Graf Johann von Sonnenberg, Herr zu Wolfegg, tauscht auch als Bevollmächtigter seines Vetters Johann d. J. Truchsess von Waldburg und in ihrer beider Eigenschaft als Vögte und Schirmherren der Kapelle auf dem Sankt Veits-Berg oberhalb Ravensburgs Anna Brunner zu Emmelhofen, Tochter des Hans Brunner und der Vida Steiner, die bis jetzt als Leibeigene dem in dieser Kapelle befindlichen Altar des heiligen Nothelfers Veit gehört hat, gegen Ursula Dräger zu Hargarten (Harergarten), bisher eine Leibeigene des Klosters Weingarten und eheliche Tochter des Konrad Dräger und der Waldburg Mayenberg. Fortan soll die genannte Anna mit Leib und Gut und allen ihren künftigen Kindern vollständig dem Gotteshaus gehören, ohne dass dieses irgendwelche Einsprüche des Ausstellers gewärtigen muss. Deshalb entbindet dieser Anna von ihrem Eid und spricht sie von ihrer bisherigen Eigenschaft und den daraus erfließenden Ansprüchen und Forderungen des Heiligen bzw. der Kapläne wie auch der Vögte gegen ihren Leib und ihr Gut los.
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Graf Johann von Sonnenberg, Herr zu Wolfegg, tauscht auch als Bevollmächtigter seines Vetters Johann d. J. Truchsess von Waldburg und in ihrer beider Eigenschaft als Vögte und Schirmherren der Kapelle auf dem Sankt Veits-Berg oberhalb Ravensburgs Anna Brunner zu Emmelhofen, Tochter des Hans Brunner und der Vida Steiner, die bis jetzt als Leibeigene dem in dieser Kapelle befindlichen Altar des heiligen Nothelfers Veit gehört hat, gegen Ursula Dräger zu Hargarten (Harergarten), bisher eine Leibeigene des Klosters Weingarten und eheliche Tochter des Konrad Dräger und der Waldburg Mayenberg. Fortan soll die genannte Anna mit Leib und Gut und allen ihren künftigen Kindern vollständig dem Gotteshaus gehören, ohne dass dieses irgendwelche Einsprüche des Ausstellers gewärtigen muss. Deshalb entbindet dieser Anna von ihrem Eid und spricht sie von ihrer bisherigen Eigenschaft und den daraus erfließenden Ansprüchen und Forderungen des Heiligen bzw. der Kapläne wie auch der Vögte gegen ihren Leib und ihr Gut los.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2716
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1500-1549
1502 Juli 5 (am nächsten zinstag nach sant Ulrichs tag)
19 x 28,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Graf Johann von Sonnenberg
Empfänger: Kloster Weingarten
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Kloster Weingarten
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Brunner, Anna
Brunner, Hans
Dräger, Konrad
Dräger, Ursula
Mayenberg, Waldburg
Sonnenberg, Johann von; Graf Truchsess von Waldburg, 1470-1510
Steiner, Vida
Waldburg, Johann d. J. von; Erbtruchsess
Emmelhofen : Bodnegg RV
Hargarten : Bodnegg RV
Ravensburg RV; Sankt Veit (Kapelle)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:27 PM CET
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- Leibeigenschaftsbriefe (Classification)
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