Deutschordensherrschaft Hohenfels: Akten und Bände (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 160 T 3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Hohenzollerische Bestände >> Grafschaft Sigmaringen und souveränes Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen >> Säkularisierte Klöster und Stifte >> Deutschordensherrschaft Hohenfels
1420, 1533-1808
Überlieferungsgeschichte
Behördengeschichte
Die Deutschordensherrschaft Hohenfels hat ihren Namen von der Burg Hohenfels, die 1292 als Neuhohenfels erstmals erwähnt wird. Das Geschlecht Neuhohenfels, eine Nebenlinie von Althohenfels mit ihrem Stammsitz Hohenfels (Gemeinde Bonndorf, Landkreis Konstanz) starb 1532 aus, und die Herrschaft Neuhohenfels ging durch Heirat an die Herren von Jungingen über, denen es zu Beginn des 15. Jahrhunderts wiederum durch Heirat gelang, die beiden hohenfelsischen Herrschaften weitgehend zu vereinigen. Nach kurzer Blütezeit und abermaliger Teilung 1441 in Jungingen-Althohenfels und Jungingen-Neuhohenfels verfiel der Besitz immer mehr. Nach dem Tod des letzten männlichen Angehörigen der Familie Jungingen 1501 verkaufte seine Schwester 1506 die Herrschaft Neuhohenfels an den Deutschen Orden. Die Herrschaft gehörte seitdem zur Landkomturei Altshausen der Deutschordensballei Elsass und Burgund.
Die Herrschaft, die von einem Obervogteiamt verwaltet wurde und die Burg Hohenfels sowie die Ortschaften Deutwang, Kalkofen, Liggersdorf, Mindersdorf und Selgetsweiler umfasste, gelangte 1806 zusammen mit der Deutschordensherrschaft Achberg unter die Landeshoheit des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Teilbestand umfasst 461 Akten und 7 Bände mit einem Gesamtumfang von 5,3 laufenden Metern.
Durch einen Zettelkasten mit großteils handschriftlichen Titelaufnahmen bestand bisher eine flache Verzeichnung. Das Archivgut wurde vorwiegend unverpackt in dicken Bündeln verschnürt gelagert.
Die Laufzeit des Teilbestandes reicht von 1533 bis 1808 mit einer Vorakte von 1420.
Die Überarbeitung und die teilweise nötige Neuverzeichnung sowie Verpackung in säurefreie Umschläge und Kartons und Signierung nahm Corinna Knobloch von November 2004 bis Februar 2005 unter Zuhilfenahme des Erschließungsprogramms ScopeArchiv vor.
Die Klassifikation orientiert sich hauptsächlich an den früheren Registraturrubriken von 1842, die als zweite Vorsignatur aufgenommen wurden. Die erste Vorsignatur bildet die NVA (Neuverzeichnete Akten)-Nummer, nach der die Akten vor der Überarbeitung gelagert und zitiert wurden.
Durch Personen- und Ortsindices soll das Auffinden der gesuchten Unterlagen erleichtert werden.
Inhalt und Bewertung
Ein Schwerpunkt der Überlieferung liegt auf Militär- und Kriegssachen. Daneben besteht insbesondere eine gute Dokumentation des Rechnungswesens bei Kirchen- und Landschaftssachen.
Behördengeschichte
Die Deutschordensherrschaft Hohenfels hat ihren Namen von der Burg Hohenfels, die 1292 als Neuhohenfels erstmals erwähnt wird. Das Geschlecht Neuhohenfels, eine Nebenlinie von Althohenfels mit ihrem Stammsitz Hohenfels (Gemeinde Bonndorf, Landkreis Konstanz) starb 1532 aus, und die Herrschaft Neuhohenfels ging durch Heirat an die Herren von Jungingen über, denen es zu Beginn des 15. Jahrhunderts wiederum durch Heirat gelang, die beiden hohenfelsischen Herrschaften weitgehend zu vereinigen. Nach kurzer Blütezeit und abermaliger Teilung 1441 in Jungingen-Althohenfels und Jungingen-Neuhohenfels verfiel der Besitz immer mehr. Nach dem Tod des letzten männlichen Angehörigen der Familie Jungingen 1501 verkaufte seine Schwester 1506 die Herrschaft Neuhohenfels an den Deutschen Orden. Die Herrschaft gehörte seitdem zur Landkomturei Altshausen der Deutschordensballei Elsass und Burgund.
Die Herrschaft, die von einem Obervogteiamt verwaltet wurde und die Burg Hohenfels sowie die Ortschaften Deutwang, Kalkofen, Liggersdorf, Mindersdorf und Selgetsweiler umfasste, gelangte 1806 zusammen mit der Deutschordensherrschaft Achberg unter die Landeshoheit des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Teilbestand umfasst 461 Akten und 7 Bände mit einem Gesamtumfang von 5,3 laufenden Metern.
Durch einen Zettelkasten mit großteils handschriftlichen Titelaufnahmen bestand bisher eine flache Verzeichnung. Das Archivgut wurde vorwiegend unverpackt in dicken Bündeln verschnürt gelagert.
Die Laufzeit des Teilbestandes reicht von 1533 bis 1808 mit einer Vorakte von 1420.
Die Überarbeitung und die teilweise nötige Neuverzeichnung sowie Verpackung in säurefreie Umschläge und Kartons und Signierung nahm Corinna Knobloch von November 2004 bis Februar 2005 unter Zuhilfenahme des Erschließungsprogramms ScopeArchiv vor.
Die Klassifikation orientiert sich hauptsächlich an den früheren Registraturrubriken von 1842, die als zweite Vorsignatur aufgenommen wurden. Die erste Vorsignatur bildet die NVA (Neuverzeichnete Akten)-Nummer, nach der die Akten vor der Überarbeitung gelagert und zitiert wurden.
Durch Personen- und Ortsindices soll das Auffinden der gesuchten Unterlagen erleichtert werden.
Inhalt und Bewertung
Ein Schwerpunkt der Überlieferung liegt auf Militär- und Kriegssachen. Daneben besteht insbesondere eine gute Dokumentation des Rechnungswesens bei Kirchen- und Landschaftssachen.
461 Akten, 7 Bände (5,3 lfd.m)
Bestand
Unterlagen der gleichen Provenienz befinden sich im Bestand FAS DS 33 (Deutschordensherrschaft Hohenfels).
Archivalien, deren Laufzeit nach dem Übergang der Herrschaft Hohenfels an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen 1806 endete, wurden dem Bestand Ho 195 (Obervogteiamt Hohenfels) zugewiesen. Soweit die Unterlagen Teile einer Serie waren, wurden sie bei geringfügigen Jahresabweichungen auch nach 1806 im Bestand belassen.
Der Teilbestand enthält auch Akten der Provenienz Obervogteiamt Hohenfels mit dem Ende der Laufzeit vor dem Jahr 1806.
Archivalien, deren Laufzeit nach dem Übergang der Herrschaft Hohenfels an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen 1806 endete, wurden dem Bestand Ho 195 (Obervogteiamt Hohenfels) zugewiesen. Soweit die Unterlagen Teile einer Serie waren, wurden sie bei geringfügigen Jahresabweichungen auch nach 1806 im Bestand belassen.
Der Teilbestand enthält auch Akten der Provenienz Obervogteiamt Hohenfels mit dem Ende der Laufzeit vor dem Jahr 1806.
Hohenfels KN; Deutschordensherrschaft
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 08:37 MESZ
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