VEB Maschinenfabrik Sangerhausen (Bestand)
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I 563 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.06. Maschinen- und Anlagenbau
1900 - 1996
Benutzbarkeit: unbenutzbar
Findhilfsmittel: unerschlossen
Registraturbildner: Im Juni 1952 wurde der ehemalige SAG-Betrieb Maschinenfabrik Sangerhausen der Staatlichen AG AMO (vorm. Maschinenfabrik Sangerhausen AG) als VEB Maschinenfabrik Sangerhausen - VVB Nagema in Volkseigentum übergeben. 1959 wurde der VEB zudem Kommanditist der nun halbstaatlichen Firmen Eisengießerei Kupferhütte Plank und Paul Rudolf KG Kesselschmiede und Maschinenbau.
Haupterzeugnisse des Betriebes blieben zunächst zuckertechnologische Ausrüstungen, wie Maschinen und Anlagen (u.a. Dampfmaschinen) für Zuckerfabriken, komplette zuckerrohr- und zuckerrübenverarbeitende Fabriken sowie Einrichtungen für die chemische Industrie im In- und Ausland.
Mit dem Übergang des VEB in den Verband der VVB Chemieanlagen, Mitte der 1960er Jahre, wurde er dem VEB Chemieanlagenbau Staßfurt unterstellt. Die Umbildung der VVB Chemieanlagen zum Kombinat Chemieanlagen machte aus dem VEB Maschinenfabrik Sangerhausen einen Kombinatsbetrieb des VEB Chemieanlagenbau Staßfurt (CAS).
Hergestellt wurden in dieser Zeit v.a. Vakuumkoch- und Verdampfungsapparate, Maischenanlagen, Zentrifugen und Schnitzelpressen für den Inlandsmarkt und Export sowie später auch spezielle Zentrifugentypen für die chemische, pharmazeutische, Plast-, Metall-, Textil- und Lebensmittel. Außerdem wurden im Rahmen der staatlich vorgegebenen Konsumgüterproduktion u.a. Stühle, Bänke, Fliesenschneider, Betonmischer, Teppichkehrmaschinen und Kohlepressen sowie sogen. Fremderzeugnisse nach vorgegebenen Konstruktionsunterlagen.
1990 wurde das Kombinat aufgelöst und aus dem VEB die Maschinenfabrik Sangerhausen GmbH, mit der Treuhand als alleinigem Gesellschafter. Die angestrebte Privatisierung erfolgte 1991 mit dem Verkauf der Firma an die englische Portland Corporation PLC. Bis zu seiner Schließung im Okt. 1994 produzierte das Werk unter der Firmenbezeichnung SAMAG Maschinenfabrik Sangerhausen GmbH.
Bestandsinformationen: In drei Ablieferungen wurde 1996 und 1997 ca. 16,5 lfm unerschlossenes und unverzeichnetes Archivgut des VEB Maschinenfabrik SGH von der Maschinenfabrik Sangerhausen GmbH an das frühere Landesarchiv Merseburg (jetzt Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg) übergeben.
Darin enthalten sind neben einem großen Anteil Archivgut der Vorgängerfirma Maschinenfabrik Sangerhausen AG v. a. Betriebsunterlagen des VEB sowie Schriftgut aus der Nachwendezeit.
Findhilfsmittel: unerschlossen
Registraturbildner: Im Juni 1952 wurde der ehemalige SAG-Betrieb Maschinenfabrik Sangerhausen der Staatlichen AG AMO (vorm. Maschinenfabrik Sangerhausen AG) als VEB Maschinenfabrik Sangerhausen - VVB Nagema in Volkseigentum übergeben. 1959 wurde der VEB zudem Kommanditist der nun halbstaatlichen Firmen Eisengießerei Kupferhütte Plank und Paul Rudolf KG Kesselschmiede und Maschinenbau.
Haupterzeugnisse des Betriebes blieben zunächst zuckertechnologische Ausrüstungen, wie Maschinen und Anlagen (u.a. Dampfmaschinen) für Zuckerfabriken, komplette zuckerrohr- und zuckerrübenverarbeitende Fabriken sowie Einrichtungen für die chemische Industrie im In- und Ausland.
Mit dem Übergang des VEB in den Verband der VVB Chemieanlagen, Mitte der 1960er Jahre, wurde er dem VEB Chemieanlagenbau Staßfurt unterstellt. Die Umbildung der VVB Chemieanlagen zum Kombinat Chemieanlagen machte aus dem VEB Maschinenfabrik Sangerhausen einen Kombinatsbetrieb des VEB Chemieanlagenbau Staßfurt (CAS).
Hergestellt wurden in dieser Zeit v.a. Vakuumkoch- und Verdampfungsapparate, Maischenanlagen, Zentrifugen und Schnitzelpressen für den Inlandsmarkt und Export sowie später auch spezielle Zentrifugentypen für die chemische, pharmazeutische, Plast-, Metall-, Textil- und Lebensmittel. Außerdem wurden im Rahmen der staatlich vorgegebenen Konsumgüterproduktion u.a. Stühle, Bänke, Fliesenschneider, Betonmischer, Teppichkehrmaschinen und Kohlepressen sowie sogen. Fremderzeugnisse nach vorgegebenen Konstruktionsunterlagen.
1990 wurde das Kombinat aufgelöst und aus dem VEB die Maschinenfabrik Sangerhausen GmbH, mit der Treuhand als alleinigem Gesellschafter. Die angestrebte Privatisierung erfolgte 1991 mit dem Verkauf der Firma an die englische Portland Corporation PLC. Bis zu seiner Schließung im Okt. 1994 produzierte das Werk unter der Firmenbezeichnung SAMAG Maschinenfabrik Sangerhausen GmbH.
Bestandsinformationen: In drei Ablieferungen wurde 1996 und 1997 ca. 16,5 lfm unerschlossenes und unverzeichnetes Archivgut des VEB Maschinenfabrik SGH von der Maschinenfabrik Sangerhausen GmbH an das frühere Landesarchiv Merseburg (jetzt Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg) übergeben.
Darin enthalten sind neben einem großen Anteil Archivgut der Vorgängerfirma Maschinenfabrik Sangerhausen AG v. a. Betriebsunterlagen des VEB sowie Schriftgut aus der Nachwendezeit.
Laufmeter: 9.3
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST