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Porträtfoto von Oscar Wilde und Alfred Douglas (1)
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Schwarz-Weiß-Fotografie, auf der Oscar Wilde (links) und Lord Alfred Douglas (rechts) zu sehen sind. Das Foto wurde vermutlich vor eine Kulisse aufgenommen, die einen Fensterbogen vor einer Landschaft zeigt. Douglas sitzt mit überschlagenen Beinen auf einer Steinbank. Er trägt eine helle Hose, eine Jacke, darunter vermutlich eine Weste und ein helles Hemd, auf dem Kopf einen hellen Hut. Er ist halb von der Seite fotografiert und schaut geradeaus. Wilde steht vor der Steinbank, einen Fuß hat er auf die Sitzfläche gestellt. Ein Arm liegt auf dem Oberschenkel des aufgestellten Beins, den anderen stemmt er in die Hüfte. Er trägt einen gestreiften Anzug, in der Hand hält er einen Hut und einen Spazierstock. Wilde hat sich in Richtung der Kamera gedreht und blickt die Betrachtenden direkt an.
Kontext:
Der englische Schriftsteller Oscar Wilde (1854–1900) wurde 1895 wegen homosexueller Kontakte zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Der Strafprozess fand auch international große Aufmerksamkeit. Dies war einer der Auslöser für den Sexualwissenschaftler und Sexualreformer Magnus Hirschfeld, das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee (WhK) zu gründen, eine Organisation, die für die Rechte Homosexueller und für die Abschaffung von § 175 kämpfte, wonach mannmännliche homosexuelle Kontakte unter Strafe standen.
Hirschfeld und andere, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzten, griffen in ihren Schriften und weiteren aufklärerischen Arbeiten oft auf historische oder bekannte Persönlichkeiten zurück, die selbst – offen oder nicht – homosexuell waren. Damit verwiesen sie auf eine lange Traditionslinie geschlechtlicher Identitätskonzepte, die jenseits der zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Norm lagen.