Künftige Aufgaben in der politischen Bildung
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D611001/105
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1961 >> Januar
7. Januar 1961
(O-Ton) Arnold Bergsträsser, Dr., Prof. für Wissenschaftliche Politik und Soziologie, Freiburg: In einem freiheitlichen Rechtsstaat sollte politische Bildung selbstverständlich sein / Die ständige Frage danach zeigt, dass es darum noch nicht zum besten steht / Die Gegner eines aktiven bürgerlichen anteilnehmenden Interesses an der Politik bringen angeblich der politischen Bildung noch immer eine skeptische Haltung entgegen / Er will diese Frage nicht entscheiden / Aber Bürger eines freiheitlichen Rechtsstaates, die nicht wissen, warum sie mit Herz und Verstand an der Zukunft dieses Staatswesens und seiner Gesellschaft interessiert sind, taugen nicht für die Erhaltung, Fortbildung und Ausbreitung der Freiheit / Wichtig ist es, ein selbständiges Urteil in politischen Fragen bilden zu können / Der Staatsbürger ist vernünftiger und denkt tiefer, als wir gemeinhin annehmen / Nur wenn wir von Jugend auf Begriffe haben, an denen sich unsere politische und soziale Erfahrung ankristallisieren kann, werden wir uns fühlend, denkend und handelnd am politischen Schicksal und am Weg in unsere Zukunft beteiligen können / Eine freie rechtsstaatliche Gesellschaft bedarf einer Pyramide der öffentlichen Meinung, die ein breites Fundament im Volke hat / 5'39)
0:07:13; 0'07
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Bildung, politische
Bürger
Freiheit
Staat: Rechtsstaat
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ