Nürnberger Prozeß: Zweiter Tag der Urteilsverkündung (6)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451017/002
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1946 >> Oktober 1946
Dienstag, 1. Oktober 1946
ab 02'30: (O-Ton, engl, darüber dt Übersetzung) Francis Biddle, Richter für die USA: Zu Franz von Papen, Reichskanzler 1932, Vizereichskanzler 1933: (eingebl.) War als Gesandter in Österreich "eifrig bemüht, die Stellung der Nazipartei in Österreich zu stärken mit dem Zweck, den Anschluß herbeizuführen"/Ist nicht schuldig und wird freigelassen/(5'45)/ab 08'20: (O-Ton, russ, darüber dt. Übersetzung) Iola T. Nikitschenko, Richter für die Sowjetunion: Zu Arthur Seyß-Inquart, Reichsstatthalter in der Ostmark 1938 - 1940, Reichskommissar in den Niederlanden 1940 - 1945: Politischer Werdegang/Organisiert als Reichsstatthalter die Verwaltung des besetzten Österreich/Organisiert als Reichsstatthalter der besetzten Niederlande die wirtschaftliche Ausplünderung des Landes und die Deportation von Juden und Zwangsarbeitern/Wird schuldig gesprochen der Planung und Durchführung eines Angriffskrieges, der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit/(10'20)/ab 18'45: (O-Ton, engl, darüber dt Übersetzung) Francis Biddle, Richter für die USA: Zu Albert Speer, Rüstungsminister 1942 - 1945: Politischer Werdegang/Verfügte als 'Reichsminister für Bewaffnung und Munition' über den Einsatz von Zwangsarbeitern in der Rüstungsindustrie/Setzt sich für den Ersatz deutscher Arbeiter durch ausländische Zwangsarbeiter ein/Wird schuldig gesprochen der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit/(10'40)/ab 29'25: (O-Ton, frz, darüber dt Übersetzung) Henri Donnedieu de Vabres, Richter für Frankreich: Zu Wilhelm Frick, Reichsprotektor von Böhmen und Mähren 1943 - 1945: Politischer Werdegang/Seine diplomatische Stützung der Regierung/ Seine Tätigkeit als Reichsprotektor von Böhmen und Mähren/Wird verurteilt der Planung und Ausführung von Angriffskriegen, der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit/(10'00)/ab 39'40: (O-Ton, engl, darüber dt Übersetzung) Geoffrey Lawrence, Richter für Großbritannien, Vorsitzender: Zu Hans Fritzsche, Leiter der Rundfunkabteilung im Reichspropagandaministerium 1942 - 1945: Sein publizistischer Werdegang/"Erteilte der Presse Anweisungen, wie die Aktionen oder Kriege ... behandelt werden sollten"/(Ausblendung)/(3'00)
0:42:35
Audio-Visuelle Medien
"Ostmark" [A]
Böhmen und Mähren; Protektorat
Niederlande [NL]
Nürnberg N
Nationalsozialismus: Folgen: Nürnberger Prozeß
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Weltkrieg: Zweiter Weltkrieg: deutsc
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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