Limpurg-Obersontheim, Erbschenken (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 113 I
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 >> Weltliche Herrschaften >> Sonstige weltliche Herrschaften
Überlieferungsgeschichte
Der vorliegende Bestand umfasst das gemeinschaftliche Archiv der Schenken von Limpurg, aber auch Teile des Archivs der Linie Limpurg-Obersontheim und ihrer Nebenlinien. Im Jahre 1441 teilt Schenk Konrad die limpurgische Herrschaft in eine Linie Limpurg-Gaildorf (siehe B 114) und eine Linie Limpurg-Speckfeld, die ihren Sitz 1541 nach Obersontheim verlegte und nach weiteren Teilungen 1713 ausstarb. Das gemeinschaftliche Archiv wurde meist in Obersontheim verwahrt, wo es bis 1856 verblieb. Von 1856 bis 1908 war es in Gaildorf; im Jahre 1908 wurde es an das Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg übergeben.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand gliedert sich in mehrere Teile:
a) Der Hauptbestand umfasst den von K. O. Müller 1912 bis 1916 geordneten und verzeichneten größten Teil des Archivs, der sich in 20 Abteilungen gliedert: I. Beziehungen zu Kaiser und Reich (Bd. 1 des Repertoriums); - II. Beziehungen zum fränkischen Kreis und Grafenkollegium (ebd.); - III. Passivlehen der Schenken von Limpurg (ebd.); - IV. Aktivlehen der Schenken von Limpurg (ebd.); - V. Güterbesitz der Schenken (Bd. 2 des Repertoriums); - VI. Beziehungen der Schenken zu geistlichen Fürsten, Stiften und Klöstern (Bd. 3 des Repertoriums); - VII. Beziehungen zu weltlichen Reichsfürsten (ebd.); - VIII. Beziehungen zu Grafen und anderen adeligen Häusern (ebd.); - IX. Beziehungen zu Reichsstädten (ebd.); - X. Kriegswesen (Bd. 4 des Repertoriums); - XI. Obrigkeit, Gesetzgebung, Beamtenschaft und Verwaltung (ebd.); - XII. Handel, Gewerbe, Landwirtschaft (ebd.); - XIII. Bauwesen (ebd.); - XIV. Forst- und Jagdwesen (ebd.); - XV. Fischerei und Bergbau (ebd.); - XVI. Religions-, Kirchen- Schulwesen und Wohltätigkeitspflege (Band 5 des Repertoriums); - XVII. Finanzwesen (Bd. 6 des Repertoriums); - XVIII. Gerichtsverfassung, Strafsachen (Bd. 7 und 8 des Repertoriums); -XIX. Innere Angelegenheiten (Hausarchiv) (Bd. 9 des Repertoriums); XX. Generalia (ebd.)
b) Rechnungen der Landschaftskasse Obersontheim und des Amts Oberrot, sie kamen über das Finanzarchiv an das Staatsarchiv Ludwigsburg.
c) Unverzeichneter Rest.
d) Die Lagerbücher, die K. O. Müller zum Teil im Hauptbestand mitverzeichnet hatte, wurden von Fr. Pietsch um 1960 im Bestand H 156 zusammengeführt und befinden sich im Hauptstaatsarchiv Stuttgart.
Zur Geschichte der Erbschenken von Limpurg vgl. das ausfühliche Vorwort zum Bestand B 114.
Neben dem Bestand B 113 I liegen im Staatsarchiv Ludwigsburg weitere Unterlagen zur Herrschaft Limpurg und zu den Teilherrschaften ihrer Allodialerben in den Beständen B 114, F 1/766, F 1/767, F 1/768, H 26, F 266 II, PL 15 I und PL 15 II. Die Lagerbücher der Herrschaft Limpurg-Gaildorf verwahrt das Hauptstaatsarchiv Stuttgart (H 156).
Das vorliegende Findbuch wurde im Rahmen eines von der DFG geförderten Projektes 2011/12 retrokonvertiert.
Die Pergamenturkunden wurden im Jahr 2018 mit finanzieller Unterstützung der Wüstenrot Stiftung und der Stiftung Würth digitalisiert und online gestellt.
Der vorliegende Bestand umfasst das gemeinschaftliche Archiv der Schenken von Limpurg, aber auch Teile des Archivs der Linie Limpurg-Obersontheim und ihrer Nebenlinien. Im Jahre 1441 teilt Schenk Konrad die limpurgische Herrschaft in eine Linie Limpurg-Gaildorf (siehe B 114) und eine Linie Limpurg-Speckfeld, die ihren Sitz 1541 nach Obersontheim verlegte und nach weiteren Teilungen 1713 ausstarb. Das gemeinschaftliche Archiv wurde meist in Obersontheim verwahrt, wo es bis 1856 verblieb. Von 1856 bis 1908 war es in Gaildorf; im Jahre 1908 wurde es an das Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg übergeben.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand gliedert sich in mehrere Teile:
a) Der Hauptbestand umfasst den von K. O. Müller 1912 bis 1916 geordneten und verzeichneten größten Teil des Archivs, der sich in 20 Abteilungen gliedert: I. Beziehungen zu Kaiser und Reich (Bd. 1 des Repertoriums); - II. Beziehungen zum fränkischen Kreis und Grafenkollegium (ebd.); - III. Passivlehen der Schenken von Limpurg (ebd.); - IV. Aktivlehen der Schenken von Limpurg (ebd.); - V. Güterbesitz der Schenken (Bd. 2 des Repertoriums); - VI. Beziehungen der Schenken zu geistlichen Fürsten, Stiften und Klöstern (Bd. 3 des Repertoriums); - VII. Beziehungen zu weltlichen Reichsfürsten (ebd.); - VIII. Beziehungen zu Grafen und anderen adeligen Häusern (ebd.); - IX. Beziehungen zu Reichsstädten (ebd.); - X. Kriegswesen (Bd. 4 des Repertoriums); - XI. Obrigkeit, Gesetzgebung, Beamtenschaft und Verwaltung (ebd.); - XII. Handel, Gewerbe, Landwirtschaft (ebd.); - XIII. Bauwesen (ebd.); - XIV. Forst- und Jagdwesen (ebd.); - XV. Fischerei und Bergbau (ebd.); - XVI. Religions-, Kirchen- Schulwesen und Wohltätigkeitspflege (Band 5 des Repertoriums); - XVII. Finanzwesen (Bd. 6 des Repertoriums); - XVIII. Gerichtsverfassung, Strafsachen (Bd. 7 und 8 des Repertoriums); -XIX. Innere Angelegenheiten (Hausarchiv) (Bd. 9 des Repertoriums); XX. Generalia (ebd.)
b) Rechnungen der Landschaftskasse Obersontheim und des Amts Oberrot, sie kamen über das Finanzarchiv an das Staatsarchiv Ludwigsburg.
c) Unverzeichneter Rest.
d) Die Lagerbücher, die K. O. Müller zum Teil im Hauptbestand mitverzeichnet hatte, wurden von Fr. Pietsch um 1960 im Bestand H 156 zusammengeführt und befinden sich im Hauptstaatsarchiv Stuttgart.
Zur Geschichte der Erbschenken von Limpurg vgl. das ausfühliche Vorwort zum Bestand B 114.
Neben dem Bestand B 113 I liegen im Staatsarchiv Ludwigsburg weitere Unterlagen zur Herrschaft Limpurg und zu den Teilherrschaften ihrer Allodialerben in den Beständen B 114, F 1/766, F 1/767, F 1/768, H 26, F 266 II, PL 15 I und PL 15 II. Die Lagerbücher der Herrschaft Limpurg-Gaildorf verwahrt das Hauptstaatsarchiv Stuttgart (H 156).
Das vorliegende Findbuch wurde im Rahmen eines von der DFG geförderten Projektes 2011/12 retrokonvertiert.
Die Pergamenturkunden wurden im Jahr 2018 mit finanzieller Unterstützung der Wüstenrot Stiftung und der Stiftung Würth digitalisiert und online gestellt.
1125 Urkunden, ca. 3000 Büschel, 163 Bände und unverz. Teil (238,0 lfd. m, davon 9,0 lfd. m unverz.)
Bestand
Müller, Karl Otto: Das Geschlecht der Reichserbschenken von Limpurg bis zum Aussterben des Mannesstammes, in: ZWLG 5 (1941), S. 215 243.
Prescher, Heinrich: Geschichte und Beschreibung der zum fränkischen Kreise gehörigen Reichsgrafschaft Limpurg, worinn zugleich die ältere Kochergau Geschichte überhaupt erläutert wird, 2 Teile, Stuttgart 1789/90, ND Kirchberg an der Jagst 1977.
Schaab, Meinrad: Teilungen in fränkischen Hochadelshäusern II: Limpurg und Löwenstein, in: HABW VI, 6 (1985), Beiwort S. 8 14.
Taddey, Gerhard: Limpurg, in: HdBWG 2: Die Territorien im alten Reich, Stuttgart 1995, S. 407 411.
Wunder, Gerd/Schefold, Max/Beutter, Herta: Die Schenken von Limpurg und ihr Land (Forschungen aus Württembergisch Franken 20), Sigmaringen 1982.
Prescher, Heinrich: Geschichte und Beschreibung der zum fränkischen Kreise gehörigen Reichsgrafschaft Limpurg, worinn zugleich die ältere Kochergau Geschichte überhaupt erläutert wird, 2 Teile, Stuttgart 1789/90, ND Kirchberg an der Jagst 1977.
Schaab, Meinrad: Teilungen in fränkischen Hochadelshäusern II: Limpurg und Löwenstein, in: HABW VI, 6 (1985), Beiwort S. 8 14.
Taddey, Gerhard: Limpurg, in: HdBWG 2: Die Territorien im alten Reich, Stuttgart 1995, S. 407 411.
Wunder, Gerd/Schefold, Max/Beutter, Herta: Die Schenken von Limpurg und ihr Land (Forschungen aus Württembergisch Franken 20), Sigmaringen 1982.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ