Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Landratsamt Bentheim (Bestand)
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Behörden des Staates und der kommunalen Verwaltung >> 1.1 Regionale Verwaltung >> 1.1.4 Preußische Zeit ab 1885 und niedersächsische Zeit >> 1.1.4.1 Allgemeine Verwaltung, Vertretungskörperschaften >> 1.1.4.1.2 Untere Verwaltungsebene
1818-1949
Enthält: Allgemeine Verwaltungs- und Verfassungsangelegenheiten: 226, ab 1824. Darin Wahlsachen ab 1867, Landesplanung und -vermessung (u.a. der Wälle und Verschanzungen ab 1841), Ein- und Auswanderung (auch Statistik) ab 1854, Judensachen 1844-1938, Statistik ab 1872. Gemeindesachen: 159, ab 1818. - Ordnungs- und Sicherheitspolizei: 61, ab 1824. Darin Vereinswesen ab 1839, Grenzkommissariate ab 1923, politische Polizei 1925-35. - Feuer- und Baupolizei: 50, ab 1824. Darin auch Feuerversicherungen. Soziale Fürsorge: 19, ab 1827. - Gesundheits- und Veterinärwesen: 67, ab 1825. Landwirtschaft und Forsten: 149, ab 1826. Darin Ablösungen, Verkoppelungen, Markensachen (37) ab 1826, Meliorationen ab 1872, Landjahr 1936-40. - Jagd und Fischerei: 83, ab 1828. Deich- und Wasserbau: 47, ab 1835. - Straßen- und Brückenbau, Verkehr: 49, ab 1829. Handel und Gewerbe: 102, ab 1835. Darin Steingruben ab 1840, Erdölbohrungen ab 1904, Märkte ab 1862, Schiffahrt (auch auf der Vechte) ab 1835, Versicherungen und Sparkassen ab 1859, Vereine und Innungen ab 1864, Lohntarife ab 1892. Kirchensachen: 8, ab 1825. Darin auch Statistik 1884-97. - Schulsachen: 102, ab 1824. - Kulturelle Angelegenheiten (Zeitungen, Bibliotheken, Lesehallen, Jugendheime, Natur- und Denkmalschutz): 21, ab 1827. Steuern, Zölle, Finanzen: 10, ab 1865. - Militärsachen: 10, ab 1835. - Kriegsmaßnahmen und englische Besatzungszeit: 21, 1939-49. Darin Wirtschaftsamt ab 1933, Statistik 1945-49.
Geschichte des Bestandsbildners: Mit der am 1.4.1885 in Kraft getretenen Kreisordnung für die Provinz Hannover wurde die hannoversche Amtsverfassung endgültig durch die preußische Landratsverfassung ersetzt. Damit wurden die 1824 in der Grafschaft Bentheim geschaffenen Mediatämter Bentheim und Neuenhaus, seit 1848 königliche Ämter, aufgehoben und zum Landratsamt Bentheim zusammengefasst.
An die Stelle der bisherigen Kreis- und Amtshauptleute trat der Landrat, der als politischer Beamter vom König ernannt wurde. Als Organ der Staatsregierung führte er die Geschäfte der allgemeinen Landesverwaltung und die örtliche Polizeiverwaltung. Als Vorsitzender des Kreisausschusses und des Kreistages leitete er die Kommunalverwaltung des Kreises, die im Laufe der Zeit zunehmend an Bedeutung gewann.
Geschichte des Bestandsbildners: Gemäß § 30 der Kreisordnung, wonach in einigen Kreisen die örtliche Polizeiverwaltung besonderen Staatsbeamten, sog. Hilfsbeamten des Landrats, übertragen werden sollte, wurde durch Erlass des Ministers des Inneren betr. "die Hülfsbeamten der Landräthe in einigen Kreisen der Provinz Hannover" vom 17. Januar 1885 in Neuenhaus eine landrätliche Hilfsstelle eingerichtet. Der Hilfsbeamte sollte als Unterbeamter des Landrats in dem Gebiet des ehemaligen Amtes Neuenhaus - Kirchspiele der Niedergrafschaft, Stadt Neuenhaus, Stadt und Kirchspiel Nordhorn und Gemeinde Wietmarschen - Aufsicht über die örtliche Polizeiverwaltung führen sowie die ihm vom Landrat im Auftragsverfahren übertragenen Angelegenheiten wahrnehmen. Letztere konnten alle "zum amtlichen Wirkungskreis des Landrats gehörenden Angelegenheiten" umfassen.
Bestandsgeschichte: Die bisherigen Teilbestände I und II sind jetzt in einem gemeinsamen Findmittel vereinigt. Die unterschiedlichen Gliederungen wurden zu diesem Zweck zusammengefasst. Frau Anni Kramer erledigte die Abschrift der Altfindbücher, deren Vorworte im Anschluss wiedergegeben sind. Die Nachträge wurden von Manfred Brockel verzeichnet.
Osnabrück im März 2005 N. Rügge
Der zuvor unter Rep 450 Bent I verzeichnete Teilbestand "Landratsamt Bentheim" war formiert aus den hierher gehörenden Akten, die zuvor mit den hannoverschen Akten zusammen in Rep 122 II verzeichnet waren und dort gestrichen wurden, aus der Akzession 13/48, die von der Abwicklungsstelle Bentheim des Landratsamtes Bentheim bei seiner Übersiedlung nach Nordhorn nach dem 2. Weltkriege übernommen wurden, sowie der kleineren Abgabe Akz. 2/57. Als Grenzjahr zwischen hannoverscher und preußischer Zeit wurde nicht das Jahr des politischen Wechsels (1866), sondern das der Einführung neuer Verwaltungsformen (1885) gewählt.
Bestandsgeschichte: Der ehemalige Teilbestand Rep 450 Bent II setzte sich zusammen aus den Akzessionen 5/60 und 16/69 sowie aus den zeitlich zum Landratsamt gehörigen Akten, die aus den Beständen Rep 350 Bent und Rep 350 Neuhs - Amt Bentheim und Amt Neuenhaus - herausgezogen wurden. Die Akzessionen umfassten Akten der Ämter Bentheim und Neuenhaus, des Landratsamtes, des Kreisausschusses, der Hilfsstelle Neuenhaus und ihrer Nachfolgebehörde der Kreisverwaltung, für die jeweils eigene Findbücher angelegt bzw. die alten ergänzt wurden.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Literatur: Max Bär: Abriss einer Verwaltungsgeschichte des Regierungsbezirks Osnabrück, Hannover und Leipzig 1901 Gesetzsammlung für die Kgl. Preuß. Staaten, Jg. 1884 Nr. 17 Amtsblatt für Hannover, Jg. 1885 Stück 10 W. Rosien, Politische und territoriale Entwicklung. In: H. Specht, der Landkreis Grafschaft Bentheim. Bremen-Horn 1953 (Veröff. d. Wirtschaftswiss. Gesellsch. u. d. Nds. Amtes f. Landesplanung u. Statistik Reihe D Bd. 9).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.