Graf Claus von Tecklenburg (Tekeneborgh) bekundet, daß er mit Bischof Otto von Münster über folgende Punkte übereingekommen ist: Das Kirchspiel Liesborn (Leysberne) gehört zum Gogericht Herzfeld (Hertvelde), das Kirchspiel Wadersloh (Wardeslo) und das Kloster Lette zum Gogericht Oelde (Olde). Glockenschlag und Oberhoheit (overste herlicheit) in diesen Kirchspielen gehören dem Stift Münster. Über das Kloster Liesborn und dessen Leute und Güter. steht dem Aussteller nur das Vogtrecht über des Klosters Vogtleute und -güter zu. Die Straße zwischen Stromberg (Stromberge) und der Lippe durch das Vresenbroek gehört dem Stift von Stromberg bis auf die Brücke zu Cappel (Cappele) und neben der Delbruggen bis an de Wendelsschen Specken; dort darf der Bischof seinen Gografen richten lassen und bis dahin das Geleitrecht ausüben. Im Dorf Oelde, am Schloß Paulsburg (Paulsborgh) ebendort und an den Gütern des Klosters Marienfeld (Sunte Merienvelde) im Gogericht Oelde hat der Aussteller kein Recht. Die Straße zwischen Oelde und Rheda (Rede) gehört zum Stift, und zwar von Oelde bis an de Hoenhege; so weit hat der Bischof das Geleitrecht. Die Straße zwischen Warendorf (Warendorpe) und Rheda gehört zum Stift von Warendorf bis an den Hilgenstoel, der zwischen Clarholz (Clarholte) und Beelen (Belen) in dem Oesterenlo liegt. Desgleichen gehört die andere Straße zwischen Warendorf und Rheda bei der Ems (Emeze) von Warendorf bis an de Heerschemme, wo der Dingstuhl liegt, zum Stift. Das gleiche gilt für die Straße, die von Warendorf nach Greven (Grevene) bzw. nach Harsewinkel (Hoeswynkele) führt; sie gehört bis an de Spaenvoert zum Stift. Glockenschlag und Oberhoheit im Dorf und Kirchspiel Harsewinkel stehen ebenfalls dem Stift zu. Am Kloster Marienfeld sowie dessen Leuten und Gütern in den Ämtern Sassenberg (Sassenberge) und auf dem Drein (Dreyne) hat der Aussteller kein Recht; am Kloster Freckenhorst (Vrekenhorst) und dessen Gütern und Leuten nur das Vogtrecht über des Klosters Vogtleute und -güter. Weiterhin hat der Aussteller kein Recht an den freien Gütern des Klosters Clarholz. Die Straße zwischen Rheine (Rene) und Meppen gehört auf der Emsseite, auf der Rheine liegt, zum Stift. Am Schloß Herzford (Gem. Schepsdorf) bei der Slips (Slipse) hat der Aussteller kein Recht, ebenfalls nicht an dem zerstörten Schloß zu Geyss (Geist ?) genannt Vredevoert, das der Bischof wieder erbauen kann. Beeidung des gegenwärtigen Vertrages durch den Aussteller. Dieser und Arnd Bischoping (Bysschopingh), Richter zu Münster, vor dem der Vertrag geschlossen wurde, kündigen ihre Siegel an. Zeugen: Bischof Dietrich von Osnabrück, Graf Bernd von Bentheim, Arnd von Götterswick (Goterswijck), Menso van Bekehusen, Domdekan, Lubbert von Rodenberg (Rodenberge), Vicedom, Alf von Lembeck (Lembeke), Kellner, Hermann von Münster und Hermann von Keppel (Keppele), Domherren zu Münster, Heidenrich de Sasse, Bernd Droste, Alberts Sohn, Hermann von Merveldt (Mervelde), Bernd Sohn, Hermann von Billerbeck (Bilrebeke), Amelung von Varendorf (Varendorpe), Hermann Korff, Eberhards (Everdes) Sohn, Heinrich von der Oer (Ore), Gerd Cappele, Johann Halewat, Knappen. ipso die beatorum Crispini et Crispiniani martirum