DSHI 100 Sandow, Erich (Bestand)
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Dokumentesammlung des Herder-Instituts [Isil-Code DE-1988] (Archivtektonik) >> DSHI 100 Personenarchive
Bestandsbeschreibung:
Sandow, Erich
05.09.1905 in Alt Prochnow, Kr. Deutsch Krone/Westpreußen - 27.04.1983 in Detmold
Archivar
Literatur: Der Archivar 37, Februar 1984, Heft 1, 147-148
Lippisches Autorenlexikon (Lebender und nach dem Janaur 1983 Verstorbener), Bd.1, bearb. von Ernst Fleischhack, hrsg. von Detlev Hellfaier, Lemgo 1986, 171-172.
Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 52. Bd. (1983), 7
Oberstaatsarchivrat a.D. Dr. Erich Sandow, Mitglied der Kommission und erster Bearbeiter des Biographischen Lexikons Posener Deutscher (fortgesetzt von Dr. Hans-Joachim Balde, Zierenberg b. Kassel), verstarb am 27. April 1983 in Detmold. Er wurde am 5. September 1905 in Alt-Prochnow (Kreis Deutsch-Krone), damals Westpreußen, geboren. Nach dem mit Auszeichnung abgeschlossenen Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie (Lehramt und Promotion zum Dr. phil.) absolvierte er von 1931 bis 1933 eine Archivausbildung am Institut für Archivwissenschaften, Berlin. Es folgten Tätigkeiten als Archivar in Stettin, Breslau, Königsberg/Pr. (ab 1938 als Staatsarchivrat) und Posen. Nach Einberufung zum Kriegsdienst und nach Jahren sowjetischer Kriegsgefangenschaft kam Sandow 1948 in den Raum Osnabrück. Erst 1952 konnte er wieder in den geregelten archivischen Dienst eintreten: im Landes-, dann Staatsarchiv Detmold. 1965 wurde er zum Oberstaatsarchivrat ernannt, 1970 in den Ruhestand versetzt. Aus seinem Veröffentlichungsverzeichnis ist zu ersehen, daß sich Sandow mit historischen und landeskundlichen Themen seines jeweiligen Wirkungsortes beschäftigte: Dies galt schon für seine Tätigkeit in Stettin, zeigte sich aber auch bis zu seiner Beschäftigung mit westfälischer Geschichte ab Anfang der 60er Jahre in Detmold. Zudem war er auch im Historischen Verein für das Land Lippe tätig und verfaßte zahlreiche Aufsätze in den Lippischen Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde. Daß ein Teilnachlaß Sandow ins Herder-Institut gelangte, ergab sich aus Sandows Herkunft, seiner wissenschaftlichen Tätigkeit vor dem Kriege und aus seiner Zugehörigkeit zur Historisch-Landeskundlichen Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen, heute: Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen e.V., und aus seiner Mitwirkung in der Historischen Kommission für Pommern [weg: von Bedeutung]. Über die Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen kam auch der hier vorzustellende Teilnachlaß Sandow als ihr Depositum in das Herder-Institut Marburg, wo bereits mehrere andere Bestände aufbewahrt werden und der Forschung zugänglich sind, die unserer Kommission gehören. Dazu zählen vor allem die Kopie des Nachlasses von Albert Breyer (1889-1939), sowie die Nachlässe Richard Breyer (1917-1999), Paul Jendrike (1888-1966) und August Müller (1895-1989). Der Teil des Nachlasses, der sich mit Sandows Detmolder Zeit befaßt, befindet sich im Staatsarchiv Detmold selbst, ist im Augenblick aber noch nicht verzeichnet. Im polnischen Staatsarchiv Posen gibt es einen weiteren Teilnachlaß, der auf die Zeit Sandows in Posen zurückgeht (bis 1944/45). Er umfaßt 48 AE, die in einem polnischsprachigen Findbuch verzeichnet sind, das als Kopie aus Posen in der ersten Nummer „ad personam“ liegt. In den letzten Monaten (bis Janaur 2003) wurden die Materialien des Marburger Teilnachlasses im Herder-Institut verzeichnet. Das Material war in Aktenordnern mit Aufschriften von Sandows eigener Hand übergeben worden. Diese Gliederung wurde bei den Sichtungs- und Ordnungsarbeiten weitgehend beibehalten. Es liegt ein elektronisch gestütztes Findbuch vor. Der Nachlaß umfaßt 67 Archivalieneinheiten und nimmt im Magazin gut 2 lfd. Regalmeter ein. Die inhaltlichen Bezüge des Materials sind: die Historische Kommission für Pommern die Historisch Landeskundliche Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen, jetzt: Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen e.V. die Pommersche Landsmannschaft Arbeitsmaterialien zu den Veröffentlichungen (ein Großteil diese Materials betrifft den Pommern-Artikel im Territorien-Ploetz Band 1 und Band 2) Zettelkästen mit unterschiedlichen Themen Das Material zu den Kommissionen besteht meist aus Protokollen und amtlichen Schriftwechseln. Einen großen Teil des Materials machen handschriftliche Fassungen zu den beiden Bänden des Territorien Ploetz‘ aus (AE 8-29). Desweiteren gibt es umfangreiche Exzerpte und Notizen zu den anderen in der Findliste vermerkten Thematiken, wenig Kopien. In den handschriftlichen Bereich gehören auch die Zettelkästen, die von einer akribischen und geduldigen Arbeitsweise Sandows zeugen. Es findet sich so gut wie keine persönliche Korrespondenz - bis auf einige wenige private Bemerkungen in den meist amtlichen Briefen unter den Kommissionsmitgliedern. Auch sonst enthält der in Marburg vorliegende Teilnachlaß nichts Persönliches von oder zu Sandow.
Sandow, Erich
05.09.1905 in Alt Prochnow, Kr. Deutsch Krone/Westpreußen - 27.04.1983 in Detmold
Archivar
Literatur: Der Archivar 37, Februar 1984, Heft 1, 147-148
Lippisches Autorenlexikon (Lebender und nach dem Janaur 1983 Verstorbener), Bd.1, bearb. von Ernst Fleischhack, hrsg. von Detlev Hellfaier, Lemgo 1986, 171-172.
Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 52. Bd. (1983), 7
Oberstaatsarchivrat a.D. Dr. Erich Sandow, Mitglied der Kommission und erster Bearbeiter des Biographischen Lexikons Posener Deutscher (fortgesetzt von Dr. Hans-Joachim Balde, Zierenberg b. Kassel), verstarb am 27. April 1983 in Detmold. Er wurde am 5. September 1905 in Alt-Prochnow (Kreis Deutsch-Krone), damals Westpreußen, geboren. Nach dem mit Auszeichnung abgeschlossenen Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie (Lehramt und Promotion zum Dr. phil.) absolvierte er von 1931 bis 1933 eine Archivausbildung am Institut für Archivwissenschaften, Berlin. Es folgten Tätigkeiten als Archivar in Stettin, Breslau, Königsberg/Pr. (ab 1938 als Staatsarchivrat) und Posen. Nach Einberufung zum Kriegsdienst und nach Jahren sowjetischer Kriegsgefangenschaft kam Sandow 1948 in den Raum Osnabrück. Erst 1952 konnte er wieder in den geregelten archivischen Dienst eintreten: im Landes-, dann Staatsarchiv Detmold. 1965 wurde er zum Oberstaatsarchivrat ernannt, 1970 in den Ruhestand versetzt. Aus seinem Veröffentlichungsverzeichnis ist zu ersehen, daß sich Sandow mit historischen und landeskundlichen Themen seines jeweiligen Wirkungsortes beschäftigte: Dies galt schon für seine Tätigkeit in Stettin, zeigte sich aber auch bis zu seiner Beschäftigung mit westfälischer Geschichte ab Anfang der 60er Jahre in Detmold. Zudem war er auch im Historischen Verein für das Land Lippe tätig und verfaßte zahlreiche Aufsätze in den Lippischen Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde. Daß ein Teilnachlaß Sandow ins Herder-Institut gelangte, ergab sich aus Sandows Herkunft, seiner wissenschaftlichen Tätigkeit vor dem Kriege und aus seiner Zugehörigkeit zur Historisch-Landeskundlichen Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen, heute: Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen e.V., und aus seiner Mitwirkung in der Historischen Kommission für Pommern [weg: von Bedeutung]. Über die Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen kam auch der hier vorzustellende Teilnachlaß Sandow als ihr Depositum in das Herder-Institut Marburg, wo bereits mehrere andere Bestände aufbewahrt werden und der Forschung zugänglich sind, die unserer Kommission gehören. Dazu zählen vor allem die Kopie des Nachlasses von Albert Breyer (1889-1939), sowie die Nachlässe Richard Breyer (1917-1999), Paul Jendrike (1888-1966) und August Müller (1895-1989). Der Teil des Nachlasses, der sich mit Sandows Detmolder Zeit befaßt, befindet sich im Staatsarchiv Detmold selbst, ist im Augenblick aber noch nicht verzeichnet. Im polnischen Staatsarchiv Posen gibt es einen weiteren Teilnachlaß, der auf die Zeit Sandows in Posen zurückgeht (bis 1944/45). Er umfaßt 48 AE, die in einem polnischsprachigen Findbuch verzeichnet sind, das als Kopie aus Posen in der ersten Nummer „ad personam“ liegt. In den letzten Monaten (bis Janaur 2003) wurden die Materialien des Marburger Teilnachlasses im Herder-Institut verzeichnet. Das Material war in Aktenordnern mit Aufschriften von Sandows eigener Hand übergeben worden. Diese Gliederung wurde bei den Sichtungs- und Ordnungsarbeiten weitgehend beibehalten. Es liegt ein elektronisch gestütztes Findbuch vor. Der Nachlaß umfaßt 67 Archivalieneinheiten und nimmt im Magazin gut 2 lfd. Regalmeter ein. Die inhaltlichen Bezüge des Materials sind: die Historische Kommission für Pommern die Historisch Landeskundliche Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen, jetzt: Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen e.V. die Pommersche Landsmannschaft Arbeitsmaterialien zu den Veröffentlichungen (ein Großteil diese Materials betrifft den Pommern-Artikel im Territorien-Ploetz Band 1 und Band 2) Zettelkästen mit unterschiedlichen Themen Das Material zu den Kommissionen besteht meist aus Protokollen und amtlichen Schriftwechseln. Einen großen Teil des Materials machen handschriftliche Fassungen zu den beiden Bänden des Territorien Ploetz‘ aus (AE 8-29). Desweiteren gibt es umfangreiche Exzerpte und Notizen zu den anderen in der Findliste vermerkten Thematiken, wenig Kopien. In den handschriftlichen Bereich gehören auch die Zettelkästen, die von einer akribischen und geduldigen Arbeitsweise Sandows zeugen. Es findet sich so gut wie keine persönliche Korrespondenz - bis auf einige wenige private Bemerkungen in den meist amtlichen Briefen unter den Kommissionsmitgliedern. Auch sonst enthält der in Marburg vorliegende Teilnachlaß nichts Persönliches von oder zu Sandow.
Sandow, Erich
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
18.02.2026, 15:26 MEZ