Königin Imagina erklärt allen Getreuen des Reiches, dass ihr Herr, König Adolf, auf ihren beharrlichen Wunsch hin in ihrer beider Grafschaft Nassau auf einem zum Adelheidshof in Biebrich gehörigen und von ihm mit dem Namen Klarenthal bezeichneten Grund ein Kloster des Ordens der Hl. Klara gestiftet, es mit Höfen und Gütern zu Biebrich, Mosbach und Armenruh, die er selbst mit eigenen Mitteln erworben hat, ausgestattet und es dem Orden der Hl. Klara zugewiesen hat; sie, Imagina, habe die darüber ausgestellte und mit dem Majestätssiegel des Königs besiegelte Urkunde gesehen und gelesen. Da sie schon seit ihrer Jugend vom Eifer für den Orden der Hl. Klara erfüllt gewesen sei, erteile nun dieser Gründung und all dem, was die Urkunde des Königs enthalte, in der Aussicht auf ewigen Lohn und aus Liebe zu ihrer Tochter Adelheid und zu Adolfs Schwester Richardis ihre Zustimmung und Bestätigung.
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Königin Imagina erklärt allen Getreuen des Reiches, dass ihr Herr, König Adolf, auf ihren beharrlichen Wunsch hin in ihrer beider Grafschaft Nassau auf einem zum Adelheidshof in Biebrich gehörigen und von ihm mit dem Namen Klarenthal bezeichneten Grund ein Kloster des Ordens der Hl. Klara gestiftet, es mit Höfen und Gütern zu Biebrich, Mosbach und Armenruh, die er selbst mit eigenen Mitteln erworben hat, ausgestattet und es dem Orden der Hl. Klara zugewiesen hat; sie, Imagina, habe die darüber ausgestellte und mit dem Majestätssiegel des Königs besiegelte Urkunde gesehen und gelesen. Da sie schon seit ihrer Jugend vom Eifer für den Orden der Hl. Klara erfüllt gewesen sei, erteile nun dieser Gründung und all dem, was die Urkunde des Königs enthalte, in der Aussicht auf ewigen Lohn und aus Liebe zu ihrer Tochter Adelheid und zu Adolfs Schwester Richardis ihre Zustimmung und Bestätigung.
18, U 5
18 Kloster Klarenthal, Klarissen
Kloster Klarenthal, Klarissen >> Urkunden >> 990-1300
Wimpfen, 1298 Januar 27
Original, Pergament, an Pressel Majestätssiegel der Königin Imagina. Umschrift: +INMAGINA DEI GRA(TIA) RO[MANORVM] REGINA SEMPER AVGVSTA
Urkunde
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Ausstellerin
Vermerke (Urkunde): Literatur: Langkabel, Hermann: Das Kloster Klarenthal als nassauisches Hauskloster im Mittelalter, in: Nassauische Annalen 93 (1982), S. 19-33.
Vermerke (Urkunde): Literatur: Langkabel, Hermann: Das Kloster Klarenthal als nassauisches Hauskloster im Mittelalter, in: Nassauische Annalen 93 (1982), S. 19-33.
Film 50535 (Dez. 1981)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:08 MESZ