1515 Feb. 14 (Mittwoch nach Apollonia) - Stuttgart Herzog Ulrich von Württemberg beurkundet: In den Auseinandersetzungen zwischen Abt Erhard [Öser] von Schöntal eines- und Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Weinsberg anderenteils wegen der bedhaften Güter des Klosters Schöntal in Stadt und Markung Weinsberg hatten die Parteien einen mit Incipit und Explizit zitierten Vertrag vom 15. Juli 1493 [s. U 876] geschlossen. Auf weitere Irrungen hin haben seine Räte über folgende Punkte entschieden: 1) die von Weinsberg beschlagnahmten schöntalischen Güter und das bereits verkaufte Haus des Klosters in der Stadt, 2) die der Stadt durch das Kloster jährlich zu reichenden 20 fl rh LW für Steuer, Bede, Auslösung und alle anderen Belastungen und 3) die eingeschränkte Gültigkeit des Vertrags [vom 15. Juli 1493]. - Die Parteien haben mit Handtreu versprochen, dem allem nachzukommen, und zwar der Abt für sich und sein Kloster in die Hand des Rats Dr. Konrad Krafft, Chorherr des Stifts zu Stuttgart, sowie Ulrich Lyß, Bürgermeister, und Hans Brezel (Pretzell), des Rats, Anwälte der Stadt Weinsberg, in die Hand des Kanzlers Dr. Gregor Lamparter. - Beide Parteien erhalten eine Ausf. dieser Urkunde. Siegler: der A. (mitt Unnserm ... Gerichtz Innsigell) Ausf. Perg., besch. - 1 Hofgerichtssg., besch. - Taxvermerk: Taxa IIII g.; nachgetragen: [erlegt] - Rv. Bem: Laut Nachtrag im Findbuch von 1825 S. 252 anno 1827 erhalten.