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Rosa Geschichten. Schwul-lesbisches Archiv Münster (Bestand)
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Laufzeit: 1954 - 2010 Umfang: 137 Verzeichnungseinheiten (6,4 lfm.) Zitierung: StdAMs, Rosa Geschichten. Schwul-lesbisches Archiv Münster, Nr. ... Bestandsgeschichte: Der Bestand des in ehrenamtlicher Arbeit aufgebauten und betreuten Archivs "Rosa Geschichten. Schwul-lesbisches Archiv Münster" wurde im Mai 2022 aus den Räumen des Kommunikations Centrum Münsterland (KCM) Schwulenzentrum Münster e.V. am Hawerkamp 31 als Depositum an das Stadtarchiv Münster übergeben. Seinen Ursprung hat das Archiv in einer studentischen Initiative zur Erforschung der Schwulenbewegung in Münster unter Beteiligung von Prof. Dr. Bernd-Ulrich Hergemöller, welche 1991 erstmals zusammen kam. Anlass für die Initiative bildete der 20. Jahrestag der Gründung der Homophilen Studentengruppe Münster (HSM) im April 1971 unter maßgeblicher Beteiligung von Reiner Plein. Der Archivarbeitskreis "Rosa Geschichten" hatte sich zum Ziel gesetzt, das vielfältige schwul-lesbische Leben in Münster anhand von vornehmlich schriftlichen Dokumenten aus den tragenden Organisationen zu dokumentieren und diese an einem Ort gebündelt aufzubewahren und zugänglich zu machen. Hierfür wurde Material aus Münster und darüber hinaus zusammen getragen. 2001 wurde die Tätigkeit des Archivarbeitskreises in eine neue organisatorische Form überführt. Zur Absicherung der weiteren Arbeit wurde ein breit aufgestelltes Kuratorium gebildet in welchem unter anderem das KCM, das Lesbenreferat der Fachhochschule, die Münsteraner Abteilung des Lesben- und Schwulenverbands Deutschlands (LSVD), die AIDS-Hilfe Münster und der lesbische Verein LIVAS vertreten sind. Seit Mai 2001 befand sich das Archiv in den Räumlichkeiten des KCM am Haverkamp 31. Zwischenzeitlich war das Archiv "Rosa Geschichten" gemeinsam mit den Materialen der Initiativen schwul-lesbischen Filmreihe Rosa Linse in Räumlichkeiten der Cuba-Kneipe und danach im Cinema an der Warendorfer Straße 45 untergebracht. Ordnung des Bestandes: Der Bestand ist mit zwei Klassifikationen versehen. Die Systematik 1 "Sachliche Gliederung" wurde bei der Erschließung im Stadtarchiv Münster angelegt und gibt quer zu den unterschiedlichen Abgaben an den Verein Auskunft über die Inhalte des Bestandes. Die beiden Kernpunkte bilden die Dokumente aus Gruppen und Initiativen in Münster mit 73 Verzeichnungseinheiten sowie die Sammlung Periodika mit 38 Verzeichnungseinheiten. Hinzu kommen noch 15 Einheiten mit unterschiedlichen thematischen Sammlungen, Sammlungen einzelner Dokumente aus Gruppen und Initiativen aus dem Bundesgebiet sowie Einheiten zur Tätigkeit von Gruppierungen auf Bundesebene, Landeseben sowie Regionen außerhalb Münsters. Die Systematik 2 "Alt-Bestände" ordnet den Bestand nach den von Stefan Sudmann um 2000 gebildeten Unterbeständen (vgl. hierzu: Stefan Sudmann: Das Schwul-lesbische Archiv Münster »Rosa Geschichten«, in Archivpflege in Westfalen-Lippe 60, Münster 2004, S. 24-26). Diese Ordnung findet sich größtenteils auch im Bereich der Alt-Signaturen wieder, die - so vorhanden - in den Verzeichnungseinheiten dokumentiert wurden. Die Alt-Signaturen der Form "I oder II / ... (blau oder rot)" wurden einer bei der Übernahme des Archivs "Rosa Geschichten" noch nicht eingearbeiteten Abgabe des Schwulen- und Lesbenreferat am Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entnommen. Leider ist kein Zugangsbuch oder eine andere Übersicht aller Abgaben an den Verein erhalten. Teilweise konnte jedoch eine Provenienz der Dokumente erschlossen werden. Die Plakate aus dem Bestand wurden der Plakatsammlung des Stadtarchivs hinzugefügt und unter dem Klassifikationspunkt 09. Plakate aus dem Bestand "Rosa Geschichten" mit der Signaturengruppe IX-... verzeichnet. Die Ordnung und Verzeichnung erfolgte im Juni und Juli 2022 durch den archivischen Sachbearbeiter Tino Towara, M.A. Die Verzeichnung der Plakate aus dem Bestand hat Herrn Linus Lux im September, Oktober und November 2022 vorgenommen. Inhalt: Tätigkeit des Arbeitskreis / Archiv Rosa Geschichten (1971-1998), Aktionsgruppe Homosexualität (HSM) in Münster und Homosexuelle Initiative Münster (HIM) 1954, 1971-1987), Schwulenreferat - Schwulen- und Lesbenreferat am AStA der Westfälischen Wilhelms-Universität (1972, 1977-1995), Kommunikation-Centrum Münsterland e.V. (KCM) (1980-2004), Verschiedene Gruppen und Initiativen in Münster (1980-2004), Thematische Sammlungen zu Gruppen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, u.a. Aids, Pädophilie und Sexualstrafrecht, Homosexualität und Kirche (1972-1997), Sammlung von Periodika aus dem Bundesgebiet als auch aus dem Ausland (1971-2010), Verschiedenes (1972-1993). Hinweise zum Inhalt: Der Bestand dokumentiert zum weitaus größten Teil schwule Lebenswelten und konzentriert sich aufgrund seines Entstehungskontextes auf studentische bzw. akademische Perspektiven. Lesbische Lebenswelten finden nur vereinzelt Niederschlag. Literatur: Stefan Sudmann: Das Schwul-lesbische Archiv Münster »Rosa Geschichten«, in Archivpflege in Westfalen-Lippe 60, Münster 2004, S. 24-26. KCM - Schwulenzentrum Münster e.V. (Hrsg.): Münster 1972! Das Booklet zum Dokumentarfilm, Münster 2022. Münster, den 15.06.2022, Tino Towara M.A. Münster, den 15.06.2022, Tino Towara M.A.
Vorwort: Zitierung:
StdAMs, Rosa Geschichten. Schwul-lesbisches Archiv Münster, Nr. ...
Bestandsgeschichte:
Der Bestand des in ehrenamtlicher Arbeit aufgebauten und betreuten Archivs "Rosa Geschichten. Schwul-lesbisches Archiv Münster" wurde im Mai 2022 aus den Räumen des Kommunikations Centrum Münsterland (KCM) Schwulenzentrum Münster e.V. am Hawerkamp 31 als Depositum an das Stadtarchiv Münster übergeben. Seinen Ursprung hat das Archiv in einer studentischen Initiative zur Erforschung der Schwulenbewegung in Münster unter Beteiligung von Prof. Dr. Bernd-Ulrich Hergemöller, welche 1991 erstmals zusammen kam. Anlass für die Initiative bildete der 20. Jahrestag der Gründung der Homophilen Studentengruppe Münster (HSM) im April 1971 unter maßgeblicher Beteiligung von Reiner Plein. Der Archivarbeitskreis "Rosa Geschichten" hatte sich zum Ziel gesetzt, das vielfältige schwul-lesbische Leben in Münster anhand von vornehmlich schriftlichen Dokumenten aus den tragenden Organisationen zu dokumentieren und diese an einem Ort gebündelt aufzubewahren und zugänglich zu machen. Hierfür wurde Material aus Münster und darüber hinaus zusammen getragen.
2001 wurde die Tätigkeit des Archivarbeitskreises in eine neue organisatorische Form überführt. Zur Absicherung der weiteren Arbeit wurde ein breit aufgestelltes Kuratorium gebildet in welchem unter anderem das KCM, das Lesbenreferat der Fachhochschule, die Münsteraner Abteilung des Lesben- und Schwulenverbands Deutschlands (LSVD), die AIDS-Hilfe Münster und der lesbische Verein LIVAS vertreten sind. Seit Mai 2001 befand sich das Archiv in den Räumlichkeiten des KCM am Haverkamp 31. Zwischenzeitlich war das Archiv "Rosa Geschichten" gemeinsam mit den Materialen der Initiativen schwul-lesbischen Filmreihe Rosa Linse in Räumlichkeiten der Cuba-Kneipe und danach im Cinema an der Warendorfer Straße 45 untergebracht.
Ordnung des Bestandes:
Der Bestand ist mit zwei Klassifikationen versehen. Die Systematik 1 "Sachliche Gliederung" wurde bei der Erschließung im Stadtarchiv Münster angelegt und gibt quer zu den unterschiedlichen Abgaben an den Verein Auskunft über die Inhalte des Bestandes. Die beiden Kernpunkte bilden die Dokumente aus Gruppen und Initiativen in Münster mit 73 Verzeichnungseinheiten sowie die Sammlung Periodika mit 38 Verzeichnungseinheiten. Hinzu kommen noch 15 Einheiten mit unterschiedlichen thematischen Sammlungen, Sammlungen einzelner Dokumente aus Gruppen und Initiativen aus dem Bundesgebiet sowie Einheiten zur Tätigkeit von Gruppierungen auf Bundesebene, Landeseben sowie Regionen außerhalb Münsters.
Die Systematik 2 "Alt-Bestände" ordnet den Bestand nach den von Stefan Sudmann um 2000 gebildeten Unterbeständen (vgl. hierzu: Stefan Sudmann: Das Schwul-lesbische Archiv Münster »Rosa Geschichten«, in Archivpflege in Westfalen-Lippe 60, Münster 2004, S. 24-26). Diese Ordnung findet sich größtenteils auch im Bereich der Alt-Signaturen wieder, die - so vorhanden - in den Verzeichnungseinheiten dokumentiert wurden. Die Alt-Signaturen der Form "I oder II / ... (blau oder rot)" wurden einer bei der Übernahme des Archivs "Rosa Geschichten" noch nicht eingearbeiteten Abgabe des Schwulen- und Lesbenreferat am Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entnommen. Leider ist kein Zugangsbuch oder eine andere Übersicht aller Abgaben an den Verein erhalten. Teilweise konnte jedoch eine Provenienz der Dokumente erschlossen werden.
Die Plakate aus dem Bestand wurden der Plakatsammlung des Stadtarchivs hinzugefügt und unter dem Klassifikationspunkt 09. Plakate aus dem Bestand "Rosa Geschichten" mit der Signaturengruppe IX-... verzeichnet.
Die Ordnung und Verzeichnung erfolgte im Juni und Juli 2022 durch den archivischen Sachbearbeiter Tino Towara, M.A. Die Verzeichnung der Plakate aus dem Bestand hat Herrn Linus Lux im September, Oktober und November 2022 vorgenommen.
Inhalt:
Tätigkeit des Arbeitskreis / Archiv Rosa Geschichten (1971-1998), Aktionsgruppe Homosexualität (HSM) in Münster und Homosexuelle Initiative Münster (HIM) 1954, 1971-1987), Schwulenreferat - Schwulen- und Lesbenreferat am AStA der Westfälischen Wilhelms-Universität (1972, 1977-1995), Kommunikation-Centrum Münsterland e.V. (KCM) (1980-2004), Verschiedene Gruppen und Initiativen in Münster (1980-2004), Thematische Sammlungen zu Gruppen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, u.a. Aids, Pädophilie und Sexualstrafrecht, Homosexualität und Kirche (1972-1997), Sammlung von Periodika aus dem Bundesgebiet als auch aus dem Ausland (1971-2010), Verschiedenes (1972-1993).
Hinweise zum Inhalt:
Der Bestand dokumentiert zum weitaus größten Teil schwule Lebenswelten und konzentriert sich aufgrund seines Entstehungskontextes auf studentische bzw. akademische Perspektiven. Lesbische Lebenswelten finden nur vereinzelt Niederschlag.
Literatur:
Stefan Sudmann: Das Schwul-lesbische Archiv Münster »Rosa Geschichten«, in Archivpflege in Westfalen-Lippe 60, Münster 2004, S. 24-26.
KCM - Schwulenzentrum Münster e.V. (Hrsg.): Münster 1972! Das Booklet zum Dokumentarfilm, Münster 2022.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.