B Rep. 235-03 Allgemeiner Deutscher Lehrerinnen-Verein (ADLV) (Bestand)
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B Rep. 235-03
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 7 Organisationen und Vereine >> B 7.5 Helene-Lange-Archiv/Frauenvereine und -verbände >> B Rep. 235 Helene-Lange-Archiv
1875 - 1943
Vorwort: B Rep. 235-03 Allgemeiner Deutscher Lehrerinnen-Verein (ADLV)
1. Vereinsgeschichte
Der Allgemeine Deutsche Lehrerinnen-Verein wurde Pfingsten 1890 von Helene Lange, Auguste Schmidt und Marie Loeper-Houselle in Friedrichroda (Thüringen) gegründet und ist damit einer der ältesten und wichtigsten Frauenberufsvereine. Helene Lange wurde die Leitung des neuen Vereins übertragen. Sie war selbst Lehrerin und hatte sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Mädchen- und Frauenbildung (Einrichtung von Mädchengymnasien, Zulassung von Frauen zum Studium u.a.) eingesetzt.
Die Mitgliederzahl des Vereins stieg im ersten Jahr auf über 3000; 1921 gehörten ihm 188 Zweigvereine mit ca. 40 000 Mitgliedern sowie 1200 direkte Mitglieder an. 1921 legte Helene Lange den Vorsitz nieder, ihre Nachfolgerin wurde Emmy Beckmann, die seit 1910 Pädagogin im Hamburger Schuldienst war und 1927 als erste Frau Oberschulrätin für das höhere Mädchenschulwesen wurde.
1896 wurde die von Marie Loeper-Houselle seit 1884 herausgegebene Zeitschrift "Die Lehrerin in Schule und Haus" Organ des ADLV; sie wurde 1910 in "Die Lehrerin" umbenannt und erschien mit drei Beiblättern. 1924 erfolgte eine weitere Umbenennung in "ADLV - Deutsche Lehrerinnen-Zeitung". Daneben erschienen von 1925 bis 1931 sechs Hefte der Pädagogisch-psychologischen Schriftenreihe des ADLV, von 1892 bis 1917 der Lehrerinnen-Kalender sowie ein Reiseadressbuch für Lehrerinnen.
Der ADLV entwickelte sich im Laufe seines Bestehens von einer Selbsthilfeorganisation mit Stellenvermittlung und Krankenkasse zu einer Dachorganisation der Fach- und Landesverbände der Lehrerinnenvereine. Eine Einzelmitgliedschaft war nach einer internen Umorganisation ab 1921 nicht mehr möglich.
Aufgrund der drohenden Gleichschaltung wurde auf einer Tagung im Mai 1933 in Erfurt die Selbstauflösung beschlossen.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 157 Akten mit einer Laufzeit von 1890-1935 und enthält Korrespondenz, Protokolle, Berichte, Eingaben und Entschließungen, Veröffentlichungen, Unterlagen der Einzelverbände und Zweigvereine sowie von Internationalen Organisationen, Angelegenheiten des Schulwesens, der Lehrerinnen, der Politik, der Rechtsprechung und Zeitschriftenartikel.
Der Bestand war vor Übergabe ins Landesarchiv Berlin (LAB) 1988 bibliothekarisch auf Karteikarten verschlagwortet, die Karteikarten waren anschließend systematisiert und zu einem Findbuch zusammenkopiert worden. Die Akten selbst waren verfilmt. Die lfd. Nrn. 30 und 56 waren nicht vergeben bzw. schon bei der Verfilmung vor Übergabe ins LAB nicht vorhanden.
Aufgrund der 2018 erfolgten Digitalisierung im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) wurde der Bestand im 1. Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 vollständig erschlossen und kann seitdem über den META-Katalog des DDF unter https://www.meta-katalog.eu/Record/BRep23503hla gelesen werden (oder vor Ort im Landesarchiv Berlin in der AUGIAS-Datenbank, da jede Verzeichnungseinheit mit dem Digitalisat verlinkt ist).
Bitte zitieren Sie wie folgt: Landesarchiv Berlin, B Rep. 235-03 Allgemeiner Deutscher Lehrerinnen-Verein Nr. xx / MF-Nr. xxxx.
Die Akte mit der MF-Nr. 4179-4180 (Nachtrag 2) bestand nur aus Einzelseiten aus vorhandenen Akten, diese wurden vor der Digitalisierung entsprechend zugeordnet.
3. Verweise
Essay zum ADLV im DDF unter https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/allgemeiner-deutscher-lehrerinnen-verein-adlv
Online-Angebote der Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung Berlin unter https://bbf.dipf.de/de/recherchieren-finden/kataloge, so u.a. die Personalbögen Preußischer Lehrkräfte und die digitalisierten Ausgaben der Verbandszeitschrift (mit Volltextsuche).
4. Literatur (Auswahl)
Elisabeth Meyn-von Westenholz, Der Allgemeine Deutsche Lehrerinnenverein in der Geschichte der deutschen Mädchenbildung, Berlin 1936
Berlin, September 2021 Dr. Susanne Knoblich
1. Vereinsgeschichte
Der Allgemeine Deutsche Lehrerinnen-Verein wurde Pfingsten 1890 von Helene Lange, Auguste Schmidt und Marie Loeper-Houselle in Friedrichroda (Thüringen) gegründet und ist damit einer der ältesten und wichtigsten Frauenberufsvereine. Helene Lange wurde die Leitung des neuen Vereins übertragen. Sie war selbst Lehrerin und hatte sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Mädchen- und Frauenbildung (Einrichtung von Mädchengymnasien, Zulassung von Frauen zum Studium u.a.) eingesetzt.
Die Mitgliederzahl des Vereins stieg im ersten Jahr auf über 3000; 1921 gehörten ihm 188 Zweigvereine mit ca. 40 000 Mitgliedern sowie 1200 direkte Mitglieder an. 1921 legte Helene Lange den Vorsitz nieder, ihre Nachfolgerin wurde Emmy Beckmann, die seit 1910 Pädagogin im Hamburger Schuldienst war und 1927 als erste Frau Oberschulrätin für das höhere Mädchenschulwesen wurde.
1896 wurde die von Marie Loeper-Houselle seit 1884 herausgegebene Zeitschrift "Die Lehrerin in Schule und Haus" Organ des ADLV; sie wurde 1910 in "Die Lehrerin" umbenannt und erschien mit drei Beiblättern. 1924 erfolgte eine weitere Umbenennung in "ADLV - Deutsche Lehrerinnen-Zeitung". Daneben erschienen von 1925 bis 1931 sechs Hefte der Pädagogisch-psychologischen Schriftenreihe des ADLV, von 1892 bis 1917 der Lehrerinnen-Kalender sowie ein Reiseadressbuch für Lehrerinnen.
Der ADLV entwickelte sich im Laufe seines Bestehens von einer Selbsthilfeorganisation mit Stellenvermittlung und Krankenkasse zu einer Dachorganisation der Fach- und Landesverbände der Lehrerinnenvereine. Eine Einzelmitgliedschaft war nach einer internen Umorganisation ab 1921 nicht mehr möglich.
Aufgrund der drohenden Gleichschaltung wurde auf einer Tagung im Mai 1933 in Erfurt die Selbstauflösung beschlossen.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 157 Akten mit einer Laufzeit von 1890-1935 und enthält Korrespondenz, Protokolle, Berichte, Eingaben und Entschließungen, Veröffentlichungen, Unterlagen der Einzelverbände und Zweigvereine sowie von Internationalen Organisationen, Angelegenheiten des Schulwesens, der Lehrerinnen, der Politik, der Rechtsprechung und Zeitschriftenartikel.
Der Bestand war vor Übergabe ins Landesarchiv Berlin (LAB) 1988 bibliothekarisch auf Karteikarten verschlagwortet, die Karteikarten waren anschließend systematisiert und zu einem Findbuch zusammenkopiert worden. Die Akten selbst waren verfilmt. Die lfd. Nrn. 30 und 56 waren nicht vergeben bzw. schon bei der Verfilmung vor Übergabe ins LAB nicht vorhanden.
Aufgrund der 2018 erfolgten Digitalisierung im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) wurde der Bestand im 1. Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 vollständig erschlossen und kann seitdem über den META-Katalog des DDF unter https://www.meta-katalog.eu/Record/BRep23503hla gelesen werden (oder vor Ort im Landesarchiv Berlin in der AUGIAS-Datenbank, da jede Verzeichnungseinheit mit dem Digitalisat verlinkt ist).
Bitte zitieren Sie wie folgt: Landesarchiv Berlin, B Rep. 235-03 Allgemeiner Deutscher Lehrerinnen-Verein Nr. xx / MF-Nr. xxxx.
Die Akte mit der MF-Nr. 4179-4180 (Nachtrag 2) bestand nur aus Einzelseiten aus vorhandenen Akten, diese wurden vor der Digitalisierung entsprechend zugeordnet.
3. Verweise
Essay zum ADLV im DDF unter https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/allgemeiner-deutscher-lehrerinnen-verein-adlv
Online-Angebote der Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung Berlin unter https://bbf.dipf.de/de/recherchieren-finden/kataloge, so u.a. die Personalbögen Preußischer Lehrkräfte und die digitalisierten Ausgaben der Verbandszeitschrift (mit Volltextsuche).
4. Literatur (Auswahl)
Elisabeth Meyn-von Westenholz, Der Allgemeine Deutsche Lehrerinnenverein in der Geschichte der deutschen Mädchenbildung, Berlin 1936
Berlin, September 2021 Dr. Susanne Knoblich
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST
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