Hersfeld (bis 1606/1648): Reichsabtei, Fürstentum Hersfeld (Bestand)
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104
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten bis 1867 >> Sonstige Territorien >> Hersfeld (bis 1606/1648)
1170-1807
Enthält: Akten:
I. Stift Hersfeld: Äbte, Administratoren, Koadjutoren, Diener und Beamte - Lehen und Verträge mit Hessen - Einkünfte Steuern, Rechungswesen - Forstsachen, Gerichtswesen, geistliche Sachen, Militaria, Kanzleiwesen und Archiv
II. Stiftische Verwaltungsbezirke und Nebenklöster: Stadt Hersfeld, Schloß Eichen, Ämter Hersfeld, Obergeis, Niederaula, Gericht Johannesberg, Gericht Schildschlag, Propstei Petersberg, Amt Landeck, Vogtei und Kloster Kreuzberg, Amt und Kloster Frauensee, Amt Hausbreitenbach, Vogtei Blankenheim, Propstei und Kloster Göllingen, Kloster Kornberg, Kloster Herrenbreitungen
III. Streubesitz: Friedewald, Geismar, Hauneck, Homberg, Itter, Listingen, Neuenstein, Oberaula, Rotenburg, Schwarzenfels, Vacha
IV. Beziehungen zu Adelsgeschlechtern: v. Buchenau, v. Gleichen, v. Henneberg
V. Beziehungen zu Herrschaften: Hessen-Darmstadt, Hessen-Nassau-Diez, Solms-Lich, Fulda
Bestandsgeschichte: Der Bestand enthält Akten zum Stift und Amt Hersfeld, die aus Bestand 22 a 2: Klöster und Stifte sowie aus 23 c-d: Ämter, Oberämter, Reservatencomissare und Schultheisse herausgezogen und als eigener Bestand aufgestellt wurden.
Geschichte des Bestandsbildners: Durch Bischoff Lul von Mainz 769/70 gegründet. 775 durch Karl d. Gr. zum Reichskloster erhoben, 968 durch Kaiser Otto I. vom Erzbistum Mainz getrennt. Ausstattung durch Kaiser Heinrich II. mit großen Forst- und Wildbannbezirken. Das 10. und 11. Jh. ist Hersfelds kulturelle Blütezeit mit einer bedeutenden Klosterschule, deren Bibliothek eine Handschrift der Germania des Tacitus bewahrte. Ihren weitverstreuten Besitz konnte die Abtei vor allem gegen die Landgrafen von Hessen und das Erzbistum Mainz nicht behaupten. Die 1170 erstmals genannte Siedlung Hersfeld verband sich 1373 mit Hessen, und seit 1432 stand die Abtei unter Abt Albrecht ebenfalls unter hess. Schutzherrschaft. Dem wirtschaftlichen Niedergang entsprach ein klösterlicher Abstieg. Die Reformation drang rasch im Gebiet der Abtei vor. Seit 1606 wurde Hersfeld von Hessen verwaltet und ihm 1648 als weltliches Fürstentum zugesprochen. Um 1800 gehörten zu Hersfeld die Ämter Hersfeld, Niederaula, Obergeisa, Hauneck, Landeck und Frauensee, das Buchenauische Lehngericht Schildschlag, die Gerichte und früheren Propsteien an der Haun und Petersberg sowie die Vogtei Kreuzberg.
Die Stadt Hersfeld wird 1170 besonders erwähnt, unter König Wilhelm (1249-52) als Reichsstadt anerkannt, unterstand aber 1256 wieder der Abtei, mit der sie im 14. und 15. Jh. schwere Kämpfe ausfocht, die gemeinsam zur hessischen Schutzherrschaft führten.
Findmittel: HADIS-Datenbank (Retrokonversion des Findbuches)
I. Stift Hersfeld: Äbte, Administratoren, Koadjutoren, Diener und Beamte - Lehen und Verträge mit Hessen - Einkünfte Steuern, Rechungswesen - Forstsachen, Gerichtswesen, geistliche Sachen, Militaria, Kanzleiwesen und Archiv
II. Stiftische Verwaltungsbezirke und Nebenklöster: Stadt Hersfeld, Schloß Eichen, Ämter Hersfeld, Obergeis, Niederaula, Gericht Johannesberg, Gericht Schildschlag, Propstei Petersberg, Amt Landeck, Vogtei und Kloster Kreuzberg, Amt und Kloster Frauensee, Amt Hausbreitenbach, Vogtei Blankenheim, Propstei und Kloster Göllingen, Kloster Kornberg, Kloster Herrenbreitungen
III. Streubesitz: Friedewald, Geismar, Hauneck, Homberg, Itter, Listingen, Neuenstein, Oberaula, Rotenburg, Schwarzenfels, Vacha
IV. Beziehungen zu Adelsgeschlechtern: v. Buchenau, v. Gleichen, v. Henneberg
V. Beziehungen zu Herrschaften: Hessen-Darmstadt, Hessen-Nassau-Diez, Solms-Lich, Fulda
Bestandsgeschichte: Der Bestand enthält Akten zum Stift und Amt Hersfeld, die aus Bestand 22 a 2: Klöster und Stifte sowie aus 23 c-d: Ämter, Oberämter, Reservatencomissare und Schultheisse herausgezogen und als eigener Bestand aufgestellt wurden.
Geschichte des Bestandsbildners: Durch Bischoff Lul von Mainz 769/70 gegründet. 775 durch Karl d. Gr. zum Reichskloster erhoben, 968 durch Kaiser Otto I. vom Erzbistum Mainz getrennt. Ausstattung durch Kaiser Heinrich II. mit großen Forst- und Wildbannbezirken. Das 10. und 11. Jh. ist Hersfelds kulturelle Blütezeit mit einer bedeutenden Klosterschule, deren Bibliothek eine Handschrift der Germania des Tacitus bewahrte. Ihren weitverstreuten Besitz konnte die Abtei vor allem gegen die Landgrafen von Hessen und das Erzbistum Mainz nicht behaupten. Die 1170 erstmals genannte Siedlung Hersfeld verband sich 1373 mit Hessen, und seit 1432 stand die Abtei unter Abt Albrecht ebenfalls unter hess. Schutzherrschaft. Dem wirtschaftlichen Niedergang entsprach ein klösterlicher Abstieg. Die Reformation drang rasch im Gebiet der Abtei vor. Seit 1606 wurde Hersfeld von Hessen verwaltet und ihm 1648 als weltliches Fürstentum zugesprochen. Um 1800 gehörten zu Hersfeld die Ämter Hersfeld, Niederaula, Obergeisa, Hauneck, Landeck und Frauensee, das Buchenauische Lehngericht Schildschlag, die Gerichte und früheren Propsteien an der Haun und Petersberg sowie die Vogtei Kreuzberg.
Die Stadt Hersfeld wird 1170 besonders erwähnt, unter König Wilhelm (1249-52) als Reichsstadt anerkannt, unterstand aber 1256 wieder der Abtei, mit der sie im 14. und 15. Jh. schwere Kämpfe ausfocht, die gemeinsam zur hessischen Schutzherrschaft führten.
Findmittel: HADIS-Datenbank (Retrokonversion des Findbuches)
2 Rgm
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Bestände 3, 4 f Hersfeld, 17 I, 17 II und Protokolle, Salbücher, Rechnungen
Literatur: Neuhaus, Wilhelm: Geschichte von Hersfeld. Von den Anfängen bis zum Weltkrieg, 1927
Literatur: Ziegler, Elisabeth: Das Territorium der Reichsabtei Hersfeld von seinen Anfängen bis 1821 (Schriften des Hess. Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 7), 1939
Literatur: Neuhaus, Wilhelm: Auf den Spuren der Abtei Hersfeld in deutschen Gauen, 1941
Literatur: Hafner, Philipp: Die Reichsabtei Hersfeld bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts, 2. Aufl.1936
Literatur: Neuhaus, Wilhelm: Geschichte von Hersfeld. Von den Anfängen bis zum Weltkrieg, 1927
Literatur: Ziegler, Elisabeth: Das Territorium der Reichsabtei Hersfeld von seinen Anfängen bis 1821 (Schriften des Hess. Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 7), 1939
Literatur: Neuhaus, Wilhelm: Auf den Spuren der Abtei Hersfeld in deutschen Gauen, 1941
Literatur: Hafner, Philipp: Die Reichsabtei Hersfeld bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts, 2. Aufl.1936
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ