Der Spitalmeister des Katharinenspitals Esslingen, der Schultheiß und das Gericht der von Zell und Altbach haben sich vorbehaltlich der Zustimmung durch den Esslinger Rat und den Adelberger Klosterverwalter (der am 6. September 1687 die herzogliche Ratifikationserlaubnis erhalten hat) in Anbetracht des Umstands, dass mehrere Weingärten des Spitals in Zell und Altbach seit 1634 brach liegen, auf folgende Vereinbarung verständigt: die genannten Weingärten sollen im nächsten Jahr (1678!) wieder bebaut werden und dem Spital anstelle der bisherigen Abgaben vier Imi Weins je Morgen Land gereicht werden, sobald die Weingärten einen Ertrag abwerfen. Sollte dieser in einem Jahr dafür nicht hinreichen, kann im folgenden Jahr ein Ausgleich erfolgen. Damit sollen alle Weinabgaben abgegolten sein. Allerdings sind von den Inhabern der Weingärten in Zukunft alle Steuern und Abgaben allein und ohne einen Beitrag des Spitals zu entrichten. Sollte von diesen Weingärten wieder ein Anteil brach liegen, ist das Spital berechtigt, dort in der Folge nach seinem Belieben entweder die alte Regelung wieder in Kraft zu setzen oder die neue beizubehalten.
Vollständigen Titel anzeigen
Der Spitalmeister des Katharinenspitals Esslingen, der Schultheiß und das Gericht der von Zell und Altbach haben sich vorbehaltlich der Zustimmung durch den Esslinger Rat und den Adelberger Klosterverwalter (der am 6. September 1687 die herzogliche Ratifikationserlaubnis erhalten hat) in Anbetracht des Umstands, dass mehrere Weingärten des Spitals in Zell und Altbach seit 1634 brach liegen, auf folgende Vereinbarung verständigt: die genannten Weingärten sollen im nächsten Jahr (1678!) wieder bebaut werden und dem Spital anstelle der bisherigen Abgaben vier Imi Weins je Morgen Land gereicht werden, sobald die Weingärten einen Ertrag abwerfen. Sollte dieser in einem Jahr dafür nicht hinreichen, kann im folgenden Jahr ein Ausgleich erfolgen. Damit sollen alle Weinabgaben abgegolten sein. Allerdings sind von den Inhabern der Weingärten in Zukunft alle Steuern und Abgaben allein und ohne einen Beitrag des Spitals zu entrichten. Sollte von diesen Weingärten wieder ein Anteil brach liegen, ist das Spital berechtigt, dort in der Folge nach seinem Belieben entweder die alte Regelung wieder in Kraft zu setzen oder die neue beizubehalten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, {U 126 = H 102/1 Bd. 76 und 78 Bl. 149v-152v, Bd. 77 Bl. 119v-121v, H 102/8
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 102/1 Geistliche Lagerbücher: Kloster Adelberg
Geistliche Lagerbücher: Kloster Adelberg >> 7. Inserierte Urkunden aus den Lagerbüchern H 102/1 Bd. 1 - 156 - Kloster Adelberg -
1689 September 20
Urkunden
Deutsch
Siegler: Stadt Esslingen; Spital Esslingen; Christoph Meyer, Klosterverwalter zu Adelberg
Überlieferungsart: Abschrift
Überlieferungsart: Abschrift
Meyer, Christof
Altbach ES
Esslingen am Neckar ES; Reichsstadt
Esslingen am Neckar ES; Spital
Zell : Esslingen am Neckar ES
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:32 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Selekte (Tektonik)
- Altwürttembergische Lagerbücher (Tektonik)
- Hauptreihen des Kammer- und Kirchenguts (Tektonik)
- Geistliche Lagerbücher der Kirchengutsverwaltung (gesamt) (Tektonik)
- Geistliche Lagerbücher: Kloster Adelberg (Bestand)
- 7. Inserierte Urkunden aus den Lagerbüchern H 102/1 Bd. 1 - 156 - Kloster Adelberg - (Gliederung)