Die Rückkehr der verlorenen Bürger der Stadt Hechingen
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/009 S984016/201
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/009 Fernsehsendungen von Südwest 3 aus dem Jahre 1998
Fernsehsendungen von Südwest 3 aus dem Jahre 1998 >> April 1998
10. April 1998
Filmdaten:
Originaltitel: Die Rückkehr der verlorenen Bürger der Stadt Hechingen
Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1997
Stab:
Produzent: Dr. Frank Reiss
Drehbuch: Dr. Bedrich Martinic und Dr. Frank Reiss
Regie: Dr. Bedrich Martinic
Kamera: Petr Vápeník
Schnitt: Pavel Sistek
Musik: Hynek Schneider Studio GeeGee
Ton: Oldrich Straka, Dr. Vladimir Helebrant
Produktionsleitung: Katerina Rucková
Redaktion: Dr. Thomas Fischer
Inhalt:
Das Video wirft - ausgehend von einem Vorurteil einer Schülerin in den USA - einen Blick auf die Geschichte der Auseinandersetzung um die Aufarbeitung des nationalsozialistischen Unrechts in der Stadt Hechingen. Befragt werden einige Zeitzeugen, die sich an die Ereignisse und an einzelne jüdische Mitbürger erinnern. Vorgestellt wird die Bürgerinitiative, die sich für die Restaurierung der alten Synagoge einsetzte. Zusätzlich trugen publizierte Forschungsergebnisse und Vorträge zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Hechingen zur Faktenkenntnis und Wissensverbreitung bei. Die Restaurierung der Alten Synagoge im schwäbischen Hechingen durch diese Initiative von Bürgern sei, dem Produzenten Frank Reiss zufolge, exemplarisch dafür, wie sich Deutschland seit dem Ende der Nazi-Diktatur verändert hat. Die Restaurierung der Synagoge ist eines der Beispiele für das Bestreben, dem Vergessen tatkräftig entgegenzuwirken.
"Hechingen in den 30er Jahren: Zerstörung und Plünderung der Synagoge 1938. Einige Juden retteten sich ins Exil, die meisten jedoch wurden in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches ermordet. Erst 1979 begannen sich einige Bürger der Stadt mit der Vergangenheit zu beschäftigen und begaben sich auf die Suche nach ihren "verlorenen Bürgern". Sie gründeten die "Initiative Hechinger Synagoge" und stellten das Gebäude in mühsamer Kleinarbeit wieder her. Im November 1986 wurde die Synagoge als Kultur- und Begegnungsstätte eröffnet. In einer Feierstunde verlas man die Namen der 130 ehemaligen jüdischen Mitbürger. Der Autor Frank Reiss, selbst Betroffener, Staatsbürger der USA und Gastdozent im Holocaust Museum in Washington, tritt als Erzähler auf. Er befragt Zeitzeugen und" die Initiatoren der 'Initiative Hechinger Synagoge', "er berichtet von Widerständen in der Stadt, den Schwierigkeiten bei der Erforschung der Vergangenheit und den Mühen bei der Wiederherstellung der Synagoge."
Originaltitel: Die Rückkehr der verlorenen Bürger der Stadt Hechingen
Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1997
Stab:
Produzent: Dr. Frank Reiss
Drehbuch: Dr. Bedrich Martinic und Dr. Frank Reiss
Regie: Dr. Bedrich Martinic
Kamera: Petr Vápeník
Schnitt: Pavel Sistek
Musik: Hynek Schneider Studio GeeGee
Ton: Oldrich Straka, Dr. Vladimir Helebrant
Produktionsleitung: Katerina Rucková
Redaktion: Dr. Thomas Fischer
Inhalt:
Das Video wirft - ausgehend von einem Vorurteil einer Schülerin in den USA - einen Blick auf die Geschichte der Auseinandersetzung um die Aufarbeitung des nationalsozialistischen Unrechts in der Stadt Hechingen. Befragt werden einige Zeitzeugen, die sich an die Ereignisse und an einzelne jüdische Mitbürger erinnern. Vorgestellt wird die Bürgerinitiative, die sich für die Restaurierung der alten Synagoge einsetzte. Zusätzlich trugen publizierte Forschungsergebnisse und Vorträge zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Hechingen zur Faktenkenntnis und Wissensverbreitung bei. Die Restaurierung der Alten Synagoge im schwäbischen Hechingen durch diese Initiative von Bürgern sei, dem Produzenten Frank Reiss zufolge, exemplarisch dafür, wie sich Deutschland seit dem Ende der Nazi-Diktatur verändert hat. Die Restaurierung der Synagoge ist eines der Beispiele für das Bestreben, dem Vergessen tatkräftig entgegenzuwirken.
"Hechingen in den 30er Jahren: Zerstörung und Plünderung der Synagoge 1938. Einige Juden retteten sich ins Exil, die meisten jedoch wurden in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches ermordet. Erst 1979 begannen sich einige Bürger der Stadt mit der Vergangenheit zu beschäftigen und begaben sich auf die Suche nach ihren "verlorenen Bürgern". Sie gründeten die "Initiative Hechinger Synagoge" und stellten das Gebäude in mühsamer Kleinarbeit wieder her. Im November 1986 wurde die Synagoge als Kultur- und Begegnungsstätte eröffnet. In einer Feierstunde verlas man die Namen der 130 ehemaligen jüdischen Mitbürger. Der Autor Frank Reiss, selbst Betroffener, Staatsbürger der USA und Gastdozent im Holocaust Museum in Washington, tritt als Erzähler auf. Er befragt Zeitzeugen und" die Initiatoren der 'Initiative Hechinger Synagoge', "er berichtet von Widerständen in der Stadt, den Schwierigkeiten bei der Erforschung der Vergangenheit und den Mühen bei der Wiederherstellung der Synagoge."
0:29:03; 0'29
Audio-Visuelle Medien
Bindenreif, Marga; Oberstudienrätin
Blickle, Karl-Hermann; Unternehmer, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Sunlife
Eckenweiler, Wilhelm; Notar
Jaiser, Emil; ehemaliger Postbeamter
Kirchmann, Norbert Dr.; Arzt
Lesczinski, Marek; polnischer Restaurator
Luckscheiter, Waldemar; Oberstudienrat
Model, Gretel; ehemalige jüdische Bürgerin von Hechingen, 1910-
Riester, Manfred; Arzt
Vees, Barbara
Vees, Lothar; Geschäftsführer des Caritasverbandes für das Dekanat Zollern e.V.
Werner, Otto; Rektor Hauptschule Hechingen, 1934
Zink, Werner; ehemaliger Stadtrat von Hechingen
Hechingen BL
Judentum: Synagoge
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Nationalsozialismus; Zerstörung Synagoge Hechingen
Zeitdokument; Zerstörung Hechinger Synagoge
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 3:23 PM CET
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- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Audiovisuelles Archiv (Archival tectonics)
- Mitgeschnittene Film- und Tondokumente (Archival tectonics)
- Mitgeschnittene Filmdokumente von Südwest 3 und SWR 3 Fernsehen (Archival tectonics)
- Fernsehsendungen von Südwest 3 aus dem Jahre 1998 (Archival holding)
- April 1998 (Classification)