Landkreis Osterholz (ab 1932) (Bestand)
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NLA ST, Rep. 274 Osterholz
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche und kommunale Bestände >> 1.1 Akten >> 1.1.5 Lokalverwaltung, u. a. Ämter und Landkreise (bis 1946)
1928-1957
Bestandsgeschichte: 1. Zur Geschichte des Landkreises Osterholz
Die preußische Verwaltung hatte nach der Annektion des Königreichs Hannover 1866 zunächst die Einteilung der nunmehrigen preußischen Provinz in Amtsbezirke bestehen lassen. Im Jahr 1867 waren verschiedene Ämter lediglich für militärische und fiskalische Zwecke zu Steuerkreisen zusammengelegt worden. Erst durch die Kreisverordnung für die Provinz Hannover vom 6. Mai 1884 wurden in der Provinz Hannover Landkreise nach preußischem Vorbild geschaffen. Die 18 Ämter im Landdrosteibezirk Stade, wie sie seit der Verwaltungsreform von 1859 bestanden hatten, wurden mit Wirkung zum 1. April 1885 zu 14 Kleinkreisen mit einem Landrat als königlichem Beamten an der Spitze zusammengelegt und umgebildet.
Das alte Amt Osterholz hatte 1852 einige Gemeinden an die Ämter Lilienthal und an Lesum abgegeben und dafür 1859 einige Gemeinden des aufgelösten Amtes Beverstedt erhalten. Das alte Amt Lilienthal, welches im Jahr 1852 um einige Gebietsteile der Ämter Osterholz und Ottersberg vergrößert worden war, wurde im Rahmen der Kommunalreform von 1885 mit dem Amt Osterholz zum neuen Landkreis Osterholz vereinigt. Sitz des Landrats war in Osterholz-Scharmbeck. 1932 ging der Landkreis Blumenthal im Landkreis Osterholz auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Landratsämter kommunalisiert, d. h. an die Stelle des bis dahin vom Staat eingesetzten Beamten trat ein gewählter Kommunalbeamter.
2. Zur Geschichte des Bestandes
Unter den im Oktober 1947 von dem Archivoberrat Erich Weise für archivwürdig befundenen Akten des Landratsamtes Osterholz befanden sich nur wenige Akten, die zeitlich über das Jahr 1932 hinausreichten. Die von Weise bewerteten Akten im Gesamtumfang von ca. 173 lfdm. wurden im August 1948 an die Außenstelle Stade des Staatsarchivs Hannover im Stader Regierungsgebäude abgegeben. Hier wurden sie bis zur 1964 erfolgten
Bestandsgeschichte: Überführung in das neue Dienstgebäude des 1959 wieder errichteten Staatsarchivs Stade im sogenannten "Osterholz"-Raum im Dachgeschoß des Regierungsgebäudes gelagert.
Bei der Neubearbeitung des Bestands Rep. 174 Osterholz (Landratsamt Osterholz 1885-1932) wurden im September 2005 die Akten dieses Bestandes, die im nennenswerten Umfang über das Jahr 1932 hinausreichten, herausgezogen und bildeten den Auftakt zu einem neuen Bestand Rep. 274 Osterholz (Landratsamt Osterholz 1932-1946). Anschließend wurde der 12 lfdm umfassende Aktenzugang, der im Jahr 1968 ohne inhaltliche Prüfung und ohne akzessionelle Vereinnahmung vom Staatsarchiv übernommen worden war, auf seine Provenienz geprüft. Nur ein geringer Teil der ansonsten nicht archivwürdigen Akten dieses Zugangs stammt aus der Registratur des staatlichen Landratsamtes Osterholz. Die in Frage kommenden Akten wurden im Oktober 2005 dem Bestand Rep. 274 Osterholz hinzugefügt und vom Unterzeichner per EDV verzeichnet. In seiner derzeitigen Gestalt umfaßt der Bestand 103 Akten (= 1,4 lfdm) aus der Zeit von 1928 bis 1957. Besonders bemerkenswert sind die Schadensmeldungen über Bombenabwürfe auf das Kreisgebiet während des Zweiten Weltkriegs sowie die umfangreiche Überlieferung zur Unterbringung von Flüchtlingen und Ausgebombten in der unmittelbaren Nachkriegszeit.
3. Literaturhinweis:
Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945, Reihe A: Preußen, Bd. 10: Hannover, bearbeitet von Iselin Gundermann und Walther Hubatsch, Marburg 1981, S. 291, S. 293f., S. 754f. und S. 758-764.
Georg-Christoph von Unruh, 75 Jahre Hannoversch-niedersächsische Landkreise (Hannover 1960)
Stade, am 7. April 2006 Dr. Christian
Bestandsgeschichte: Hoffmann
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Die preußische Verwaltung hatte nach der Annektion des Königreichs Hannover 1866 zunächst die Einteilung der nunmehrigen preußischen Provinz in Amtsbezirke bestehen lassen. Im Jahr 1867 waren verschiedene Ämter lediglich für militärische und fiskalische Zwecke zu Steuerkreisen zusammengelegt worden. Erst durch die Kreisverordnung für die Provinz Hannover vom 6. Mai 1884 wurden in der Provinz Hannover Landkreise nach preußischem Vorbild geschaffen. Die 18 Ämter im Landdrosteibezirk Stade, wie sie seit der Verwaltungsreform von 1859 bestanden hatten, wurden mit Wirkung zum 1. April 1885 zu 14 Kleinkreisen mit einem Landrat als königlichem Beamten an der Spitze zusammengelegt und umgebildet.
Das alte Amt Osterholz hatte 1852 einige Gemeinden an die Ämter Lilienthal und an Lesum abgegeben und dafür 1859 einige Gemeinden des aufgelösten Amtes Beverstedt erhalten. Das alte Amt Lilienthal, welches im Jahr 1852 um einige Gebietsteile der Ämter Osterholz und Ottersberg vergrößert worden war, wurde im Rahmen der Kommunalreform von 1885 mit dem Amt Osterholz zum neuen Landkreis Osterholz vereinigt. Sitz des Landrats war in Osterholz-Scharmbeck. 1932 ging der Landkreis Blumenthal im Landkreis Osterholz auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Landratsämter kommunalisiert, d. h. an die Stelle des bis dahin vom Staat eingesetzten Beamten trat ein gewählter Kommunalbeamter.
2. Zur Geschichte des Bestandes
Unter den im Oktober 1947 von dem Archivoberrat Erich Weise für archivwürdig befundenen Akten des Landratsamtes Osterholz befanden sich nur wenige Akten, die zeitlich über das Jahr 1932 hinausreichten. Die von Weise bewerteten Akten im Gesamtumfang von ca. 173 lfdm. wurden im August 1948 an die Außenstelle Stade des Staatsarchivs Hannover im Stader Regierungsgebäude abgegeben. Hier wurden sie bis zur 1964 erfolgten
Bestandsgeschichte: Überführung in das neue Dienstgebäude des 1959 wieder errichteten Staatsarchivs Stade im sogenannten "Osterholz"-Raum im Dachgeschoß des Regierungsgebäudes gelagert.
Bei der Neubearbeitung des Bestands Rep. 174 Osterholz (Landratsamt Osterholz 1885-1932) wurden im September 2005 die Akten dieses Bestandes, die im nennenswerten Umfang über das Jahr 1932 hinausreichten, herausgezogen und bildeten den Auftakt zu einem neuen Bestand Rep. 274 Osterholz (Landratsamt Osterholz 1932-1946). Anschließend wurde der 12 lfdm umfassende Aktenzugang, der im Jahr 1968 ohne inhaltliche Prüfung und ohne akzessionelle Vereinnahmung vom Staatsarchiv übernommen worden war, auf seine Provenienz geprüft. Nur ein geringer Teil der ansonsten nicht archivwürdigen Akten dieses Zugangs stammt aus der Registratur des staatlichen Landratsamtes Osterholz. Die in Frage kommenden Akten wurden im Oktober 2005 dem Bestand Rep. 274 Osterholz hinzugefügt und vom Unterzeichner per EDV verzeichnet. In seiner derzeitigen Gestalt umfaßt der Bestand 103 Akten (= 1,4 lfdm) aus der Zeit von 1928 bis 1957. Besonders bemerkenswert sind die Schadensmeldungen über Bombenabwürfe auf das Kreisgebiet während des Zweiten Weltkriegs sowie die umfangreiche Überlieferung zur Unterbringung von Flüchtlingen und Ausgebombten in der unmittelbaren Nachkriegszeit.
3. Literaturhinweis:
Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945, Reihe A: Preußen, Bd. 10: Hannover, bearbeitet von Iselin Gundermann und Walther Hubatsch, Marburg 1981, S. 291, S. 293f., S. 754f. und S. 758-764.
Georg-Christoph von Unruh, 75 Jahre Hannoversch-niedersächsische Landkreise (Hannover 1960)
Stade, am 7. April 2006 Dr. Christian
Bestandsgeschichte: Hoffmann
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ