Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass sich zwischen Bürgermeister und Rat zu Landau einerseits und Michel Müller von Mosbach, seiner Ehefrau Elisabeth und ihren Söhnen Hans und Erhard andererseits Irrungen gehalten haben. Zum heutigen Tag hat er persönlich mit seinen Räten die Parteien verhört, die ihm die Sache zum gütlichen Entscheid anheimgestellt haben. Kurfürst Philipp entscheidet, nachdem der aus der Gefangenschaft [von Michael] erwachsene Unwille weitere Mühe und Arbeit nach sich zöge, dass beide Seiten von Irrungen und Unwillen gegeneinander ablassen sollen, keine die andere Seite wegen der Sache mit Wort oder Werk beirren, sich rächen oder Ansprüche und Forderungen inner- oder außerhalb des Rechts stellen soll. Die Bürgen, die sich wegen der Gefangenschaft verpflichtet haben, sind von ihren Verpflichtungen ledig zu sagen. Damit sollen die Parteien, die den Entscheid angenommen haben, gänzlich geschlichtet sein.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass sich zwischen Bürgermeister und Rat zu Landau einerseits und Michel Müller von Mosbach, seiner Ehefrau Elisabeth und ihren Söhnen Hans und Erhard andererseits Irrungen gehalten haben. Zum heutigen Tag hat er persönlich mit seinen Räten die Parteien verhört, die ihm die Sache zum gütlichen Entscheid anheimgestellt haben. Kurfürst Philipp entscheidet, nachdem der aus der Gefangenschaft [von Michael] erwachsene Unwille weitere Mühe und Arbeit nach sich zöge, dass beide Seiten von Irrungen und Unwillen gegeneinander ablassen sollen, keine die andere Seite wegen der Sache mit Wort oder Werk beirren, sich rächen oder Ansprüche und Forderungen inner- oder außerhalb des Rechts stellen soll. Die Bürgen, die sich wegen der Gefangenschaft verpflichtet haben, sind von ihren Verpflichtungen ledig zu sagen. Damit sollen die Parteien, die den Entscheid angenommen haben, gänzlich geschlichtet sein.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 204
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1497 Mai 27 (uff den syben und zwentzigsten tag may)
fol. 245r-245v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Kopfregest: "Vertragk zuschen burgermeister und rate zu Landawe und Michell Müllern von Mosbach Elisabeth Hansen und Erharten iren sonen".
Elisabeth; m. Michael Müller von Mosbach, erw. 1497
Müller, Erhard; Sohn des Michael Müller von Mosbach, erw. 1497
Müller, Hans; Sohn des Michael Müller von Mosbach, erw. 1497
Müller, Michael, von Mosbach; erw. 1486
Landau LD
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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