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Stephan, [Étienne Aldobrandi], Erzbischof von Toulouse,
päpstlicher Kämmerer, bestätigt Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda,
den Empfang von ...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1351-1360
1355 März 11
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Avinione die undecima mensis Martii anno a nativitate Domini millesimo CCC° quinquagesimo quinto indictione octava pontificatus sanctissimi patris et domini nostri domini Innocentii divina providentia pape VI anno tercio
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Stephan, [Étienne Aldobrandi], Erzbischof von Toulouse, päpstlicher Kämmerer, bestätigt Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, den Empfang von 100 Goldgulden als Teil der Bezahlung seiner Servitien (pro complemento prime partis et pro partis sui communis servicii) sowie den Empfang von 27 Goldgulden und sieben Schilling gängiger Währung für die Erfüllung von vier Diensten (serviciorum familiarum et officialium). Überbringer des Geldes ist Magister Heinrich von Fritzlar, Prokurator des Abtes. Der Abt wird von den Kirchenstrafen gelöst, die er wegen verspäteter Zahlung auf sich gezogen hatte. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Avignon. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Stephan, Erzbischof von Toulouse
Der Eintrag in das päpstliche Register nennt zwar den Empfang von 300 Goldgulden, bestätigt aber mit den ausgegebenen Urkunden nur den Eingang von 150 Goldgulden; vgl. dazu Hoberg, Einnahmen der apostolischen Kammer, S. 19, Nr. 70.
Links auf der Plica: (Guillemus de Cavanhaco); vgl. zum Schreibervermerk Williman, The Right of Spoil, S. 130.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.