Michel Klein von Blönried bekennt, daß Jos [Bentelin], Abt von Weingarten, ihm, seiner Ehefrau Else Schöfferlin und ihren Kindern auf Lebenszeit die Güter in Blönried verliehen hat, die zuvor Ulrich Schöfferlin, Schwiegervater ("Sweher") des Ausstellers, innehatte. Die Beliehenen müssen die Güter persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen sie nicht schlaizen und nichts daraus entfremden. Jährlich geben sie als Zins und Hubgeld zu Martini je 4 1/2 Scheffel Vesen und Hafer sowie 31 ß d Ravensburger Maßes und Währung, ferner 60 Eier, 5 Herbsthühner und 2 Fasnachthennen. Sie verlieren die Güter bei Verstoß gegen die Leihebedingungen, Flucht oder Ungehorsam sowie Eingehen einer Ungenossamenehe. Beim Abgang lassen sie Dritteil und Heurichte zurück. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht. Ulrich Schöfferlin bekennt, daß er die beiden Güter dem Abt aufgegeben hat.
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Michel Klein von Blönried bekennt, daß Jos [Bentelin], Abt von Weingarten, ihm, seiner Ehefrau Else Schöfferlin und ihren Kindern auf Lebenszeit die Güter in Blönried verliehen hat, die zuvor Ulrich Schöfferlin, Schwiegervater ("Sweher") des Ausstellers, innehatte. Die Beliehenen müssen die Güter persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen sie nicht schlaizen und nichts daraus entfremden. Jährlich geben sie als Zins und Hubgeld zu Martini je 4 1/2 Scheffel Vesen und Hafer sowie 31 ß d Ravensburger Maßes und Währung, ferner 60 Eier, 5 Herbsthühner und 2 Fasnachthennen. Sie verlieren die Güter bei Verstoß gegen die Leihebedingungen, Flucht oder Ungehorsam sowie Eingehen einer Ungenossamenehe. Beim Abgang lassen sie Dritteil und Heurichte zurück. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht. Ulrich Schöfferlin bekennt, daß er die beiden Güter dem Abt aufgegeben hat.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 407
fasc. 017 n. 02
B 522 II U 0318
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
am fritag nach sant Barthlomeus tag
25,8 x 30,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Michel Klein von Blönried
Empfänger: Jos [Bentelin], Abt von Weingarten
Siegler: Kaspar von Buchen, des Reichs Frei Landrichter
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Empfänger: Jos [Bentelin], Abt von Weingarten
Siegler: Kaspar von Buchen, des Reichs Frei Landrichter
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Bentelin von Ravensburg, Jodok; Abt von Weingarten
Buchen, Kaspar von; Landrichter
Klein, Else
Kremsier
Schöfferlin, Else
Schöfferlin, Ulrich
Weingarten, Jodok Bentelin; Abt
Blönried : Aulendorf RV; Einwohner
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Währung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
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