Amtsgericht Leutkirch (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Wü 30/9 T 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Südwürttembergische Bestände >> Justiz >> Amtsgerichte >> Amtsgericht Leutkirch
1818-1927
Überlieferungsgeschichte
1951 und 1974 Sprengeländerungen.
Inhalt und Bewertung
Vorbemerkung
Auf Grund der Allgemeinen Verfügung des Justizministeriums vom 26. März 1955 (Die Justiz S. 123 ff.) wurden die älteren Akten (vor 1871) des Amtsgerichts Leutkirch ausgeschieden und vom Staatsarchiv Sigmaringen vollständig übernommen (Acc. 33/1957). Neben älteren Zivilprozessen enthielt die Ablieferung insbesondere die Eigentümer- und Grundstücksverzeichnisse der einzelnen Gemeinden. Das Staatsarchiv Ludwigsburg übergab im Jahr 1959 1 Fasz. Strafprozeßakten (Acc. 24/1959), die in Ludwigsburg unter der Signatur F 280 aufbewahrt worden waren. Auf Grund einer im Jahr 1960 durchgeführten Aktenausscheidung beim Amtsgericht Leutkirch wurden dem Staatsarchiv weitere Akten übergeben. Übernommen wurden vor allem eine Reihe von Zivilprozeßakten der Jahre 1889-1927 (im wesentlichen die Fasz. 79-138 des vorliegenden Repertoriums) als Acc. 6/1962. Die drei Akzessionen bilden den Bestand dieses Repertoriums. Hervorzuheben sind die unter IV ausgeworfenen Exemtenakten der standesherrlichen Familien im Bereich des Amtsgerichts Leutkirch.
Das Amtsgericht Leutkirch ist für die Gemeinden des ehemaligen Oberamts Leutkirch zuständig, von denen die Gemeinden Ellwangen, Haslach, Kirchdorf, Oberopfingen, Rot, Spindelwag und Tannheim heute zum Kr. Biberach, die übrigen zum Kreis Wangen gehören. Die standesherrlichen Familien, namentlich die Fürsten von Waldburg, verzichteten nach ihrer Mediatisierung auf die Gerichtshoheit in den zu ihrer Herrschaft gehörigen Orten, in denen sie jedoch im 19. Jahrhundert die Polizeigewalt noch ausübten.
Der vorliegende Bestand wurde im Jahr 1962 durch Regierungssekretär Plaumann verzeichnet und geordnet; Reinschrift und Register fertigte Frau Kalkuhl. Der Bestand umfaßt 407 Nummern in 3 lfd. m.
Sigmaringen, Februar 1966
Nachtrag:
Im Herbst 2013 wurde unter der Betreuung von Sabine Hennig das maschinenschriftliche Findbuch inklusive Orts- und Personenregister im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts zur Retrokonversion archivischer Findmittel durch einen externen Dienstleister digitalisiert.
Enthält:
Register: Einkindschaftsverträge o.D., Arrogation und Adoption 1858-1899, Verschollenheit 1870-1898
Zivilprozessakten: Zivilprozesse 1822-1857, 1888-1927;
Strafprozesse 1826-1830;
Freiwillige Gerichtsbarkeit: Eigentümer- und Grundstücksverzeichnisse der Grundbuchämter 1903;Todeserklärungen 1870-1898; Einkindschaftsverträge 1819-1840, Willenserklärung über Konfession von Kindern 1894, 1898, Adoptionen, Arrogationen 1819-1845, 1858-1899;
Ablösungen 1848-1871;
Exemte 1818-1863
1951 und 1974 Sprengeländerungen.
Inhalt und Bewertung
Vorbemerkung
Auf Grund der Allgemeinen Verfügung des Justizministeriums vom 26. März 1955 (Die Justiz S. 123 ff.) wurden die älteren Akten (vor 1871) des Amtsgerichts Leutkirch ausgeschieden und vom Staatsarchiv Sigmaringen vollständig übernommen (Acc. 33/1957). Neben älteren Zivilprozessen enthielt die Ablieferung insbesondere die Eigentümer- und Grundstücksverzeichnisse der einzelnen Gemeinden. Das Staatsarchiv Ludwigsburg übergab im Jahr 1959 1 Fasz. Strafprozeßakten (Acc. 24/1959), die in Ludwigsburg unter der Signatur F 280 aufbewahrt worden waren. Auf Grund einer im Jahr 1960 durchgeführten Aktenausscheidung beim Amtsgericht Leutkirch wurden dem Staatsarchiv weitere Akten übergeben. Übernommen wurden vor allem eine Reihe von Zivilprozeßakten der Jahre 1889-1927 (im wesentlichen die Fasz. 79-138 des vorliegenden Repertoriums) als Acc. 6/1962. Die drei Akzessionen bilden den Bestand dieses Repertoriums. Hervorzuheben sind die unter IV ausgeworfenen Exemtenakten der standesherrlichen Familien im Bereich des Amtsgerichts Leutkirch.
Das Amtsgericht Leutkirch ist für die Gemeinden des ehemaligen Oberamts Leutkirch zuständig, von denen die Gemeinden Ellwangen, Haslach, Kirchdorf, Oberopfingen, Rot, Spindelwag und Tannheim heute zum Kr. Biberach, die übrigen zum Kreis Wangen gehören. Die standesherrlichen Familien, namentlich die Fürsten von Waldburg, verzichteten nach ihrer Mediatisierung auf die Gerichtshoheit in den zu ihrer Herrschaft gehörigen Orten, in denen sie jedoch im 19. Jahrhundert die Polizeigewalt noch ausübten.
Der vorliegende Bestand wurde im Jahr 1962 durch Regierungssekretär Plaumann verzeichnet und geordnet; Reinschrift und Register fertigte Frau Kalkuhl. Der Bestand umfaßt 407 Nummern in 3 lfd. m.
Sigmaringen, Februar 1966
Nachtrag:
Im Herbst 2013 wurde unter der Betreuung von Sabine Hennig das maschinenschriftliche Findbuch inklusive Orts- und Personenregister im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts zur Retrokonversion archivischer Findmittel durch einen externen Dienstleister digitalisiert.
Enthält:
Register: Einkindschaftsverträge o.D., Arrogation und Adoption 1858-1899, Verschollenheit 1870-1898
Zivilprozessakten: Zivilprozesse 1822-1857, 1888-1927;
Strafprozesse 1826-1830;
Freiwillige Gerichtsbarkeit: Eigentümer- und Grundstücksverzeichnisse der Grundbuchämter 1903;Todeserklärungen 1870-1898; Einkindschaftsverträge 1819-1840, Willenserklärung über Konfession von Kindern 1894, 1898, Adoptionen, Arrogationen 1819-1845, 1858-1899;
Ablösungen 1848-1871;
Exemte 1818-1863
3,4 lfd.m (405 Akten, 3 Amtsbücher)
Bestand
In Wü 30/14 T 3: Musterregister 1983-1988, Handelsregister 1937-1969, Geschmacksmusterregister 1975-1990, Genossenschaftsregister 1873-1967
Leutkirch im Allgäu RV; Amtsgericht
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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03.04.2025, 8:37 AM CEST