Veit Schigkh aus Ellwangen, zu Stuttgart gef., weil er daselbst vor einiger Zeit als Bediensteter der Kanzlei um Mitternacht mitwilligerweise von dem geschworenen Kanzleiknecht gefordert hatte, die Türe der Kanzlei offen stehen zu lassen, und diesen auf seine Weigerung hin geschlagen hatte, jedoch auf Fürbitte von Propst Heinrich zu Ellwangen und von Claudios von Buten [ ?], Räte und Hofmeister des Prinzen Ferdinand, von Bm. und Rat der Stadt Ulm, seines Vaters, auch anderer Freunde und Verwandten freigel., schwört U. und verspricht eidlich, sein Leben lang das Amtsgeheimnis des Fürstentums Württemberg und der Kanzlei als früherer Kanzleibediensteter zu bewahren. - Bürge mit 100 fl: sein Vater Hans Schigkh von Ellwangen.
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Veit Schigkh aus Ellwangen, zu Stuttgart gef., weil er daselbst vor einiger Zeit als Bediensteter der Kanzlei um Mitternacht mitwilligerweise von dem geschworenen Kanzleiknecht gefordert hatte, die Türe der Kanzlei offen stehen zu lassen, und diesen auf seine Weigerung hin geschlagen hatte, jedoch auf Fürbitte von Propst Heinrich zu Ellwangen und von Claudios von Buten [ ?], Räte und Hofmeister des Prinzen Ferdinand, von Bm. und Rat der Stadt Ulm, seines Vaters, auch anderer Freunde und Verwandten freigel., schwört U. und verspricht eidlich, sein Leben lang das Amtsgeheimnis des Fürstentums Württemberg und der Kanzlei als früherer Kanzleibediensteter zu bewahren. - Bürge mit 100 fl: sein Vater Hans Schigkh von Ellwangen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 U 4897
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 Urfehden
Urfehden >> 9. Band 9: Stuttgart, Orte außerhalb des Amtsbezirks, Forst >> 1. Stuttgart (außeramtliche Orte)
1523 Mai 4
Perg.; 2 S.
Urkunden
Siegler: 1) Sebastian Welling, B. zu Stuttgart 2) Heinrich Gabler, des Gerichts daselbst
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: 2 S.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: 2 S.
Ellwangen (Jagst) AA
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
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