Klage des Hans Kiesel gegen den Webermeister Johann Krauß in Hirschbach wegen Beleidigung
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E 49/II Nr. 1970
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
02.12.1758 - 13.12.1758
Enthält:
1758 Dezember 2 (in duplo) bis 13: Protokoll mit mehreren Fortsetzungen, Hirschbach (im Schulhaus, s.u.).
Klage des Hans Kiesel, bislang Inwohner bei dem Webermeister Hans (= Johann) Kraus in Hirschbach, gegen denselben.
Krauß hatte Kiesel aufgefordert, ihm beim Stöckgraben zu helfen. Als Kiesel auf seine böse Hand verwies, beschimpfte ihm Krauß u.a. als Dieb.
Kraus bringt zu seiner Verteidigung weitere Diebstahlsvorwürfe vor.
Bescheid: Der Fall soll der Herrschaft vorgelegt werden.
Vorwürfe des Schulmeisters Johann Jacob Wolf gegen Krauß. Dieser habe geäußert, er frage nach dem Schulmeister so wenig wie nach einem Schäferbuben. Krauß verwies darauf, dass der Schulmeister ja der Sohn eines Schäfers sei. Der Verwalter (Georg Dietrich Hagendorn) erwähnt hier, er habe Krauß zu respektvollem Betragen aufgefordert und als Krauß nicht gehen wollte, habe er ihn vermittels seines spanischen Rohrs zur Tür hinaus geschoben. Krauß drängte wieder zurück, sodass der Amtsknecht gerufen werden musste, welchem Krauß sich jedoch durch Flucht entzog.
Inzwischen schrieb die Herrschaft, Verwalter solle den Fall vor Ort lösen.
Dabei eingeheftet:
1758 Dezember 7: Nachschrift des F(riedrich) Volland, Nürnberg, an den Verwalter.
Dabei lose:
1758 Dezember 5: Beschwerde des Krauß in Nürnberg über den Verwalter. Die fragliche Szene spielte sich im Schulhaus zu Hirschbach ab.
1758 Dezember 13, Hirschbach: Schließlich gab Krauß zu, ihn reuen seine unbesonnenen Äußerungen. Er entschuldigte sich bei Kiesel. Krauß musste 4 Stunden Arrest absitzen, gelobte Gehorsam und die Sache war erledigt.
1758 Dezember 2 (in duplo) bis 13: Protokoll mit mehreren Fortsetzungen, Hirschbach (im Schulhaus, s.u.).
Klage des Hans Kiesel, bislang Inwohner bei dem Webermeister Hans (= Johann) Kraus in Hirschbach, gegen denselben.
Krauß hatte Kiesel aufgefordert, ihm beim Stöckgraben zu helfen. Als Kiesel auf seine böse Hand verwies, beschimpfte ihm Krauß u.a. als Dieb.
Kraus bringt zu seiner Verteidigung weitere Diebstahlsvorwürfe vor.
Bescheid: Der Fall soll der Herrschaft vorgelegt werden.
Vorwürfe des Schulmeisters Johann Jacob Wolf gegen Krauß. Dieser habe geäußert, er frage nach dem Schulmeister so wenig wie nach einem Schäferbuben. Krauß verwies darauf, dass der Schulmeister ja der Sohn eines Schäfers sei. Der Verwalter (Georg Dietrich Hagendorn) erwähnt hier, er habe Krauß zu respektvollem Betragen aufgefordert und als Krauß nicht gehen wollte, habe er ihn vermittels seines spanischen Rohrs zur Tür hinaus geschoben. Krauß drängte wieder zurück, sodass der Amtsknecht gerufen werden musste, welchem Krauß sich jedoch durch Flucht entzog.
Inzwischen schrieb die Herrschaft, Verwalter solle den Fall vor Ort lösen.
Dabei eingeheftet:
1758 Dezember 7: Nachschrift des F(riedrich) Volland, Nürnberg, an den Verwalter.
Dabei lose:
1758 Dezember 5: Beschwerde des Krauß in Nürnberg über den Verwalter. Die fragliche Szene spielte sich im Schulhaus zu Hirschbach ab.
1758 Dezember 13, Hirschbach: Schließlich gab Krauß zu, ihn reuen seine unbesonnenen Äußerungen. Er entschuldigte sich bei Kiesel. Krauß musste 4 Stunden Arrest absitzen, gelobte Gehorsam und die Sache war erledigt.
Archivale
Indexbegriff Person: Hagendorn, Georg Dietrich
Indexbegriff Person: Kiesel, Hans (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Krauß, Johann (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Volland, Friedrich
Indexbegriff Person: Wolf, Johann Jakob
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Kiesel, Hans (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Krauß, Johann (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Volland, Friedrich
Indexbegriff Person: Wolf, Johann Jakob
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Hirschbach, Schulhaus
Protokoll
Schulhaus
Einwohner
Webermeister, Hirschbach
Beleidigung
Diebstahlsvorwurf
Stöckegraben
Herrschaft
Schulmeister, Hirschbach
Schäferbube (Beleidigung)
Rohr spanisches
Widerstand
Amtsknecht Artelshofen
Flucht
Beschwerde
Reue
Entschuldigung
Arrest
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.05.2056, 12:13 MESZ