Nach brutalem Zusammenschlagen des Georg Fischer, Zimmergesellen in Tüßling, durch Bauernburschen auf dem Heimweg vom Mühldorfer Schellererbräu am 28.Okt. nachts bei der sog. "Clainöetting"-Kapelle (im südl. Burgfrieden), woran er tags darauf verstarb, Ersuchen der Regierung zu Burghausen, wo die Täter auf der Fronfeste einsitzen, den Zimmergesellen Mathias Stöckhl aus Mühlham (irrig: Altstätter aus Kay), Kameraden des Erschlagenen und Tatzeugen, durch den Pfleger zu Tittmoning festzunehmen und bei Nonnreit dem Pfleger von Neuötting zu überstellen.
Vollständigen Titel anzeigen
Nach brutalem Zusammenschlagen des Georg Fischer, Zimmergesellen in Tüßling, durch Bauernburschen auf dem Heimweg vom Mühldorfer Schellererbräu am 28.Okt. nachts bei der sog. "Clainöetting"-Kapelle (im südl. Burgfrieden), woran er tags darauf verstarb, Ersuchen der Regierung zu Burghausen, wo die Täter auf der Fronfeste einsitzen, den Zimmergesellen Mathias Stöckhl aus Mühlham (irrig: Altstätter aus Kay), Kameraden des Erschlagenen und Tatzeugen, durch den Pfleger zu Tittmoning festzunehmen und bei Nonnreit dem Pfleger von Neuötting zu überstellen.
Erzstift Salzburg Hofrat, BayHStA, Erzstift Salzburg Hofrat 965
Salzb.LA Hofrat: Tittmoning 31
Registratursignatur/AZ: Registratur-Nr.: 399
Erzstift Salzburg Hofrat
Erzstift Salzburg Hofrat >> Streitfälle (insbes. mit Bayern), Bittgesuche u.a. in salzb. Gerichten (ohne Mühldorf) und nichtbayer. Aus- land: >> Gericht Tittmoning (mit Hfm. Törring-Tengling, Lam- poding u.a.)
1751 - 1752
Enthält: Darin: Genaue Obduktionsberichte (Schädelöffnung) des Joh. Englwert Ferchl, Stadt- u. Landschaftsphysikus, und Joh. Mich. Schorn, Chirurg am Nordbad zu Mühldorf.
Amtsbücher / Akten
ger
Medium: A = Analoges Archivalie
Fischer/ Georg (Zimmergeselle in Tüßling)
Stöckhl, Mathias (Zimmergeselle aus Mühlham)
Ferchl/ Johann Englbert (Stadt- u. Landschaftsphysikus zu Mühldorf)
Schorn, Johann Michael (Chirurg in Mühldorf)
Tüßling (Lkr. Altötting)
Mühldorf a.Inn/ Schellererbräu
"_Clainöetting" (abgeg. Kapelle südöstl. bei Mühldorf)
Mühldorf a.Inn/ Burgfrieden
Burghausen (Lkr. Altötting)/ Regierung
Burghausen (Lkr. Altötting)/ Fronfeste
Mühlham (Gde. Tittmoning, Lkr. Traunstein)
Kay (Gde. Tittmoning, Lkr. Traunstein)
Nonnreit (Gde. Tittmoning, Lkr. Traunstein)/
Neuötting (Lkr. Altötting)/ Pfleger, Pflegverwalter
Mühldorf a.Inn/ Stadt- u. Landschaftsphysikus
Mühldorf a.Inn/ Chirurg
Mühldorf a.Inn/ Nordbad
Schlägerei
Totschlag
Zimmergeselle
Brauhaus
Kapelle
Fronfeste
Festnahmen
Überstellung (Auslieferung)
Obduktionsbericht
Landschaftsmedicus, -physikus
Stadtphysikus
Chirurg
Badhaus
Schädelöffnung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:31 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik)
- Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Tektonik)
- 1 Abteilung I: Ältere Bestände (Tektonik)
- 1.6 Geistliche Fürstentümer (Tektonik)
- Salzburg (Tektonik)
- Erzstift Salzburg (Tektonik)
- Erzstift Salzburg Archiv und Zentralbehörden (Tektonik)
- Erzstift Salzburg Hofrat (Bestand)
- Streitfälle (insbes. mit Bayern), Bittgesuche u.a. in salzb. Gerichten (ohne Mühldorf) und nichtbayer. Aus- land: (Gliederung)
- Gericht Tittmoning (mit Hfm. Törring-Tengling, Lam- poding u.a.) (Gliederung)