Ehescheidung des Bachmüllers Christian Mühlschlegel von seiner Frau Maria Katharina, Tochter des Kaufmanns Johann Adam Wagenseil von Kaufbeuren (Teil 1)
Vollständigen Titel anzeigen
F 8, Nr. 2475
F 8, Nr. 239
F 8 - Evangelisches Dekanatamt Biberach
F 8 - Evangelisches Dekanatamt Biberach >> II. Akten >> 1. Reichsstädtische Zeit >> 1.4. Ev. Konsistorium (Ehegericht) >> 1.4.3. Akten zu Gerichtsfällen
o.D., 1750/1751
Enthält v.a.:
- Briefe von Johann Adam Wagenseil an seinen Schwiegersohn, seine Tochter und Georg Thomas Gaupp
- Zeugenverhöre vor dem Konsistorium zum Vorwurf des Ehebruchs von Maria Katharina Mühlschlegel mit Georg Thomas Gaupp
- Aufstellung der Kleider und Metallgegenstände, die Maria Katharina in die Ehe gebracht hat
- Briefe von Johann Adam Wagenseil an seinen Schwiegersohn, seine Tochter und Georg Thomas Gaupp
- Zeugenverhöre vor dem Konsistorium zum Vorwurf des Ehebruchs von Maria Katharina Mühlschlegel mit Georg Thomas Gaupp
- Aufstellung der Kleider und Metallgegenstände, die Maria Katharina in die Ehe gebracht hat
39 Schr. (134 Bl.)
Sachakte
Unter Vermittlung von Sattler Georg Thomas Gaupp, ein Vetter des Müllers, hatten Christian Mühlschlegel und Maria Katharina Wagenseil am 5. Oktober 1750 geheiratet. Mühlschlegel war Witwer. Im darauf folgenden Jahr wurde die Ehescheidung vom Vater der Ehefrau beantragt, da Mühlschlegel falsche Angaben über sein Vermögen gemacht hatte. Als Rechtsvertreter beauftragte er Georg Thomas Gaupp, dem dann allerdings ein Verhältnis mit Maria Katharina angelastet wurde. Aus dem Scheidungsprozess wurde ein Ehebruchsprozess im Verlauf dessen Gaupp sogar aus dem Handwerk ausgeschlossen wurde (vgl. folgende Nr. 736, Q 15).
Gaupp, Thomas
Mühlschlegel, Christian
Wagenseil, Maria Katharina
Mühlschlegel, Maria Katharina
Gaupp, Georg Thomas
Kaufbeuren
Ehescheidung
Bachmüller
Zeugenverhör
Ehebruch
Konsistorium (Ehegericht)
Ehebruch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.08.2025, 11:20 MESZ