Gerardus Lippke, Kleriker der Bremer Diözese, päpstlicher und kaiserlicher Notar, beglaubigt folgenden Abschluss eines Rechtsstreites des Klosters Blankenburg mit Hermann Otteken thor Sannouw, einem Laien. Dieser hat "ante aliquorum annorum revolutionem" ein halbes Land im Dorfe "Grote Hermingeshuszen" (= (Groß) Harmenhausen, Gemeinde Berne), das Dirick Wencke bebaut, als Pfand für 30 Mark Bremisch von Johann von Westerholt, Röpkes Sohne, erhalten. Von dem Rückkaufsrecht konnte dieser keinen Gebrauch machen und übertrug seine Ansprüche auf das Kloster Blankenburg, Priorin Elisabeth Westerholt. Nun wurden Hermann Öttken seine 30 Mark im Hause des Bürgermeisters Martin Bone in Oldenburg vom Kloster ausbezahlt. Und um einen Rentenbrief auf 15 Gulden Kapital, die Hinrich Jüchter (Hinrick Juchter) in dem Gut hatte, ablösen zu können, schoss das Kloster Hermann Öttken diese Summe vor. Aber weder lieferte dieser das Gut an das Kloster aus, noch gab er die 15 Gulden zurück. Erst durch Arrest musste er zu beidem gezwungen werden, und er versprach, in Zukunft nichts gegen das Kloster zu unternehmen. 1520 Januar 02 (Anno a nativitate domini millesimo quingentesimo vicesimo, indictione octava, die secundo mensis Januarii, pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri domini Leonis divina providencia pape decimi anno eius septimo)

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Niedersächsisches Landesarchiv
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