeck, Waldershof und Wiesau des aufgelösten Klosters Waldsassen errichtet (RBl der Oberpfalz 927-928). Größere Veränderungen in der Zuständigkeit ergaben sich in den Jahren 1830 (Einverleibung des Herrschaftsgerichts Weißenstein; RBl 1049-1050), 1846 (Auflösung der sog. Fraisch mit Zuweisung der Orte Neualbenreuth, Querenbach, Hatzenreuth, Ottengrün, Ernstgründ und Pfudermühle; RBl 577-579) und 1849 (Abtrennung der Gemeinden Bärnhöhe, Friedenfels, Helmbrechts, Hohenhard, Poppenreuth und Voitenthan an das neu errichtete Landgericht Erbendorf; RBl 309-310).
Der Teilbestand "Landgericht ä.O. Justizakten" enthält die beim Landgericht Waldsassen in Justizangelegenheiten bis 1862 angefallenen Unterlagen v.a. aus dem Bereiche Zivilrechtspflege. Diese Unterlagen stammen weitestgehend aus dem bisherigen Pertinenzbestand "Amtsgericht Waldsassen". Die Unterlagen des Landgerichts ä.O. Waldsassen aus dem Bereich des Beurkundungswesens befinden sich im Bestand "Briefprotokolle Waldsassen".
Die Trennung der Aufgaben der Verwaltung und der Justiz, die bereits im Grundlagengesetz von 1848 in Aussicht gestellt war, wurde erst 1862 verwirklicht. Zum 1. Juli 1862 wurde der Verwaltungsbereich der bisherigen Landgerichte den neu geschaffenen Bezirksämtern zugewiesen (RBl 409-444). Zum gleichen Datum gingen die Aufgaben der freiwilligen Gerichtsbarkeit im Bereich des Beurkundungswesen an die neu errichteten Notariate über (GBl 129-206).
Seitdem waren die Landgerichte reine Justizbehörden. Im Zuge der Vereinheitlichung der Gerichtsverfassung im Deutschen Reich 1879 erfolgte die Umbenennung in "Amtsgericht".
Für die Landgerichte ab 1862 (sog. Landgerichte mittlerer Ordnung) werden im Staatsarchiv Amberg keine eigenen Fonds gebildet. Die dort erwachsenen Unterlagen werden den Beständen des jeweiligen Amtsgerichts zugewiesen.
Das Landgericht Waldsassen wurde zum 2.10.1804 durch Zusammenschluss der bisherigen Richterämter Waldsassen, Mitterteich, Konnersreuth, Hardeck, Waldershof und Wiesau des aufgelösten Klosters Waldsassen errichtet (RBl der Oberpfalz 927-928). Größere Veränderungen in der Zuständigkeit ergaben sich in den Jahren 1830 (Einverleibung des Herrschaftsgerichts Weißenstein; RBl 1049-1050), 1846 (Auflösung der sog. Fraisch mit Zuweisung der Orte Neualbenreuth, Querenbach, Hatzenreuth, Ottengrün, Ernstgründ und Pfudermühle; RBl 577-579) und 1849 (Abtrennung der Gemeinden Bärnhöhe, Friedenfels, Helmbrechts, Hohenhard, Poppenreuth und Voitenthan an das neu errichtete Landgericht Erbendorf; RBl 309-310).
Der Teilbestand "Landgericht ä.O. Justizakten" enthält die beim Landgericht Waldsassen in Justizangelegenheiten bis 1862 angefallenen Unterlagen v.a. aus dem Bereiche Zivilrechtspflege. Diese Unterlagen stammen weitestgehend aus dem bisherigen Pertinenzbestand "Amtsgericht Waldsassen". Die Unterlagen des Landgerichts ä.O. Waldsassen aus dem Bereich des Beurkundungswesens befinden sich im Bestand "Briefprotokolle Waldsassen".
Landgericht ä.O. Waldsassen Justizakten
456
Bestand
Akten
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
26.03.2025, 10:30 AM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Staatsarchiv Amberg (Archivtektonik)
- Beständetektonik des Staatsarchivs Amberg (Archival tectonics)
- II. Neuere Bestände (Behörden und Gerichte des 19. - 21. Jahrhunderts) (Archival tectonics)
- B. Behörden des Königreichs Bayern und des Freistaats Bayern (Archival tectonics)
- 2.) Justiz, Politische Befreiung (Archival tectonics)
- 1. Gerichte vor 1879 (Archival tectonics)
- Landgerichte älterer Ordnung (Justiz, 1802-1862/79) (II.B.2.1.111-212) (Archival tectonics)
- Landgericht ä.O. Waldsassen Justizakten (Archival holding)