Transkription Interview mit Georg Meistermann (16.06.1911, Solingen - 12.06.1990, Köln), Künstler
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Na 144, Na 108 - 2
Vorl. Nr.: 146
Na 144 Sammlung Zeitzeugenberichte (Interviews)
Sammlung Zeitzeugenberichte (Interviews)
1984
Enthält: Einleitende Worte von Dieter Siebenborn mit biographischen Angaben und Zitaten aus autobiographischen Angaben Meistermanns; Gesprächsinhalte: Schulzeit, Bekanntschaft zu Bibliothekar Dr. Kemp (damaliger Leiter der Stadtbücherei), Hilfe des Pastors Brochhaus zur Vermeidung des Einzugs vom Militärdienst während des Dritten Reiches; Bekanntschaft zu jüdischen Mitgliedern der Lesegesellschaft (für die er Plakate erstellte): Markus Schott (Chefarzt Klinikum), Alexander Coppel, Emil Cronenberg; Erzählungen über den Umgang mit Schott, Cronenberg und Coppel ab 1933 in der Solinger Gesellschaft und während der Pogromnacht 1938; Umgang von Vertretern des NS-Regimes mit ihm persönlich: Bürgermeister Bruckmann Metzger Ern (Hauptstraße), Umgang / Versuch des Anwerbens Meistermann zur Mitarbeit in der Kommunalverwaltung durch Hr. Strasse (Kulturamt); Tätigkeit als Zeichenlehrer am Gymnasium Schwertstraße und seine Unterrichtsgestaltung: Unterricht über "entartete Kunst", Auseinandersetzung mit Schüler, der der HJ angehörte und anschließende Kündigung, Verhältnis zum Kollegium (z.T. mit liberalen Ansichten und Unterrichtsgestaltung); Widerstand in SG; Nicht erfolgter Erschießungsbefehl gegen ihn und seine Familie, Repressalien durch Gestapo / SS (Hausbesuche); Kriegsende: erster Kontakt mit amerikanischer Besatzung, Festnahmen von Soldaten in Solingen, Einmarsch der Truppen, erste Zeit nach der Besatzung und Verhaftungen der Täter der Verbrechen während der Pogromnacht etc.; Erlebnisse in der unmittelbaren Nachkriegszeit mit Tätigkeiten für die Besatzung (Hilfe bei Deserteur-Prozess); Verhinderung eines Raubes der Orchesterinstrumente und Verbringung von Kirschheide in die noch intakte Stadthalle, Orchesteraufbau, Anwerbung des Dirigenten Hr. Siegel aus Köln, des Kammersänger Ludwig und Ludwig Hoelscher
AV - V 050, AV - K 230/01-02
Archivale
Name: Meistermann, Georg
Interviewer: Siebenborn, Dieter
Interviewer: Siebenborn, Dieter
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:15 MEZ