Sammlung Griesinger-Dorrer (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, P 25
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Deposita
Inhalt und Bewertung
Kern der Sammlung sind Briefe von verschiedenen Persönlichkeiten an Staatsrat Albert Julius Freiherr von Griesinger (1836-1899), der Kabinettschef des Königs von Württemberg und Vorsitzender des Oberhofrates war. Darunter finden sich auch Briefe der Provenienzen Ordenssekretariat und Königliches Kabinett, die Griesinger in seiner Eigenschaft als Sekretär des Ordenssekretariats und Kabinettschef empfangen hat. Unabhängig davon legte Albert Julius Griesinger eine Sammlung mit Autographen bedeutender Persönlichkeiten an.
Hinzu kommen Briefe an Albert Julius Griesingers Sohn, Julius Adolf Freiherr von Griesinger (geb. 1863), und Albert Julius Griesingers Schwiegersohn, Eugen Dorrer (1857-1916). Albert Julius Griesinger war als Diplomat beim Auswärtigen Amt tätig; Eugen Dorrer war Oberst und zeitweise württembergischer Militärbevollmächtigter in Berlin.
Unter den Schriftstücken finden sich Schreiben von Persönlichkeiten aus Hochadel (v. a. Mitglieder des Hauses Württemberg), Politik, Militär, Kunst, Musik, Literatur und Wissenschaft. Neben Schriftstücken von Persönlichkeiten aus Württemberg sind auch Schreiben von Prominenten aus Österreich-Ungarn zu erwarten, da Julius Adolf Griesinger in erster Ehe mit Luise Grübl (1884-1909), der Tochter des Wiener Bürgermeisters Grübl, und in zweiter Ehe mit der aus Österreich-Ungarn stammenden Ilona Freiin von Offermann (geb. 1887) verheiratet war.
Inhaltlich sind viele Schriftstücke von eher geringer Bedeutung, da es sich häufig um Einladungen, Glückwunschschreiben oder Dankschreiben handelt.
Die Sammlung wurde von dem Juristen Wilhelm Kohlhaas (1899-1995) im Jahre 1994 dem Hauptstaatsarchiv übergeben. Unterlagen aus dem Nachlass von Wilhelm Kohlhaas verwahrt das Hauptstaatsarchiv auch in den Beständen Q 1/42 und M 660.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ