1.43 Familienunterlagen Sauereisen (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 50/1.43
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Sammlungen >> Familienpapiere und genealogische Sammlungen >> Sammlung von Familienpapieren >> J 50 1. Papiere einzelner Familien
1916-1958 und o. J.
Der Teilbestand J 50/1.43 umfasst Unterlagen zur Geschichte der Familie von Emil Sauereisen (1880-1940). Er wurde am 12. Januar 1880 als Sohn des Carl Friedrich Sauereisen und der aus Rottweil stammenden Katharina Sauereisen, geb. Hirth, geboren. 1896 bis 1897 war Emil Sauereisen Lehrling und Gehilfe des Pfand- und Kaufratsschreibers Häcker in Esslingen. 1897 bis 1899 war er als Gehilfe dem Stadtpfleger Reiser in Esslingen zugewiesen. Schließlich wechselte Sauereisen den Dienstherrn und war von 1899 bis 1900 Gehilfe des Schultheißen Fauser in Kemnath. 1900 kehrte er wieder nach Esslingen zurück und wurde Gehilfe des Verwaltungsratschreibers Lamparter. 1902 bis 1903 war Sauereisen als Gehilfe des Schultheißen in Deizisau und des Notars Bender in Plochingen tätig. 1902 bis 1905 arbeitere er als Gehilfe bzw. Hilfsarbeiter bei der Verwaltungsratschreiberei der Städtischen Wasserwerke in Stuttgart. Vom 1. August 1914 bis November 1918 nahm Sauereisen am Ersten Weltkrieg teil. Er diente u. a. beim Landsturm und in der 11. Kompanie des Württembergischen Reserve-Infanterie-Regiments 120. Sauereisen wurde am 23. September 1918 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen, wie ein Besitz-Zeugnis in Büschel (Bü) 482 beweist. Diese biografischen Angaben wurden der in diesem Bestand unter Büschel 483 verwahrten Berechnung der Pensionsrechte entnommen, die auch einen Lebenslauf von Emil Sauereisen über die Jahre 1896 bis 1905 bzw. 1918 enthält. Nähere Einzelheiten über die berufliche Laufbahn Sauereisens in den Jahren 1905 bis 1914 und nach seiner Rückkehr aus dem Krieg 1918 sind den wenigen in diesem Bestand vorliegenden Archivalien nicht zu entnehmen. Am 9. Oktober 1906 heiratete Emil Sauereisen Berta Haag aus Heilbronn (1880-1956). Aus der Ehe gingen der Sohn Erich Sauereisen (geboren 1917, verstorben vermutlich 1938) und die Tochter Irmgard Sauereisen (1909-1979) hervor. Da der Sohn und die Tochter Emil Sauereisens keine Kinder haben, ist die Linie des Emil Sauereisen ausgestorben. Der Bestand J 50/43 enthält neben den bereits erwähnten Papieren von Emil Sauereisen einzelne Papiere zu dessen Ehefrau Berta Sauereisen, geb. Haag, (Bü) 484 bis 486), wie einen Ausweis für Fliegergeschädigte, eine Bescheinigung für eine Wohnraumzuweisung in die Wohnung der Berta Sauereisen sowie einen Abholausweis für Lebensmittelkarten (Bü 484 bis 486). Von der Tochter Irmgard Sauereisen, die eine selbständige Damenschneiderin war, hat sich eine Meldekarte des Landesarbeitsamtes Württemberg-Baden (Bü 487) erhalten. Außerdem sind ein Foto von Emil Sauereisen aus dem Jahre 1928 (Bü 488) und ein Album mit Fotos von Stuttgart und Umgebung v. a. aus den 1950er Jahren (Bü 489) zu erwarten. In dem Album verdient v. a. eine Ansicht der Königstraße und des Hauptbahnhofs in Stuttgart aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg Beachtung. Aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges stammen die Lebensmittelmarken, Raucherkarten und Bezugskarten für Kleiderstoffe (Bü 490). Rabattmarken der Firma Kaiser's Kaffeegeschäft (Bü 491) gibt es ebenso in dem Bestand. Schließlich ist noch eine Ausgabe des Schwäbischen Bilderblattes aus dem Jahre 1916 (Bü 492) vorhanden. Die Materialien wurden im Mai 2019 von Frau Hildegard Anders, Renningen, als Geschenk an das Hauptstaatsarchiv abgegeben (vgl. Az.: 7511.3-F.). Innerhalb der Beständegliederung (Tektonik) des Hauptstaatsarchivs erhielten sie die Signatur J 50/1.43. Stuttgart, im Mai 2019 Eberhard Merk
11 Büschel (ca. 0,05 lfd. m)
Bestand
Sauereisen, Familie
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ