Erzbischöfliches Gymnasialkonvikt in Sigmaringen (1929 - 1947)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 1 T 6-7 Nr. 255
Akten Nr. 248/1-4
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 1 T 6-7 Stadtarchiv Sigmaringen: Nachlass Franz Keller, Pädagoge, Heimatkundler (1875-1950)
Stadtarchiv Sigmaringen: Nachlass Franz Keller, Pädagoge, Heimatkundler (1875-1950) >> Kirche, kirchliche Anstalten, Geistliche und kirchliche Vereine
Enthält:
1) Monsignore Anton Sauter, Rektor i.R., berichtet unter dem 8.1.1948, maschinenschriftlich, S. 1 - 4, in gedrängter Kürze über die Baugeschichte der Jahre 1929, 1930, 1931, 1932 und 1933
a) Die Vorarbeiten 1929: Platzfrage, in der Nähe des Gymnasiums anfänglich. Entgegenkommen des Fürsten 1 1/2 Hektar zur Verfügung zu stellen
b) Mai 1930: Öffentlicher Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen (katholische Architekten aus Hohenzollern, Württemberg und Baden eingeladen). Die bis zum 30. September eingegangenen 129 Entwürfe sind im Dachgeschoss der Stadthalle ausgestellt. Vom Preisgericht vier Entwürfe preisgekrönt und fünf Entwürfe angekauft
c) Unerwartetes Anerbieten des Prinzenbaus durch die Fürstliche Hofkammer, Oktober 1930. Der Erzbischöfliche Baurat in Freiburg rät wegen der hohen Baukosten und der Lage in der Stadt ab
d) Die Bauausführung, April 1931, beginnend nach dem Entwurf des Regierungsbaumeisters Herkommer, Stuttgart, und Architekt Imbery, Sigmaringen, die Bauarbeiten wurden an Sigmaringer Firmen vergeben; Grundsteinlegung am 27.7.1931. Rohbau bis Spätherbst unter Dach
e) Bau der Eisenbahnbrücke und Erstellung eines Fußgängersteges neben derselben, anfängliche Ablehnung durch die Stadt, Bau des Steges durch das Konvikt, später Ersetzung der Hälfe der Herstellungskosten durch die Stadt
f) 1932 Innenausbau des Hauses, sanitäre Anlagen, Zentralheizung
g) Umzug Ostern 1933 - Einweihung 8. Mai
h) Finanzierung, beinahe aus kirchlichen Mitteln und Unterstützung des Fürsten von Hohenzollern, Thurn und Taxis und Fürst von Fürstenberg zu Donaueschingen
i) Der Betrieb des Konvikts 1933 - 1939, vielfach behindert durch "Partei" - 60 - 70 Zöglinge unter Leitung von Monsignore Sauter und Präfekt Maier, 1935 - 1943 Präfekt Spudel
k) 27.10.1939, Erlass des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, alle Schüler, welche am 1.4.1940 noch Zöglinge des Konvikts, dürften die staatliche Oberschule nicht mehr besuchen - tödlicher Schlag
l) Konvikt Lazarett 1940 - 1945
m) 14.3.1945 Bombeneinschlag ganz in der Nähe des Hauses, Zerstörung der Fenster der Südseite
n) Mai 1945 bis März 1946, das Konvikt von französischen Truppen besetzt, seit Ostern 1946 wieder 70 Schüler
2) Gedenkblatt zum 50jährigen Jubiläum des Sankt Fideliskonvikts 1857 - 1907 von Rektor Marmon, S. 1 - 40
3) Ansichtskarte des neuen Konvikts
4) Persönliche Erinnerungen an Monsignore Sauter. Von Keller
Sauter, ein vorzüglicher Erzieher, Religionslehrer, ein erwünschter Stadtpfarrer, beliebter Prediger - weitblickender Bauherr - schweigender Hausvater in der Nazizeit
Bemerkung: Siehe Akten Nr. 23 [Bestellnummer 33], Sankt Fidelis 1577 - 1622, das Fidelishaus 1857 - 1947. Dort ist unter 2 die Festzeitung vom 5.4.1933 das neue Erzbischöfliche Gymnasialkonvikt am Schönenberg mit weiteren wertvollen Angaben über die Baugeschäfte mit einem geschichtlichen Rückblick von Keller und unter 2a feierliche Einweihung des neuen Fidelishauses durch Erzbischof Dr. Gröber, Volkszeitung, 9.5.1933
Ferner Akten Nr. 15 [Bestellnummer 16], Nr. 20 Volkszeitung, 10.5.1933, Foto und Bericht. Erzbischof und Fürst Friedrich, die katholische Stadtpfarrkirche und Pfarrei
Abgeschlossen 10.2.1948. Keller
1) Monsignore Anton Sauter, Rektor i.R., berichtet unter dem 8.1.1948, maschinenschriftlich, S. 1 - 4, in gedrängter Kürze über die Baugeschichte der Jahre 1929, 1930, 1931, 1932 und 1933
a) Die Vorarbeiten 1929: Platzfrage, in der Nähe des Gymnasiums anfänglich. Entgegenkommen des Fürsten 1 1/2 Hektar zur Verfügung zu stellen
b) Mai 1930: Öffentlicher Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen (katholische Architekten aus Hohenzollern, Württemberg und Baden eingeladen). Die bis zum 30. September eingegangenen 129 Entwürfe sind im Dachgeschoss der Stadthalle ausgestellt. Vom Preisgericht vier Entwürfe preisgekrönt und fünf Entwürfe angekauft
c) Unerwartetes Anerbieten des Prinzenbaus durch die Fürstliche Hofkammer, Oktober 1930. Der Erzbischöfliche Baurat in Freiburg rät wegen der hohen Baukosten und der Lage in der Stadt ab
d) Die Bauausführung, April 1931, beginnend nach dem Entwurf des Regierungsbaumeisters Herkommer, Stuttgart, und Architekt Imbery, Sigmaringen, die Bauarbeiten wurden an Sigmaringer Firmen vergeben; Grundsteinlegung am 27.7.1931. Rohbau bis Spätherbst unter Dach
e) Bau der Eisenbahnbrücke und Erstellung eines Fußgängersteges neben derselben, anfängliche Ablehnung durch die Stadt, Bau des Steges durch das Konvikt, später Ersetzung der Hälfe der Herstellungskosten durch die Stadt
f) 1932 Innenausbau des Hauses, sanitäre Anlagen, Zentralheizung
g) Umzug Ostern 1933 - Einweihung 8. Mai
h) Finanzierung, beinahe aus kirchlichen Mitteln und Unterstützung des Fürsten von Hohenzollern, Thurn und Taxis und Fürst von Fürstenberg zu Donaueschingen
i) Der Betrieb des Konvikts 1933 - 1939, vielfach behindert durch "Partei" - 60 - 70 Zöglinge unter Leitung von Monsignore Sauter und Präfekt Maier, 1935 - 1943 Präfekt Spudel
k) 27.10.1939, Erlass des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, alle Schüler, welche am 1.4.1940 noch Zöglinge des Konvikts, dürften die staatliche Oberschule nicht mehr besuchen - tödlicher Schlag
l) Konvikt Lazarett 1940 - 1945
m) 14.3.1945 Bombeneinschlag ganz in der Nähe des Hauses, Zerstörung der Fenster der Südseite
n) Mai 1945 bis März 1946, das Konvikt von französischen Truppen besetzt, seit Ostern 1946 wieder 70 Schüler
2) Gedenkblatt zum 50jährigen Jubiläum des Sankt Fideliskonvikts 1857 - 1907 von Rektor Marmon, S. 1 - 40
3) Ansichtskarte des neuen Konvikts
4) Persönliche Erinnerungen an Monsignore Sauter. Von Keller
Sauter, ein vorzüglicher Erzieher, Religionslehrer, ein erwünschter Stadtpfarrer, beliebter Prediger - weitblickender Bauherr - schweigender Hausvater in der Nazizeit
Bemerkung: Siehe Akten Nr. 23 [Bestellnummer 33], Sankt Fidelis 1577 - 1622, das Fidelishaus 1857 - 1947. Dort ist unter 2 die Festzeitung vom 5.4.1933 das neue Erzbischöfliche Gymnasialkonvikt am Schönenberg mit weiteren wertvollen Angaben über die Baugeschäfte mit einem geschichtlichen Rückblick von Keller und unter 2a feierliche Einweihung des neuen Fidelishauses durch Erzbischof Dr. Gröber, Volkszeitung, 9.5.1933
Ferner Akten Nr. 15 [Bestellnummer 16], Nr. 20 Volkszeitung, 10.5.1933, Foto und Bericht. Erzbischof und Fürst Friedrich, die katholische Stadtpfarrkirche und Pfarrei
Abgeschlossen 10.2.1948. Keller
Archivale
Fürstenberg, Fürsten von
Herkommer, Regierungsbaumeister, Stuttgart
Maier, Präfekt
Sauter, Anton, Rektor, Fideliskonvikt Sigmaringen
Spudel, Präfekt
Thurn und Taxis; Fürsten von
Freiburg im Breisgau FR; Erzbistum
Sigmaringen SIG; Eisenbahnbrücke
Sigmaringen SIG; Erzbischöfliches Gymnasialkonvikt
Sigmaringen SIG; Fürstliche Hofkammer
Sigmaringen SIG; Gymnasium
Sigmaringen SIG; Prinzenbau
Sigmaringen SIG; St. Fideliskonvikt
Sigmaringen SIG; Stadthalle
Stuttgart S
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:45 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Deposita (ohne FAS - Dep. 39) (Tektonik)
- Stadtarchiv Sigmaringen (Tektonik)
- Nachlässe (Tektonik)
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