Gutsarchiv von Schwartz-Merckel (Urkunden) (Bestand)
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L 4 K
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.3. Organisationen, Güter, Familien, Personen >> 1.3.3. Guts-, Hofes- und Familienarchive
1348-1685
Urkunden: Belehnungen, Pfandschaften, Rechte, fast ausschließlich in Lippe, insbesondere um Detmold für die Familien von Schwartz, Niemeyer, Merckel.
Form und Inhalt: Vorbemerkung
Die Familie von Schwartz (Schwarz) zu Braunenbruch (Detmold) gehörte zur lippischen und Paderborner Ministerialität und ist den Burgmannengeschlechtern des Hauses Detmold zuzurechnen (vgl. Lipp. Regesten 1306/1350). Das Wappen der Familie zeigt in Gold eine schwarze fünfblättrige Rose.
Am 01.08.1348 erlaubte Edelherr Otto zur Lippe Alrad (Alhard) dem Swarten das Haus und die Feste, die später den Namen Braunenbruch führte, zu errichten (vgl. L 4 K Nr. 1 Kopie des 17. Jahrhunderts). Damit setzt auch die erhaltene Urkundenüberlieferung der Familie ein, die erstmals zu Ende des 16. Jahrhunderts vom lippischen Landdrost Adolf (Alf) Schwartz gesammelt wurde (Kopialbuch aus den Jahren 1584/87, L 114 v. Schwartz Nr. 402). Von dieser Zeit an hat sich auch eine doch recht spärliche Aktenüberlieferung erhalten, die wohl von den Hofrichtern Simon (+ 1629) und Adolf Johann Schwartz (+ 1656) geordnet wurde. Unter den Nachkommen, die ihren ständigen Wohnsitz in der Grafschaft Lippe aufgaben, geriet das Privatarchiv in Unordnung (abgesehen von den Lehnsakten). Im Jahre 1716 starb mit Adolf Viktor von Schwartz die Familie aus und ihr verschuldeter Gutsbesitz in Braunenbruch sowie in und um Detmold gelangte im Erbgang an die Familie von Schele zu Schelenburg (zur Familiengeschichte vgl. Julius Graf von Oeynhausen: Die Familie Schwartz von Braunenbruch in: Blätter für lippische Heimatkunde 4. Jg. Nr. 3, 1903).
Das durch den Heimfall der Lehen verkleinerte Gut Braunenbruch wurde bald darauf von der Familie Niemeyer käuflich erworben und zählte damit zu dem beachtlichen Güterbesitz der Familien Hornhardt-Niemeyer im Lippischen. Das erklärt auch das Vorhandensein einiger Akten, die das Gut Herberhausen (Detmold) betreffen. 1802 erwarb Philipp August Merkel das Gut. Merkel gewann im Fürstentum Lippe durch seine landwirtschaftliche Gutachtertätigkeit an Bedeutung. Eine Reihe seiner Gutachten und Taxationen hat sich im Gutsarchiv erhalten. Seine Nachkommen verkauften das Schloß und Gut Braunenbruch 1966 an die Stadt Detmold.
Schon vorher (vor 1950 und nochmals Teile im Jahre 1957) war das Gutsarchiv als Depositum in das lippische Landesarchiv gelangt, jedoch ohne die Akten des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts.
Ordnungszustand und Verzeichnung.
Abgesehen von chronologischen Zählungen wurde bei den Urkunden keine ältere Systematisierung festgestellt. Die chronologische Reihung wurde im Urkundenbestand beibehalten, im Verzeichnis jedoch die Regesten der in den beiden Kopialbüchern aufgeführten Urkunden eingeschoben.
So verweist die Signatur L 114 v. Schwartz Nr. 402 im Urkundenrepertorium auf: "Schwartzen zum Braunenbruch Kopialbuch ..." angelegt von Adolf Schwartz zwischen 1584/1587. Die zweite Zahl verweist auf die Urkundennummerierung in diesem Kopialbuch. Die Signatur L 114 v. Schwartz Nr. 404 im Urkundenrepertorium bezieht sich auf das Kopialbuch der Urkunden, die Adolf Johann Schwartz 1642 beim lippischen Hofgericht hinterlegt hatte. Wieder zeigt die zweite Zahl die Nummerierung im Kopialbuch an.
Reste älterer Ordnungsversuche ließen sich bei den Akten wohl erkennen, jedoch war der Hauptbestand völlig durcheinandergeraten. Anhand gewisser erkennbarer Sach- oder Betreffaktenansätze ist im Archiv schon einmal eine Verzeichnung angefangen worden, die z. T. übernommen werden konnte. Einige Unterschiede in der Titel-aufnahme konnten aber daher nicht vermieden werden. Für den ungeordneten Hauptbestand wurden völlig neue Sach- und Betreffakten gebildet. Zwischen den Archivalien der verschiedenen Besitzerfamilien wurde kein Unterschied gemacht, obwohl Akten aus der Zeit der von Schele und Niemeyer nur spärlich erhalten sind. Aber schon zur Zeit der Familie Merkel müssen ältere Aktenbündel fortbenutzt worden sein.
Der Urkundenbestand ist zu zitieren: L 4 K Nr. ...
(Die Kopialbücher befinden sich im Aktenbestand).
Der Aktenbestand ist zu zitieren: L 114 v. Schwartz Nr. ...
Detmold, April 1971
(Sagebiel)
Form und Inhalt: Vorbemerkung
Die Familie von Schwartz (Schwarz) zu Braunenbruch (Detmold) gehörte zur lippischen und Paderborner Ministerialität und ist den Burgmannengeschlechtern des Hauses Detmold zuzurechnen (vgl. Lipp. Regesten 1306/1350). Das Wappen der Familie zeigt in Gold eine schwarze fünfblättrige Rose.
Am 01.08.1348 erlaubte Edelherr Otto zur Lippe Alrad (Alhard) dem Swarten das Haus und die Feste, die später den Namen Braunenbruch führte, zu errichten (vgl. L 4 K Nr. 1 Kopie des 17. Jahrhunderts). Damit setzt auch die erhaltene Urkundenüberlieferung der Familie ein, die erstmals zu Ende des 16. Jahrhunderts vom lippischen Landdrost Adolf (Alf) Schwartz gesammelt wurde (Kopialbuch aus den Jahren 1584/87, L 114 v. Schwartz Nr. 402). Von dieser Zeit an hat sich auch eine doch recht spärliche Aktenüberlieferung erhalten, die wohl von den Hofrichtern Simon (+ 1629) und Adolf Johann Schwartz (+ 1656) geordnet wurde. Unter den Nachkommen, die ihren ständigen Wohnsitz in der Grafschaft Lippe aufgaben, geriet das Privatarchiv in Unordnung (abgesehen von den Lehnsakten). Im Jahre 1716 starb mit Adolf Viktor von Schwartz die Familie aus und ihr verschuldeter Gutsbesitz in Braunenbruch sowie in und um Detmold gelangte im Erbgang an die Familie von Schele zu Schelenburg (zur Familiengeschichte vgl. Julius Graf von Oeynhausen: Die Familie Schwartz von Braunenbruch in: Blätter für lippische Heimatkunde 4. Jg. Nr. 3, 1903).
Das durch den Heimfall der Lehen verkleinerte Gut Braunenbruch wurde bald darauf von der Familie Niemeyer käuflich erworben und zählte damit zu dem beachtlichen Güterbesitz der Familien Hornhardt-Niemeyer im Lippischen. Das erklärt auch das Vorhandensein einiger Akten, die das Gut Herberhausen (Detmold) betreffen. 1802 erwarb Philipp August Merkel das Gut. Merkel gewann im Fürstentum Lippe durch seine landwirtschaftliche Gutachtertätigkeit an Bedeutung. Eine Reihe seiner Gutachten und Taxationen hat sich im Gutsarchiv erhalten. Seine Nachkommen verkauften das Schloß und Gut Braunenbruch 1966 an die Stadt Detmold.
Schon vorher (vor 1950 und nochmals Teile im Jahre 1957) war das Gutsarchiv als Depositum in das lippische Landesarchiv gelangt, jedoch ohne die Akten des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts.
Ordnungszustand und Verzeichnung.
Abgesehen von chronologischen Zählungen wurde bei den Urkunden keine ältere Systematisierung festgestellt. Die chronologische Reihung wurde im Urkundenbestand beibehalten, im Verzeichnis jedoch die Regesten der in den beiden Kopialbüchern aufgeführten Urkunden eingeschoben.
So verweist die Signatur L 114 v. Schwartz Nr. 402 im Urkundenrepertorium auf: "Schwartzen zum Braunenbruch Kopialbuch ..." angelegt von Adolf Schwartz zwischen 1584/1587. Die zweite Zahl verweist auf die Urkundennummerierung in diesem Kopialbuch. Die Signatur L 114 v. Schwartz Nr. 404 im Urkundenrepertorium bezieht sich auf das Kopialbuch der Urkunden, die Adolf Johann Schwartz 1642 beim lippischen Hofgericht hinterlegt hatte. Wieder zeigt die zweite Zahl die Nummerierung im Kopialbuch an.
Reste älterer Ordnungsversuche ließen sich bei den Akten wohl erkennen, jedoch war der Hauptbestand völlig durcheinandergeraten. Anhand gewisser erkennbarer Sach- oder Betreffaktenansätze ist im Archiv schon einmal eine Verzeichnung angefangen worden, die z. T. übernommen werden konnte. Einige Unterschiede in der Titel-aufnahme konnten aber daher nicht vermieden werden. Für den ungeordneten Hauptbestand wurden völlig neue Sach- und Betreffakten gebildet. Zwischen den Archivalien der verschiedenen Besitzerfamilien wurde kein Unterschied gemacht, obwohl Akten aus der Zeit der von Schele und Niemeyer nur spärlich erhalten sind. Aber schon zur Zeit der Familie Merkel müssen ältere Aktenbündel fortbenutzt worden sein.
Der Urkundenbestand ist zu zitieren: L 4 K Nr. ...
(Die Kopialbücher befinden sich im Aktenbestand).
Der Aktenbestand ist zu zitieren: L 114 v. Schwartz Nr. ...
Detmold, April 1971
(Sagebiel)
123 Urkunden 1348-1685. - Findbuch: L 4 K.
Bestand
German
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 2:00 PM CET
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