Fürstentum Ansbach, Kastenamt Lobenhausen (Bestand)
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Fürstentum Ansbach, Kastenamt Lobenhausen
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1453-1796
Vorbemerkung I - IV: I Zwischen 1078 und 1282 Sitz eines Edelgeschlechts, danach bis 1333 in hohenlohischem Besitz, später in wechselndem Pfandbesitz, kam Lobenhausen und die dazugehörige Herrschaft 1399 zusammen mit Crailsheim und Werdeck an die Burggrafen von Nürnberg und bildete seitdem eine eigenes, im 15. Jahrhundert zeitweise an die von Crailsheim verpfändetes Amt. Bei der Teilung der Burggrafenschaft 1437 fiel Lobenhausen an Brandenburg-Ansbach. Nach dem Tod des letzten Priors (1557) wurde dem Amt auch die Verwaltung der Güter und Gefälle des um 1359 zunächst als Kapelle gestifteten, 1403 zum Pauliner-Eremitenkloster erhobenen Klösterleins Anhausen an der Jagst übertragen. Der zum Teil mit Kirchberg an der Jagst strittige Fraischbezirk von Lobenhausen umfasste ungefähr das Dreieck Rot am See-Ruppertshofen-Saurach, doch hatte das Amt Einkünfte und Untertanen auch außerhalb dieses Bezirkes, vor allem zu Bölgental, Tiefenbach und Rüddern. 1588 wurde das Amt dem Oberamt Crailsheim als besonderer Fraischbezirk unterstellt, die Rechte der Herrschaft nahmen im 17. Jahrhundert Amtsschreiber, seit Anfang des 18. Jahrhunderts Kastner, zum Teil von Crailsheim aus, wahr. Nach 35 Jahren wohnte erstmals wieder 1744 der Adjunkt, später Kastner (145-1781), Ferdinand Immanuel Seitz zu Lobenhausen, der jedoch 1769 den Amtssitz nach Rot am See verlegte. In preussischer Zeit (1791-1797) erscheint als Sitz das Kastenamt Belmbach, 1797 trat Preussen Lobenhausen mit einem Teil des Amts an Hohenlohe-Kirchberg ab, der Rest wurde dem Kreisdirektorium Crailsheim zugeteilt. II Der vorliegende Bestand umfasst Originalakten von 140-1795 (Abschriften ab 1388), darunter, vor allem aus dem 16. Jahrhundert, auch Akten der Regierung zu Ansbach. Er wurde im Jahr 1965 unter der Leitung des Unterzeichneten durch den wissenschaftlichen Angestellten Burr neu verzeichnet. Dabei wurde tunlichst die alte Registraturordnung mit ihrer Einteilung in 5 Klassen zu je mehreren Titeln, insbesondere auch die Einreihung der als Grunddokumente anzusehenden Partikularien unter die Regalien beibehalten (vergleiche dazu Hopffer, Johann Georg: Real-Index... derer... Brandenburg-Onolzbachischen Landes -Constitutionen ......, Ansbach 1174, Seite 12-17). Von der alten Klasse IV (Landschaftssachen) liegen keine Akten mehr vor. Ein einzelnes Büschel Akten der Salinenverwaltung im Brettachtal zu Gerabronn wurde dem Bestand einverleibt. III Das Schwergewicht der im ihrer Hauptmasse dem 17. und 18. Jahrhundert enstammenden Akten liegt, der Natur des Amtes entsprechend, auf wirtschaftsgeschichtlichem Gebiet. Besonderes Interesse verdienen die Gemeindebriefe, die Akten über die Verteilung der Gemeindegüter, die zum Teil durch Kulturmutation entstandenen Weidestreitigkeiten (I,6-8) und die 6 Bände Kauf-, Tausch- und Bestandskontrakte (IV). Besonders für ortsgeschichtliche Forschungen ist im vorliegenden Findbuch ein reiches Quellenmaterial erschlossen. IV Akten gleicher Provenienz verwahrt(en) das Landesarchiv Baden-Württemberg/Staatsarchiv Ludwigsburg in Bestand B65, Akten gleicher Pertinenz in den Beständen B66a und B68 und das Landesarchiv Baden-Württemberg/Hauptstaatsarchiv Stuttgart B65a Ludwigsburg, September 1965 Dr. A. Feiler NACHTRAG: Die Bände und Büschel wurden im Rahmen der Provenienzbereinigung und des bayerisch-baden-württembergischen Beständeaustauschs im Jahr 2006 an das Staatsarchiv Nürnberg abgegeben. Erkennbar ist dies noch heute daran, dass der Bestand unter der im StA Ludwigsburg gültigen Bestandsbezeichnung beschriftet ist. Die Eingabe in ÈDV nahm im Zuge der Retrokonversion Klemens Schlindwein 2020 vor.
Fürstentum Ansbach, Kastenamt Lobenhausen
103
Bestand
Akten
ger
Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Online-Findmittel in Bearbeitung; Interne Vermerke: Die Orts- und Personenregister müssen noch nachgearbeitet werden (im maschinenschriftlichen Findbuch sind nur seitenbezogene Register vorhanden)!
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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