Richard Wagner-Verband Bremen e. V. (Bestand)
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7.1140
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.2. Vereine, Verbände, Stiftungen, Parteien >> 7.2.5. Musik- und Theatervereine
1964-2014
Enthält: Mitgliederversammlungen - Rundschreiben - Jahresberichte
Geschichte des Bestandsbildners: Es war Richard Wagners Wunsch, musikverständigen und unbemittelten jungen Menschen kostenlos den Besuch der Bayreuther Festspiele zu ermöglichen. So gründete er bereits 1882 die Richard-Wagner-Stipendienstiftung.
Diese Stiftung hat alle politischen und sozialideologischen Umstürze im Laufe ihrer über 100jährigen Geschichte überlebt. Nachdem der erste, im Jahre 1909 in Leipzig gegründete Richard Wagner-Verband und danach alle weiter gegründeten Richard Wagner-Verbände in Deutschland Pflege und Erhaltung der Stiftung jahrzehntelang übernahmen, wird die Stiftung heute von 137 regionalen Richard Wagner-Verbänden weltweit mit ihren ca. 21.300 Mitgliedern getragen. Diese sind seit Februar 2009 im Richard Wagner-Verband International e.V. dank der Initiative des damaligen Präsidenten Josef Lienhart vereint. Jahr für Jahr werden 250 Stipendiaten aus aller Welt ausgewählt, kostenlos drei bis vier Vorstellungen der Bayreuther Festspiele zu erleben. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ermöglicht den Stipendiaten außerdem einen Blick hinter die Kulissen der Festspiele und erweitert ihr Wissen über Werk und Leben Richard Wagners. 4 Stipendiaten kommen zurzeit jedes Jahr aus Bremen - finanziert von den ca. 350 Mitgliedern des Richard Wagner-Verbandes Bremen.
Als Gründungstag des Bremer Verbandes wird der 4.10.1936 genannt. Die aus Leipzig stammende Mary Dürbig (1878-1962) war die erste Vorsitzende. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Bremer Verband von Frau Elisabeth Leist 1949 neu gegründet. Bis 1961 war sie die Vorsitzende. Ihr folgte Elly Helms, die bis 1977 den Verband führte. Deren Nachfolgerin wurde von 1977 bis 1996 Lieselotte Landwehr.
Geschichte des Bestandsbildners: Mitte der Sechziger Jahre hatte der Bremer Verband über 200 Mitglieder. Im Mai 1966 fand die jährliche Bundestagung der Richard Wagner-Verbände Deutschlands in Bremen statt. Zu den Gästen zählte u. a. Winifred Wagner aus Bayreuth. Die vielen Dankesschreiben zeugen davon, dass es eine besonders gelungene Veranstaltung war. Dreißig Jahre später wurde das 60jährige Jubiläum groß gefeiert. Es war die Feuertaufe für die neue Vorsitzende Ingeborg Fischer-Thein. Sie organisierte nicht nur das Jubiläum; unter ihrer Federführung wurde auch die Jubiläumsschrift "60 Jahre Richard Wagner-Verband Bremen e. V." erstellt (Dienstbibliothek: Af-9977-11). Als Ehrengäste reisten u. a. Wolfgang Wagner mit Ehefrau Gudrun und Schwester Verena Wagner-Lafferentz aus Bayreuth an.
Unter dem Vorsitz (1977-1996) von Lieselotte Landwehr stieg die Zahl der Mitglieder auf 358 und schnellte 1996 im ersten Jahr unter dem Vorsitz von Ingeborg Fischer-Thein auf über 400 hoch. Vier Jahre später übersprang die Mitgliederzahl die 500er-Marke. Wie auch in anderen langlebigen Vereinen ist zurzeit ein Mitgliederrückgang zu verzeichnen.
Ingeborg Fischer-Thein war am 17.4.1996 einstimmig zur 1. Vorsitzenden gewählt worden. Sie war bereits seit 1984 als Schatzmeisterin mit wesentlichen Organisationsaufgaben bestens vertraut. Ingeborg Fischer-Thein ist also seit über 30 Jahren im Verband aktiv und führt ihn seit fast 20 Jahren. Ihr verdankt das Staatsarchiv Bremen, dass ein Stück Bremer Geschichte auf Dauer bewahrt wird.
Bestandsgeschichte: Einen ersten telefonischen Kontakt nahm ich am 31.10.2014 mit Frau Fischer-Thein auf. Sie zeigte sich recht aufgeschlossen zu meinem Vorschlag, Vereinsschriftgut ins Staatsarchiv Bremen zu geben. Die vorbildlich vorsortierten Unterlagen (Rundschreiben, Jahresberichte, Protokolle) konnte ich am 21.1.2015 bei ihr abholen. Ich bedaure, dass sie sich von so wenig Schriftwechsel getrennt hat, doch enthält das Abgelieferte Briefe von namhaften Persönlichkeiten. Insgesamt umfasst der Bestand 6 Verzeichnungseinheiten, die in einem Karton Platz gefunden haben.
im Februar 2015
Dorothea Breitenfeldt
Geschichte des Bestandsbildners: Es war Richard Wagners Wunsch, musikverständigen und unbemittelten jungen Menschen kostenlos den Besuch der Bayreuther Festspiele zu ermöglichen. So gründete er bereits 1882 die Richard-Wagner-Stipendienstiftung.
Diese Stiftung hat alle politischen und sozialideologischen Umstürze im Laufe ihrer über 100jährigen Geschichte überlebt. Nachdem der erste, im Jahre 1909 in Leipzig gegründete Richard Wagner-Verband und danach alle weiter gegründeten Richard Wagner-Verbände in Deutschland Pflege und Erhaltung der Stiftung jahrzehntelang übernahmen, wird die Stiftung heute von 137 regionalen Richard Wagner-Verbänden weltweit mit ihren ca. 21.300 Mitgliedern getragen. Diese sind seit Februar 2009 im Richard Wagner-Verband International e.V. dank der Initiative des damaligen Präsidenten Josef Lienhart vereint. Jahr für Jahr werden 250 Stipendiaten aus aller Welt ausgewählt, kostenlos drei bis vier Vorstellungen der Bayreuther Festspiele zu erleben. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ermöglicht den Stipendiaten außerdem einen Blick hinter die Kulissen der Festspiele und erweitert ihr Wissen über Werk und Leben Richard Wagners. 4 Stipendiaten kommen zurzeit jedes Jahr aus Bremen - finanziert von den ca. 350 Mitgliedern des Richard Wagner-Verbandes Bremen.
Als Gründungstag des Bremer Verbandes wird der 4.10.1936 genannt. Die aus Leipzig stammende Mary Dürbig (1878-1962) war die erste Vorsitzende. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Bremer Verband von Frau Elisabeth Leist 1949 neu gegründet. Bis 1961 war sie die Vorsitzende. Ihr folgte Elly Helms, die bis 1977 den Verband führte. Deren Nachfolgerin wurde von 1977 bis 1996 Lieselotte Landwehr.
Geschichte des Bestandsbildners: Mitte der Sechziger Jahre hatte der Bremer Verband über 200 Mitglieder. Im Mai 1966 fand die jährliche Bundestagung der Richard Wagner-Verbände Deutschlands in Bremen statt. Zu den Gästen zählte u. a. Winifred Wagner aus Bayreuth. Die vielen Dankesschreiben zeugen davon, dass es eine besonders gelungene Veranstaltung war. Dreißig Jahre später wurde das 60jährige Jubiläum groß gefeiert. Es war die Feuertaufe für die neue Vorsitzende Ingeborg Fischer-Thein. Sie organisierte nicht nur das Jubiläum; unter ihrer Federführung wurde auch die Jubiläumsschrift "60 Jahre Richard Wagner-Verband Bremen e. V." erstellt (Dienstbibliothek: Af-9977-11). Als Ehrengäste reisten u. a. Wolfgang Wagner mit Ehefrau Gudrun und Schwester Verena Wagner-Lafferentz aus Bayreuth an.
Unter dem Vorsitz (1977-1996) von Lieselotte Landwehr stieg die Zahl der Mitglieder auf 358 und schnellte 1996 im ersten Jahr unter dem Vorsitz von Ingeborg Fischer-Thein auf über 400 hoch. Vier Jahre später übersprang die Mitgliederzahl die 500er-Marke. Wie auch in anderen langlebigen Vereinen ist zurzeit ein Mitgliederrückgang zu verzeichnen.
Ingeborg Fischer-Thein war am 17.4.1996 einstimmig zur 1. Vorsitzenden gewählt worden. Sie war bereits seit 1984 als Schatzmeisterin mit wesentlichen Organisationsaufgaben bestens vertraut. Ingeborg Fischer-Thein ist also seit über 30 Jahren im Verband aktiv und führt ihn seit fast 20 Jahren. Ihr verdankt das Staatsarchiv Bremen, dass ein Stück Bremer Geschichte auf Dauer bewahrt wird.
Bestandsgeschichte: Einen ersten telefonischen Kontakt nahm ich am 31.10.2014 mit Frau Fischer-Thein auf. Sie zeigte sich recht aufgeschlossen zu meinem Vorschlag, Vereinsschriftgut ins Staatsarchiv Bremen zu geben. Die vorbildlich vorsortierten Unterlagen (Rundschreiben, Jahresberichte, Protokolle) konnte ich am 21.1.2015 bei ihr abholen. Ich bedaure, dass sie sich von so wenig Schriftwechsel getrennt hat, doch enthält das Abgelieferte Briefe von namhaften Persönlichkeiten. Insgesamt umfasst der Bestand 6 Verzeichnungseinheiten, die in einem Karton Platz gefunden haben.
im Februar 2015
Dorothea Breitenfeldt
0,1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ