Der kaiserliche Notar Philipp Werner Hoeglein beurkundet, dass der Schaffner des Mainzer Kartäuserordens, Jodokus Schwab, ihn am Vormittag des 19. Juni 1675 zwischen acht und neun Uhr in seinem Haus am Markt aufgesucht hat. Schwab hat dem Notar erklärt, dass von schwedischen oldaten während des Dreißigjährigen Krieges das "Archiv erbrochen, der mehrer theil ihrer hauptbrieff theilß zerrißen, theilß verbrent, von der überverpliebene aber auch die sigilla sogar abgerißen" worden seien. Aus Besorgnis, dass in ein paar Jahrzehnten die Glaubwürdigkeit der Urkunden angezweifelt werden könne ("wegen beforchtender Diffitierung"), hat er Hoeglein gebeten, sich die Erzählung vom ehem. Syndikus des Klosters, den Mainzer Hofgerichtsassessor und Licentiaten Franziskus Philipp Beusser, bestätigen zu lassen. Hoeglein ist deswegen am selben Tag zwischen ein und zwei Uhr zu Beusser in dessen Haus gen. zur Ladenburg gegangen, um sich von ihm im Beisein der Zeugen, Hans Georg Bauschemer und Jost Adam Hamberger, Schwabs Erzählung bestätigen zu lassen. Beusser hat berichtet, dass er unter den drei Prioren Jona Meder, Laurenz Mertloch und Johann Frey als Syndikus gedient habe und in die Geheimnisse des Klosters eingeweiht gewesen sei. Einer der beiden erstgenannten Prioren habe ihm die Urkunden ohne Siegel vorgezeigt und erzählt, dass die Siegel von den schwedischen Soldaten abgeschnitten worden seien, um das Wachs gewinnbringend zu verkaufen. Diese Geschichte könne er unter Eid beteuern. Hoeglein bestätigt mit seinem Notariatssignet die Aussage Beussers.