Klage gegen den Rezeß der kurköln. Räte zu Arnsberg vom 8. März 1581 und die Belastung der Erben (z. T. auch Geistliche), Hausleute, Pächter und Kötter im Amt Balve mit gebührlichen Pferd- und Leibdiensten. Die „coloni“ St. Severins von 2 Höfen zu Blintrop (Kr. Arnsberg) haben bisher stillschweigend 4 Tage im Jahr Dienste abgeleistet, obwohl sie dazu nicht verpflichtet waren. Der Beklagte fordert aber darüberhinausgehende, zeitlich nicht fixierte Dienste: Sie sollen z. B. Kohlen holen und transportieren, Planken reißen, Zäune machen, Hacken, Graben und Briefe außerhalb des Amtes zustellen. Als die „coloni“ dies verweigerten, wurden sie gepfändet und verhaftet. Der appellatische Anwalt beantragt 1583 die Einsetzung des Lic. Jakob Reinfeld(en) und des Lic. Werner Breuwer zu RKG-Kommissaren.
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Klage gegen den Rezeß der kurköln. Räte zu Arnsberg vom 8. März 1581 und die Belastung der Erben (z. T. auch Geistliche), Hausleute, Pächter und Kötter im Amt Balve mit gebührlichen Pferd- und Leibdiensten. Die „coloni“ St. Severins von 2 Höfen zu Blintrop (Kr. Arnsberg) haben bisher stillschweigend 4 Tage im Jahr Dienste abgeleistet, obwohl sie dazu nicht verpflichtet waren. Der Beklagte fordert aber darüberhinausgehende, zeitlich nicht fixierte Dienste: Sie sollen z. B. Kohlen holen und transportieren, Planken reißen, Zäune machen, Hacken, Graben und Briefe außerhalb des Amtes zustellen. Als die „coloni“ dies verweigerten, wurden sie gepfändet und verhaftet. Der appellatische Anwalt beantragt 1583 die Einsetzung des Lic. Jakob Reinfeld(en) und des Lic. Werner Breuwer zu RKG-Kommissaren.
AA 0627, 1091 - C 641/1467
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1581 - 1585 (1581 - 1583)
Enthaeltvermerke: Kläger: Dekan und Kapitel des St. Severinsstifts zu Köln und Konsorten: Priorin und Konvent zu Oelinghausen (Gem. Holzen, Kr. Arnsberg) und Adelige im Amt Balve, namentlich Konrad (Cord) Wrede zu Reigern (Gem. Wennigloh, Kr. Arnsberg), Hermann von Werminghausen zu Langenholthausen (Kr. Arnsberg), Georg Duicker (Dueker) gen. Neilinck zu Mellen (ebd.) und Diederich von Hanxleden zu Eisborn (ebd.) Beklagter: Hermann von Hatzfeldt, Herr zu Wildenburg, kurköln. Rat und Drost/Amtmann zu Balve (Kr. Arnsberg), zu Schloß Wocklum (Gem. Beckum, Kr. Arnsberg) Prokuratoren (Kl.): Dr. Laurentius Vomelius (Stapert) (für das Frauenstift und die Adeligen) 1581 - Dr. Christophorus Rebsteck 1581 - Dr. Bernhard Küehorn 1581 - Dr. Philipp Seiblin 1581 - Dr. Jakob Erardi 1581 - Dr. Johann Godelman 1581 - Dr. Johann Stöckle 1581 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentz Wildhelm 1582 und [1578] 1583 (für Ebf. Gebhard von Köln) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Kurfürstl. köln. Räte zu Arnsberg (1581) - 2. RKG 1581 - 1585 (1581 - 1583) Beweismittel: RKG-(Bei-)Urteil vom 18. Juni 1582 (Prot.). Beschreibung: 3 cm, 43 Bl., lose; Q 1 - 16.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:06 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 1. Buchstabe C (Gliederung)