Rutger Frenckinck (i. A. des Herzogs v. Jülich etc.) verordneter Richter, zwischen Johann vom Grymberge gnant Aldenbochum zur Wysch und dessen Gläubigern, immitiert den Wylhem v. Gerte gnant Koster, Burgern zu Hatnegen, in "drier malderse landtz, dess zweyer malderse uff der Lemkulen oder dess Kuelenstucke gnandt u. drie scepelsede fur der Wedeme zu Harpen, neben dem Gostlande u. eyn scepelsede bey der Bouchmer Landtwehr gelegen, in gemeltes Aldenboukums Nyderenhoffs guidt zu Harpen" gehörig, welches Wilh. v. Gerte als Unterpfand für geliehenes Land erhalten. Die Immission erfolgte, weil Aldenbouchum diesem Gläubiger an Kapital, Zinsen und Gerichtsunkosten die Summe von 278 1/2 Golgulden und 27 Albus schuldete (Aufschlüsselung siehe Klammer am Ende des Textes). Da jedoch die übergebenen 3 Malter Lands 300 Goldgulden an Wert ausmachten, so hatte derGläubiger 21 Goldgulden und 2 albus herauszuzahlen. Vorkommende Namen: Dirich zu Lutkendortmnudt und Peter Brinckmann zu Harpen "Kostere"[Küster]. Standgenossen: Christoffer Putman, Fron; Diederich Beckmann, Gerichtsschreiber; Berndt v. Sodingen und obige 2 Küster. Unterschrift des Gerichtsschreibers. (folgender Maßen setzt sich die Schuld zusammen: 1) Am 29. Oktober 1513 verkauften Robert von dem Vytinckhove gen. Schele und seine Frau Margarethe [als Waerburgen Aldenbochums Voreltern] dem Hermann uff der Wisch "zu behaeff dess heiligen Creutzes unser lieben Frauwen Sanct Stephani u. Dorotheen Altarss in der Kirchen zu Hatneggen" eine jährliche Rente von 3 Malter harten Schultkorns aus ihren sämtlichen Gütern, lösbar mit 30 oberländischen rheinischen Goldgulden; [Hermann im Spicker, Richter zu Hartnegen versiegelte die Kaufurkunde] 2) Am 18. August 1537 verkauften vor dem Bochumer Richter Dietr. Delscher Joh. v. Aldenbochum, Drost zu Goch, und seine Frau Margarete dem Martin Wissman, Vicar zu Hartneggen, 3 1/2 Malter Korn "uss dem Nurenberge" als jährliche Rente, lösbar mit 50 oberländischen rheinischen Goldgulden. Diese Kapitalien waren mit Zinsen und Gerichtskosten - alles zu Gulden umgerechnet - jetzt auf 152 1/2 Goldgulden 13 1/2 Albus angewachsen. Laut seines (Wilh. v. Gerte) "Rechensboichs" schuldete Grymberg noch 120 Taler und 10 Malter Korn. Dieses wieder mit Gerichtskosten zu Gulden gerechnet und zu den 152 1/2 Goldgulden 13 1/2 Albus gezählt, ergab als Schuldsumme, die Grymberg dem Wilh. v. Gerte zu zahlen hatte, 278 1/2 Goldgulden und 27 albus)

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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