Deutsche Polizeidienststellen in Jugoslawien (Bestand)
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BArch R 70-JUGOSLAWIEN
call number: R 70-JUGOSLAWIEN
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Inneres, Gesundheit, Polizei und SS, Volkstum
1941-1945 (1952-1953)
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Das Schriftgut des BdS Belgrad ist vermutlich zum großen Teil beim Abzug der deutschen Truppen 1944 vernichtet worden. Reste unbekannten Umfangs fielen jedoch in die Hand jugoslawischer Stellen und gelangten in das Archiv der Direktion für Staatssicherheit im jugoslawischen Innenministerium. Von dort wurden einige ausgewählte Akten 1953 über die jugoslawische Botschaft in Bonn der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Köln für das Strafverfahren gegen den Leiter der Dienststelle, SS-Ober-Führer und Oberst der Polizei Dr. Emanuel Schäfer, zur Verfügung gestellt. Die Staatsanwaltschaft gab dem Bundesarchiv Gelegenheit, vor Rückgabe der Akten an die Botschaft einen Mikrofilm herzustellen. Die davon gefertigten Rückvergrößerungen bilden den Bestand.
Archivische Bearbeitung
Das vorliegende Findbuch basiert auf dem von Dr. Heinz Boberach 1962 in der Dienststelle Koblenz des Bundesarchivs erstellten vorläufigen Findbuch.
Inhaltliche Charakterisierung: Höherer SS- und Polizeiführer (2), Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD (3), Befehlshaber der Ordnungspolizei Alpenland (18), Befehlshaber der Ordnungspolizei in Kroatien (3), Befehlshaber der Ordnungspolizei in Kroatien (3)
Erschließungszustand: Findbuch 1962, Findbuch 2006 (online)
Zitierweise: BArch R 70-JUGOSLAWIEN/...
Das Schriftgut des BdS Belgrad ist vermutlich zum großen Teil beim Abzug der deutschen Truppen 1944 vernichtet worden. Reste unbekannten Umfangs fielen jedoch in die Hand jugoslawischer Stellen und gelangten in das Archiv der Direktion für Staatssicherheit im jugoslawischen Innenministerium. Von dort wurden einige ausgewählte Akten 1953 über die jugoslawische Botschaft in Bonn der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Köln für das Strafverfahren gegen den Leiter der Dienststelle, SS-Ober-Führer und Oberst der Polizei Dr. Emanuel Schäfer, zur Verfügung gestellt. Die Staatsanwaltschaft gab dem Bundesarchiv Gelegenheit, vor Rückgabe der Akten an die Botschaft einen Mikrofilm herzustellen. Die davon gefertigten Rückvergrößerungen bilden den Bestand.
Archivische Bearbeitung
Das vorliegende Findbuch basiert auf dem von Dr. Heinz Boberach 1962 in der Dienststelle Koblenz des Bundesarchivs erstellten vorläufigen Findbuch.
Inhaltliche Charakterisierung: Höherer SS- und Polizeiführer (2), Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD (3), Befehlshaber der Ordnungspolizei Alpenland (18), Befehlshaber der Ordnungspolizei in Kroatien (3), Befehlshaber der Ordnungspolizei in Kroatien (3)
Erschließungszustand: Findbuch 1962, Findbuch 2006 (online)
Zitierweise: BArch R 70-JUGOSLAWIEN/...
36 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Zusätzlich sind folgende Bundesarchivbestände zu berücksichtigen: R 19 Hauptamt Ordnungspolizei, R 58 Reichssicherheitshauptamt, R t
R 9203 Deutsche Gesandtschaft in Belgrad, R 9223 Deutsche Gesandtschaft in Zagreb und NS 7 SS- und Polizeigerichtsbarkeit
Personenbezogene Unterlagen von Angehörigen der Polizeidienststellen und Einheiten sind in den Beständen des ehem. "Berlin Document Center" (R 9361) und des "NS-Archivs des Ministeriums der Staatssicherheit der DDR" (R 9355) zu ermitteln. Für eine Recherche in diesen Unterlagen stehen Datenbanken zur Verfügung, die über Namen, Vornamen und Geburtsdatum sowie provenienzbezogen abrufbar sind.
Literatur: Erpenbeck, Dirk Gerd: Serbien 1941. Deutsche Militärverwaltung und serbischer Widerstand, Osnabrück 1976;
Hory, Ladislaus; Broszat, Martin: Der kroatische Ustascha-Staat 1941-1945, Stuttgart 1964;
Die Okkupationspolitik des deutschen Faschismus in Jugoslawien, Griechenland, Albanien, Italien und Ungarn 1941-1945, hrsg. v. Martin Seckendorf, Berlin 1992;
Wehler, Hans-Ulrich: "Reichsfestung Belgrad" - Nationalsozialistische "Raumordnung" in Südosteuropa, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 1 (1963), S. 74-86.
R 9203 Deutsche Gesandtschaft in Belgrad, R 9223 Deutsche Gesandtschaft in Zagreb und NS 7 SS- und Polizeigerichtsbarkeit
Personenbezogene Unterlagen von Angehörigen der Polizeidienststellen und Einheiten sind in den Beständen des ehem. "Berlin Document Center" (R 9361) und des "NS-Archivs des Ministeriums der Staatssicherheit der DDR" (R 9355) zu ermitteln. Für eine Recherche in diesen Unterlagen stehen Datenbanken zur Verfügung, die über Namen, Vornamen und Geburtsdatum sowie provenienzbezogen abrufbar sind.
Literatur: Erpenbeck, Dirk Gerd: Serbien 1941. Deutsche Militärverwaltung und serbischer Widerstand, Osnabrück 1976;
Hory, Ladislaus; Broszat, Martin: Der kroatische Ustascha-Staat 1941-1945, Stuttgart 1964;
Die Okkupationspolitik des deutschen Faschismus in Jugoslawien, Griechenland, Albanien, Italien und Ungarn 1941-1945, hrsg. v. Martin Seckendorf, Berlin 1992;
Wehler, Hans-Ulrich: "Reichsfestung Belgrad" - Nationalsozialistische "Raumordnung" in Südosteuropa, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 1 (1963), S. 74-86.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ