Testament
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 0842
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 2 Testamente
1609 September 22, Freitag
Regest: Ludwig Ömer, Bürger und derzeit Karcherzunftmeister in des heil. röm. Reichs Stadt Reutlingen, erklärt seinen letzten Willen. Erstlich bezeugt er sich in wahrem christlichem Glauben und befiehlt seine Seele Gott und seinen Körper einem Begräbnis nach christlicher Ordnung. Zum andern: da er von seiner Hausfrau selig nur noch ein Kind, Johannes, am Leben hat, so bestimmt er, daß die Hälfte seiner Habe auf die Erben seiner Mutter Catharina selig als Geschwister fallen soll. Von seiner Stiefmutter ist ihm wenig Lieb und Treu erzeigt worden. Jedoch sollen seinem Vater Jacob Ömer, solang er lebt, 50 Gulden, von beiderseits Erben je 25 Gulden, gereicht werden, damit er seine Mühle bessern möge. Er behält sich vor, diesen seinen letzten Willen jederzeit zu ändern oder abzutun. Wenn er bei seinen Lebzeiten zu diesem Testament einen Zettel oder Handschrift legen lassen würde, so solle das ebenfalls Kraft haben.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Außenseite: publiciert 1. November 1609.
Von anderer Hand ist beigefügt, daß am 25. September stylo antiquo 1609 die genannten Zeugen vor den Herren Geheimen auf der Bürgerstube erschienen sind und gebeten haben, das Testament in der Kanzlei zu verwahren und zu seiner Vollstreckung nach Ömers Ableben behilflich zu sein.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Außenseite: publiciert 1. November 1609.
Von anderer Hand ist beigefügt, daß am 25. September stylo antiquo 1609 die genannten Zeugen vor den Herren Geheimen auf der Bürgerstube erschienen sind und gebeten haben, das Testament in der Kanzlei zu verwahren und zu seiner Vollstreckung nach Ömers Ableben behilflich zu sein.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Zeugen: M. Heinrich Weißkircher, Pfarrherr zu Reutlingen
Johann Ditzinger, Zusprecher (= Leichenbesorger)
Stoffel Grötzinger, Goldschmied
Eustachius Vietz, Papierer
Johann Salb, Goldschmied
Johann Khuon
alle Bürger zu Reutlingen
Johann Khuon beurkundet, daß das Testament in seiner Behausung bei der oberen Pfarrkirche errichtet worden ist
Genetisches Stadium: Or.
Johann Ditzinger, Zusprecher (= Leichenbesorger)
Stoffel Grötzinger, Goldschmied
Eustachius Vietz, Papierer
Johann Salb, Goldschmied
Johann Khuon
alle Bürger zu Reutlingen
Johann Khuon beurkundet, daß das Testament in seiner Behausung bei der oberen Pfarrkirche errichtet worden ist
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ