Professor Wilhelm Mundle (Bestand)
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7NL 124B
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 124B Professor Wilhelm Mundle
Bestandsbeschreibung: Professor Wilhelm Mundle Wilhelm Friedrich Mundle wurde am am 28. April 1892 als Sohn des späteren Missionsinspektors Gottlob Mundle in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und Geschichte in Tübingen, Berlin und vor allem Marburg und dem Kriegsdienst 1915 bis 1917 promovierte er bei Adolf Jülicher. Nach der anschließenden Habilitation war Mundle 1919 bis 1925 als Dozent für neutestamentliche Theologie an der Universität Marburg tätig und wurde 1925 zum außerordentlichen Professor ernannt. Er trat dann in den Pfarrdienst als Hilfsprediger in Eller-Wersten und amtierte seit 1927 als Pfarrer in Marxloh. 1942 wechselte er nach Boppard. 1961 trat er in den Ruhestand und wechselte wieder nach Marburg, wo er am 20. Dezember 1971 starb. Aus seiner 1923 geschlossenen Ehe mit der Ärztin Hanna Meinhof gingen vier Töchter hervor. Der Bestand umfasst im wesentlichen den Zeitraum von 1907 bis 1971. Einige Vorstücke reichen bis 1884 zurück, einige Korrespondenzteile seiner Witwe bis 1988. Theologiegeschichtlich interessant sind vor allem die Vorlesungen, Publikationen und Korrespondenzen Mundles aus den 1920er Jahren. Mundle machte sich als Paulus-Kenner einen Namen und wurde zum scharfen Antagonisten Rudolf Bultmanns. Zahlreiche Predigten dokumentieren den Pfarralltag vor allem aus der Bopparder Zeit, und auch die privaten Seiten seiner Biographie gewinnen durch die erhaltenen umfänglichen Korrespondenzteile deutliche Konturen. Ergänzende Archivbestände: Pers. 51 M 147; 7NL 123B (Gottlob Mundle). Akzessionsdatum: 2000.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ