Klage wegen unbefugter Appellation des Melchior Bockum und des Antonius Wiedenfelt an den Nuntius und Dr. Reckh als angeordneten Kommissar von einem Urteil des Offizials in Köln in einem Streit um Pachtforderungen für fünf Morgen Land. Christian Heimbach hatte 1601 als Erbe des Dr. Jakob Sinsteden gegen dessen Pächter Johann Schunck vor dem dompropsteilichen Gericht in Köln geklagt. Seitens der Mitbeklagten wird die Erbberechtigung des Klägers bestritten.
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Klage wegen unbefugter Appellation des Melchior Bockum und des Antonius Wiedenfelt an den Nuntius und Dr. Reckh als angeordneten Kommissar von einem Urteil des Offizials in Köln in einem Streit um Pachtforderungen für fünf Morgen Land. Christian Heimbach hatte 1601 als Erbe des Dr. Jakob Sinsteden gegen dessen Pächter Johann Schunck vor dem dompropsteilichen Gericht in Köln geklagt. Seitens der Mitbeklagten wird die Erbberechtigung des Klägers bestritten.
AA 0627, 2456 - H 842/2629
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1617 - 1619 (1608 - 1618)
Enthaeltvermerke: Kläger: Christian von Heimbach, fürstlich berg. Kellner zu Bensberg (Hzm. Berg, Amt Porz; Rheinisch-Bergischer Kr.) Beklagter: Apostolischer Nuntius für den niederländisch-rheinischen Bezirk Antonius „episcopus vigiliarum des Stuels zu Rohm“ und Konsorten: Dr. Hermann Reckh, Kanoniker von St. Andreas, Melchior Bockum und Antonius Wiedenfelt, beide Ratsmitglieder der Stadt Köln Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröder 1617 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Christoph Riecker 1617 Prozeßart: Mandati cassatorii et inhibitorii sine clausula Instanzen: RKG 1617 - 1619 (1608 - 1618) Beschreibung: 2 cm, 34 Bl., gebunden; Q 1 - 9.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:33 MESZ