1343 Aug. 24 (an Sant Partholomeus tag) Geysel Lang (diu Lengein) von Nordhausen (Northausen), ihr Sohn Heinrich, dessen Ehefrau Hedwig und Seyfrid Lang (Lange), Tochtersohn beider (unser baider tochter sun), stiften ein Seelgerät von jährlich 15 ß hl 4 hl (Haller) aus dem Gut, das die alte Geysel Lang (diu alt Lengein) ehedem besaß, das dann ihr Sohn Heinrich geerbt hat und das jetzt [Heinrichs] Enkel (meiner tochter sun) Seyfrid Lang (der Lang) besitzt, unter folgenden Bedingungen: Nach dem Tod der Hedwig Lang, Ehefrau des gen. Heinrich, hat der jeweilige Besitzer des Guts Herrn Wernher, Pfarrer zu Nordhausen, und seinen Nachfolgern jährlich am 29. Sept. (Sant Michels tag) 8 ß 8 hl zu geben, wofür der Pfarrer jeden Sonntag der Seelen der Stifter zu gedenken hat. Am selben Tag erhalten die Heiligenpfleger zu Nordhausen 6 ß 8 hl. Der Besitzer des Guts darf, falls er in Not ist, nur soviel verkaufen, daß nach dem Gutachten (rat) der Bauern zu Nordhausen der Rest des Gutes das Seelgerät erbringen kann. Bruder Heinrich von Züpplingen, Komtur der Deutschen Häuser zu Donauwörth und Ulm (ze Werd und ze Vlme), hat das Gut weder zu be- noch zu entsetzen und weder von den A. noch vom Gut Fronen (dienst) zu fordern. Die A., die von Herrn Heinrich darüber eine Urkunde (prief und insigel) besitzen, verpflichten sich, jährlich das Seelgerät zu geben. Z.: 1) Bruder Heinrich der Rintsmaul, Hauskomtur zu Donauwörth, 2) Herr Wernher, Pfarrer zu Nordhausen, 3) Chunrad Puchhauser, 4) Heinrich Hübsch und 5) Ulrich Waltman, Gemeindsleute (der gemaind) des Dorfs Nordhausen Sr.: wegen Siegelkarenz der A. 1) Herr Andres, Dekan von Markt-Offingen, 2) Herr Albrecht, Pfarrer von Tannhausen (Tanhausen), 3) das Unterkapitel von Markt-Offingen (des under capitels insigel von Offingen)[1] Ausf. Perg. - 3 Sg., 1. besch. - Rv. auf Rasur Prov.: Landkommende Ellingen, Vogteiamt Schneidheim RSig.: 6); Nro 6 ASig.: Bü 23; 252 [1] Sg.: wachsender Heiliger, die Hände zum Gebet gefaltet, Umschr.: +S.CAP.DECANATVS.I(N).OFFINGEN